Seminar

Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten

In diesem Blockseminar soll in komprimierter Form der Prozess wissenschaftlichen Arbeitens vermittelt werden. Dabei wird in einem ersten Teil anhand von einführenden Texten diskutiert, was ein wissenschaftliches Problem ist und wie von dort ausgehend eine Forschungsfrage entwickelt werden kann. Hierbei sollen die aktuellen Masterarbeiten der Teilnehmenden oder Promotionsprojekte mit reflektiert werden. Im zweiten Teil des Seminars werden drei unterschiedliche Methoden (Experten-Interview, Focus Group Interview, Visualisierung) eingeübt. Die Studierenden sollen damit auch die Trianguität qualitativer Forschung verstehen lernen und abschließend die Erfahrung der Methodenausübung auf ihr eigenes Forschungsvorhaben anwenden.

Richtet sich an: Master Urbanistik (Pflichtmodul), Master Architektur (Wahlpflichtbereich), Doktoranden
Teilnehmerzahl:   maximal 20
Termine:  18.04.2018, 09.15 bis 12:30 Uhr
Ort: Belvederer Allee 5, Raum 008
Dozent:   Prof. Dr.  Frank Eckardt
Leistungsnachweis: Protokoll (Testat), Hausarbeit (Prüfung)


Die Seminarlektüre wird nach Anmeldung bereitgestellt.

Migration und Menschenrechte

Das Seminar dient der Erlernung und Reflektion von interkulturellen Kompetenzen, die für die spätere Tätigkeit in der Stadtplanung und anderen möglichen Arbeitsbereichen als wichtig erscheinen. Um dies gewährleisten zu können sollen anschauliche Beiträge zum Thema Asylverfahren, Fluchterfahrungen, Fluchtursachen, interkulturelle Kommunikation, Rassismus und Islam besprochen werden. Umgesetzt wird das Seminar mit dem Ziel einen Workshop mit Schüler/innen aus Sachsen-Anhalt zu realisieren.

Das Lehrangebot wird in Kooperation mit der EJBW geplant und wird von der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert. Das Seminar wird in Blockveranstaltungen organisiert.

Richtet sich an: Studierende aller BA- und MA-Programme.  (Wahlpflichtbereich / 3 ECTS)
Teilnehmerzahl:  maximal 20
Ort:
Termine:  noch offen

Anmeldung: per Mail an frank.eckardt[at]uni-weimar.de (bis 1. April 2018)

Vertiefung Sozialwissenschaftliche Stadttheorien

Inhalt dieses Modulseminars ist die fokussierte Auseinandersetzung mit verschiedenen Themen an der Schnittstelle von Sozialwissenschaften und Stadtplanung bzw. -entwicklung. Der Schwerpunkt des Seminars liegt wesentlich auf der Heranführung an Techniken sozialwissenschaftlicher Theoriearbeit. Gleichzeitig knüpft das Seminar teilweise an Inhalte aus der Vorlesung an und bietet Gelegenheit, diese zu diskutieren und zu vertiefen. In der Auseinandersetzung mit einem Schwerpunktthema (wird zu Beginn der Veranstaltung bekannt gegeben) wird an Textarbeit, Recherche und abstraktes, strukturelles und konzeptionelles Denken aus sozialwissenschaftlicher Perspektive herangeführt. Gleichzeitig werden inhaltlich insbesondere zeitgenössische Problemstellungen und Themen aufgegriffen, welche die aktuelle Diskussion um Stadt, Urbanität und Gesellschaft wesentlich prägen, und diese aus sozialwissenschaftlicher Perspektive kontextualisiert.

