»TraFo 2030«: Vier Teilprojekte für einen nachhaltigen Campus
Die Bauhaus-Universität Weimar übernimmt mit ihrem Transformationsplan »TraFo 2030« Verantwortung als Bildungs- und Forschungseinrichtung und stellt die Weichen für eine nachhaltige Zukunft. Ziel ist es, die Universität in den Bereichen Energie, Mobilität und Lebensqualität zukunftsfähig auszurichten. Der Transformationsplan bildet damit die Grundlage für eine umfassende Weiterentwicklung des Campus im Sinne von Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Ressourceneffizienz.
Im Mittelpunkt stehen vier zentrale Handlungsfelder:
Konzeption klimaneutrale Energieversorgung
Ein wesentlicher Baustein von »TraFo 2030« ist die Entwicklung einer langfristigen Strategie für eine klimaneutrale Energieversorgung der Bauhaus-Universität Weimar. Ziel ist die Erstellung einer umfassenden Konzeptstudie, die den Weg zu einer vollständig klimaneutralen Energieversorgung bis zum Jahr 2050 aufzeigt.
Dabei knüpft die Universität an bestehende Vorarbeiten und Konzepte an. In enger Zusammenarbeit mit dem Dezernat Gebäudemanagement wurden die Voraussetzungen geschaffen, um die nächste Planungsphase einzuleiten. Die Studie soll konkrete Handlungsempfehlungen liefern und Perspektiven für einen nachhaltigen und zukunftssicheren Campus entwickeln.
Freiraumplanung Campus
Die Außenflächen der Bauhaus-Universität Weimar umfassen rund 10 Hektar Grundstücksfläche an drei Campusstandorten und prägen den Alltag von Studierenden, Lehrenden und Beschäftigten. Sie dienen als Wege-, Aufenthalts- und Begegnungsräume und bieten zugleich Potenzial für eine nachhaltige Campusentwicklung.
Mit »TraFo 2030« werden diese Flächen erstmals im Rahmen einer campusweiten Freiraumplanung ganzheitlich betrachtet. Ziel ist die Entwicklung eines Freiraumleitbilds, das die Campusstandorte klimaresilient, artenreich und attraktiv gestaltet. Die geplante Studie soll konkrete Maßnahmen zur Klimaanpassung und Entsiegelung aufzeigen sowie ein Gestaltungshandbuch erarbeiten, das als Grundlage für zukünftige Baumaßnahmen im Außenraum dient. Für ausgewählte Bereiche werden darüber hinaus vertiefende Entwürfe entwickelt, die mögliche Zukunftsperspektiven für den Campus sichtbar machen.
Nach einer beschränkten Ausschreibung, an der sich acht Büros beteiligt haben, ist das Vergabeverfahren abgeschlossen. Der Kick-off mit dem beauftragten Büro ist für Anfang Juli 2026 geplant – dann beginnt die eigentliche Planungsarbeit.
Energiemonitoring & EMAS-Zertifizierung
Ein weiterer Schwerpunkt des Transformationsplans ist der Aufbau eines modernen Energiemanagementsystems, welches aktuell in Anlehnung an ISO 50.001 aufgebaut wird. Dazu wird die bestehende Infrastruktur zur Erfassung von Energie- und Wasserverbräuchen erweitert und durch eine digitale Monitoring-Software ergänzt.
Künftig sollen Energieverbräuche für Strom, Wärme, Kälte und Wasser weitgehend gebäudescharf erfasst, ausgewertet und analysiert werden können. Dadurch lassen sich Einsparpotenziale gezielt identifizieren und Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz entwickeln.
Ergänzend wird ein Umweltmanagementsystem nach EMAS aufgebaut. Dieses soll die Universität dabei unterstützen, Umweltauswirkungen systematisch zu erfassen, Verbesserungsmaßnahmen umzusetzen und die eigene Umweltleistung kontinuierlich weiterzuentwickeln. EMAS ist zudem ein System zur Umweltbetriebsprüfung. Mittels Audits dient es der Universität zur externen Überprüfung und Kontinuitätssicherung der eigenen Umweltleistungen. Gleichzeitig stärkt die Zertifizierung die Transparenz sowie die langfristige Planungssicherheit im Hochschulbetrieb.
Betriebliches Mobilitätskonzept
Wie bewegen sich Studierende und Mitarbeitende im Alltag zur Universität und zwischen den Campusstandorten? Dieser Frage widmet sich das Teilprojekt Mobilität.
Die Professur Verkehrssystemplanung entwickelt gemeinsam mit dem Dezernat Gebäudemanagement ein betriebliches Mobilitätsmanagementkonzept für die Bauhaus-Universität Weimar. Grundlage dafür bilden eine umfassende Bestands- und Bedarfsanalyse sowie die Entwicklung eines gemeinsamen Leitbilds für nachhaltige Mobilität.
Seit dem 15. Juni 2026 läuft eine universitätsweite Online-Befragung, an der bereits mehr als 450 Personen teilgenommen haben. Ergänzend sind Fokusgruppen sowie Verkehrserhebungen auf den universitären Parkflächen geplant beziehungsweise bereits in Durchführung. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Entwicklung konkreter Maßnahmen ein, die nachhaltige Mobilitätsangebote stärken und den universitären Alltag für Studierende und Mitarbeitende verbessern sollen.
Mit »TraFo 2030« verfolgt die Bauhaus-Universität Weimar einen ganzheitlichen Ansatz: Energieversorgung, Freiraumgestaltung, Umweltmanagement und Mobilität werden gemeinsam gedacht, um die Universität nachhaltig weiterzuentwickeln und zukunftsfähig aufzustellen.
Für Rückfragen stehen Ihnen Elena Okuntsova, Bauhaus–Universität Weimar, Dezernat Gebäudemanagement sowie Lena Vogt, Bauhaus–Universität Weimar, Professur Verkehrssystemplanung, gern zur Verfügung.


