Tag der Ingenieurwissenschaften in Weimar setzt Impulse für Thüringens Zukunft
Wie können Innovationen entstehen, Fachkräfte gewonnen und die großen Herausforderungen unserer Zeit bewältigt werden? Antworten auf diese Fragen suchte der Tag der Ingenieurwissenschaften Thüringen am 17. Juni 2026 an der Bauhaus-Universität Weimar. Unter dem Motto »Future FormING« kamen rund 250 Schüler*innen, Wissenschaftler*innen aus den Thüringer Hochschulen sowie zahlreiche Vertreter*innen aus Wirtschaft, Politik und Bildung zusammen, um über die Zukunft des Innovations- und Bildungsstandorts Thüringen zu diskutieren.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Dialog zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Akteur*innen. Gemeinsam wurde darüber gesprochen, wie Ingenieurwissenschaften und MINT-Disziplinen zur technologischen Transformation, zur Fachkräftesicherung und zur regionalen Wertschöpfung beitragen können – und warum sie eine Schlüsselrolle für eine lebenswerte Zukunft in Thüringen spielen.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Nachwuchsförderung. Mehrere hundert Schüler*innen aus der Region nutzten die Gelegenheit, Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte zu erhalten, Labore zu besuchen und mit Wissenschaftler*innen sowie Vertreter*innen aus Unternehmen ins Gespräch zu kommen. Dabei wurde deutlich, dass insbesondere KI die Berufswelt stark verändern wird und diese Entwicklungen bei den jungen Menschen für Verunsicherung sorgt. Schule und Hochschule reagieren darauf, indem Interdisziplinarität, aber auch Soft-Skills wie Teamfähigkeit, Kommunikationsstärke und Konfliktfähigkeit gefördert werden. Die Basis dafür sei jedoch eine persönliche Betreuung, welche durch die Politik in Form ausreichender finanzieller Mittel im Bildungsbereich sichergestellt werden müsste.
Bildergalerie, Bauhaus-Universität Weimar
Auf dem Tag der Ingenieurwissenschaften waren für uns Thomas Müller, Henry Sowinski, Dana Höftmann und Alexandra Wiebe-Kaaden mit der Kamera unterwegs.
Am Nachmittag zeigten Best-Practice-Beispiele aus der Region, wie innovative Ideen erfolgreich in die Praxis überführt werden können und welchen Beitrag Hochschulen und Unternehmen gemeinsam für die Entwicklung Thüringens leisten. Besonders kurzweilig illustrierte dies ein Science Slam, welcher in der Versuchstechnischen Einrichtung der Bauhaus-Universität Weimar stattfand. Fünf Projekte in sieben Minuten lautete die Vorgabe des Wettbewerbes verschiedener Hochschulen, aus dem Jun.-Prof. Luise Göbel, Professur Werkstoffe des Bauens, an der Bauhaus-Universität Weimar, als Gewinnerin hervorging.
Daran anknüpfend führte ein Expertentalk, unter Moderation von Prof. Guido Morgenthal, Vizepräsident für Forschung und Projekte an der Bauhaus-Universität Weimar, unterschiedliche Perspektiven auf die Herausforderungen des Strukturwandels, der Digitalisierung und des technologischen Fortschritts zusammen. Dabei wurde deutlich: Thüringen besteht vor allem aus kleinen und mittelständischen Unternehmen, die in ihrem jeweiligen Gebiet jedoch sehr leistungsstark sind. Innovation finde dabei häufig im Zusammenspiel zwischen KMUs, Hochschulen und wirtschaftsnahen Forschungsinstituten statt. Kurz gesagt: Zukunftsfragen lassen sich nur gemeinsam lösen – durch Vernetzung, Kooperation und einen intensiven Wissenstransfer zwischen Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft.














































































