Richtet sich an: BA Urbanistik 2. FS (Pflichtmodul)
Veranstaltungsart: Seminar, 2 SWS  3 ECTS
Termin: montags, 15:15 bis 16:45 Uhr
Teilnehmerzahl: max. 40
Ort: Hauptgebäude, Raum 105
Sprache: Deutsch
Dozentin: Brigitte Zamzow, M.A.
Leistungsnachweis: Referat und Hausarbeit

Deutsch für Flüchtlinge Sommersemester 2018

Mit diesem Modul wird der im letzten Semester durchgeführte Sprachkurs für Flüchtlinge fortgesetzt. Dabei soll wöchentlich 1,5 Stunden Unterricht an eine oder mehrere Gruppen von ca. 8 Flüchtlingen auf Anfängerniveau erteilt werden. Die genauen Umstände des Unterrichts richten sich nach der Anzahl der Flüchtlinge, die sich hierzu anmelden und kann erst kurz vor Beginn des Unterrichts festgelegt werden. Studierende, die gerne den Unterricht mit den Flüchtlingen aus dem letzten Semester fortsetzen wollen, können das ebenfalls tun.

Richtet sich an: Studierende aller BA- und MA-Programme.  (Wahlpflichtbereich / 3 ECTS)
Teilnehmerzahl:  maximal 30
Termine:  montags-freitags  15.15 - 16.45 Uhr  
Ort: Verschiedene Räume

Urbane Klangwelten. Neuere Konzepte der Sound Studies

Die Klangwelten (‚Soundscapes‘), in denen wir leben, haben sich in den vergangenen Jahrhunderten radikal geändert, ebenso wie die Hörkulturen, in denen die Grenzen zwischen Klang und Musik zunehmend durchlässig werden. Im Seminar sollen verschiedene Forschungsansätze der sog. Sound Studies, insbesondere zu den historischen Veränderungen von Klangwelten und Hörpraktiken im 20. und 21. Jahrhundert, auf Konzepte einer gezielten klanglichen Gestaltung von urbanen Räumen in Architektur und Stadtplanung bezogen werden. Das interdisziplinäre Blockseminar führt Studierende der Bauhaus-Universität und der Hochschule für Musik Weimar zusammen. Teilnahmevoraussetzung ist die Bereitschaft, sich auf diesen ‚experimentellen’ Arbeitszusammenhang einzulassen. Neben einer Diskussion von Themen wie der Geschichte urbaner Soundscapes, Klangökologie, Hörpraktiken, Sound-Design im Film und in der Popmusik, Klangkunst usw. sollen in praktischen Projekten Möglichkeiten einer zukünftigen architektonischen Gestaltung urbaner Klangwelten erkundet werden. 

Seminar für BA (ab 4. Semester) Arch/Urb und MA div. Studiengänge

Termine:

Mo. 16.04.2018, 15:00 bis 18:00 Uhr   Hauptgebäude, Raum 105
Mo. 07.05.2018, 15:00 bis 19:00 Uhr   Hauptgebäude, Raum 105
Mo. 23.05.2018, 15:00 bis 19:00 Uhr   Hauptgebäude, Raum 109


Sa/So 08.06. + 09.06.2018  09:00 bis 18:00 Uhr   Hauptgebäude, Repräsentationsraum 109
Sa/So 16.06. + 17.06.2018  09:00 bis 18:00 Uhr   Hauptgebäude, Repräsentationsraum 109

Dozenten: Prof. Dr. Frank Eckardt / Prof. Dr. Martin Pfleiderer

Ausstellung und Wissenschaft

Arbeiten aus der Stadtforschung sind oftmals für viele verschiedene Gruppen in der Stadt interessant. Publikationen von Forschungsergebnisse erreichen ein bestimmtes Publikum, Ausstellungen hingegen teilweise ein anderes. Die Möglichkeit, um Arbeiten aus der Wissenschaft auch auszustellen, wird aber leider selten genutzt.
In diesem Seminar sollen Möglichkeiten erkundet werden, wie dies erfolgen kann. Anhand von ausgewählten Beispielen von bereits durchgeführten Ausstellungen aus der Kunstwelt sollen eigene Ideen entwickelt werden, um eine Ausstellung für Forschungen aus einem Seminar des Wintersemesters („Stadt der Flüchtlinge“) zu entwickeln.
Das Seminar steht auch Studierenden offen, die nicht an dem Seminar beteiligt war, aber gerne wissenschaftliches Arbeiten eventuell ausstellen möchten. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit einem Lehrmodul der Mediengestaltung ausgeführt.

montags, 19:00 bis 20:30 Uhr /   1. Termin 16.04.2018

Ort: Hauptgebäude, Repräsentationsraum 109

Teilnehmer: max. 30

Dozent: Prof. Frank Eckardt

Die Postwachstumsstadt

Unmissverständlich berichtete der Club of Rome schon 1972 von den „Grenzen des Wachstums“: Wirtschaftswachstum, das auf Ausbeutung fossiler Ressourcen beruht, ist endlich. Diese Erkenntnis wirkt jedoch auch mehr als 45 Jahre nach der Veröffentlichung immer noch nicht handlungsleitend - weder im Alltag, noch auf struktureller Ebene. Obwohl es in Mitteleuropa und anderen frühindustrialisierten Regionen auch zu Schrumpfungsphänomenen kommt, expandieren Ökonomien im Globalen Süden umso mehr: Das wachstumsbasierte Modell ist trotz erkennbarer Risse immer noch das unangefochtene Prinzip gesellschaftlicher Planung.
Zufriedenheit, gesellschaftlicher Fortschritt, gutes Leben für alle: Immer stärker tritt zutage, dass der Fokus auf Wirtschaftswachstum als Selbstzweck diese Qualitäten nicht erreichen wird. Und eine wachsende Anzahl an Menschen sucht nach diesen alternativen Praktiken, anderen Grundlagen des Wohlergehens in der Stadt: Teilen & Tauschen, Wandel der Mobilität, Freirauminitiativen, urbane Gärten, Hausprojekte. Dennoch konzentrieren sich gerade in der Stadt auch die Anlässe für den immensen gesellschaftlichen Ressourcenverbrauch – und das individuelle wie kollektive Handeln steht oft diametral zu möglichen alternativen Praktiken.
In der Stadt liegt die Basis der destruktiven Kraft kapitalistischer Ökonomien: Güternachfrage und Verbrauch von Ressourcen, die anderswo extrahiert werden – und damit gleichzeitig der Schlüssel zu den Veränderungen, die unsere Gesellschaft zukunftsfähig machen können: Verhaltensänderungen, Kommunikation, Neuorganisation der Ökonomie, Infrastrukturumbau. Mögliche Grundprinzipien einer Postwachstumsstadt stellen dabei Relokalisierung und Suffizienz dar: Was man im Alltag braucht, muss soweit möglich innerhalb der Stadt hergestellt werden. Und von dem, was die Stadt nicht bereitstellen kann, muss soviel wie möglich gespart werden. (vgl. Nexthamburg 2013). Geht es bei der Postwachstumsstadt um den Entwurf einer radikal nachhaltigen Stadtutopie? Oder eher um pragmatische Schritte, die verschiedene Entwürfe bündeln? Welche Rolle hat das Handeln staatlicher, kommunaler Akteure, der Planungsinstanzen - die oftmals einen Antagonismus zwischen Postwachstum und Planung wahrnehmen? Oder handelt es sich bei einer „Postwachstumsstadt“ um einen Entwurf von unten, der in kleinen Schritten von engagierten Stadtbewohnenden realisiert werden muss?

Richtet sich an: MA und BA Arch und Urb, Wahlpflichtbereich
Teilnehmer: max 30
Ort:  Hauptgebäude, Repräsentationsraum 109
Termin: montags, 17:00 bis 18:30 Uhr
Dozenten: F. Eckardt/A. Brokow-Loga

Public Space and the City

“Public space is partly what makes cities, and as such it has been at the core of urban studies and many disciplines […].” (Bodnar 2015). Depending on the disciplinary perspective (e.g. sociology, geography, political science, anthropology, planning or architecture) the definition of public spaces varies, but most common is the understanding “that public space includes all areas that are open and accessible to all members of the public in a society, in principle though not necessarily in practice.” (Neal 2010). From this initial point the class will provide insights in the social production and construction of public spaces. Exploring areas like democracy, privatization, security, digitalization as well as exclusionary and gender aspects we will discuss the challenges and opportunities of everyday practices in public spaces. In addition, we look at the meanings, usages and appropriations of public spaces in different contexts. Guiding questions will be: What is public space? Public space – for whom (and whom not)? Is the public space dead or still alive but renewed in a different form?

Richtet sich an: MA EU und AdUrb
Veranstaltungsart: Seminar, 2 SWS 3 ECTS
Termin: montags,  13:30 bis 17:00 Uhr  (Start: 09. April 2018) 14tägig
Teilnehmerzahl:  max. 20
Ort: Belvederer Allee 5, Raum 005
Sprache: Englisch
Dozentin: Franziska Werner

Course requirements: regular and active participation, literature preparation, and a final paper.

"Die Farbe der Bewegung in schwarz!" - Architektur als gesellschaftlicher Aktivismus?

Innerhalb aller raumbezogenen Disziplinen, von Kunst über Stadtplanung bis hin zur Architektur, wird die eigene Rolle in und die Verantwortung für Gesellschaft stets kontrovers diskutiert. Oftmals werden Professionen wie die Architektur oder Stadtplanung eher als Dienstleister gesehen. Nicht nur die Verantwortung für das Soziale, auch die Möglichkeit, es zu gestalten, liegt in dieser Logik ausschließlich bei ‚mächtigeren‘ Akteuren und Strukturen: Investoren, Politik, dem Immobilienmarkt.
In der Diskussion über die Möglichkeiten einer ‚sozial engagierten Architektur‘ geht es immer wieder um diese Frage: Wie mit, gegen oder unabhängig von Wirtschaft und Politik, alternative Konzepte umgesetzt werden können.
Dabei haben diese Professionen den Raum weder als Thema noch als Medium der eigenen Praxis für sich gepachtet: Soziale Bewegungen von der klassischen Arbeiterbewegung über die Anti-AKW-Proteste bis hin zur Recht auf Stadt-Bewegung haben seit jeher in unterschiedlichster Form mit dem Raum gearbeitet, um zu protestieren, zu diskutieren, zu experimentieren, zu verhindern, sichtbarzumachen usw.
Wir wollen die Potentiale kritisch erforschen, die im Medium Raum liegen, um sich für gesellschaftliche Veränderungen einzusetzen. Exemplarisch werden wir uns dabei auf Kritik, Forderungen und Visionen der Recht auf Stadt-Bewegung fokussieren und unterschiedliche Konzepte räumlicher Interventionen auf Ihre Nutzbarkeit hin überprüfen.
Transdisziplinarität steht im Vordergrund des Seminars. In 3 Blockseminaren von je 1 bis 2 Tagen sollen in verschiedenen Gruppen eigene Positionen entwickelt werden. Vorwissen z.B. zur Recht auf Stadt-Bewegung wird nicht vorausgesetzt, lediglich Interesse für eine (gern kritische) Auseinandersetzung mit ihren Themen. Es ist geplant, die Ergebnisse der Gruppenarbeiten im Winter 2018 öffentlich auszustellen.

Richtet sich an: alle BA- und MA-Studierende
Veranstaltungsart: Seminar, 2 SWS    3 ECTS
Termine: 20.04.2018, 9:15 bis 10:45 Uhr / Belvederer Allee 5, Raum 008
              05.05.2018, 8:30 bis 21:00 Uhr / Belvederer Allee 5, Raum 005 und 006
              06.05.2018, 8:30 bis 21:00 Uhr / Belvederer Allee 5, Raum 005 und 006

Dozenten: Frank Eckardt, Alexander Böckel, Niklas Wuchenauer

 

 

Bachelor-Kolloquium

Das Kolloquium findet am 12. Juni 2018, 9:00 bis 12:30 Uhr statt.

Teilnehmer: max.15

Ort: Hauptgebäude, Raum 002