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Auguste Perret, Wohnhaus, Paris (Bild: Clemens Helmke 2018)
Auguste Perret, Wohnhaus, Paris (Bild: Clemens Helmke 2018)

 

«I don’t like the word creation. The word means to create something of nothing. I am always making things from things inside the world. I transform, I change, I do not create!»(1) Ein Material, das uns zur Verfügung gestellt wird erzählt davon wie die Erinnerung unseren Blick auf die Gegenwart prägt. Unterschiedliche Bildwelten lösen die Grenzen zwischen persönlichem und kollektivem Gedächtnis, Innen und Außen, Fiktion und Wirklichkeit auf. Das Ensemble, geprägt von einer Kunstsammlung, Wunderkammern und Neugierdenischen ist Teil unserer Betrachtungen. Man kann den Ort, die Sammlung mit einem ‹Erinnerungsschloß› vergleichen, um Wissen zu speichern, indem die ‹Objekte der Begierde› innerhalb eines imaginären architektonischen Diskurses dargestellt werden. Das Behältnis, die Aufbewahrung der Kunstobjekte ermöglicht es ihnen dann, als Auslöser für Erinnerung und Bedeutung zu dienen. «Manchmal sehe ich die Zeit wie ein plastisches Gebilde, in dem Bruchstücke, deren ursprüngliche Bedeutung wir vergessen haben, zusammen mit Fragmenten eines wundervollen Gebäudes aufbewahrt werden. Aber wir können nicht immer das Zerbrochene wieder zusammensetzen und interessieren uns nicht dafür, das Vergessene zu verstehen.»(2)

Zitate:

(1) «The Writer as Janus», The Review of Contemporary Fiction 1985

(2) Aldo Rossi, Aldo Rossi Architekt: Danksagung und ein Denkmal auf Sardinien 1993,
Berlinische Galerie 1993, CH.Links Verlag

Bemerkungen:

2. KM Bachelor Architektur_ Bauhaus 100

Artfully rooted

Aldo Rossi, Cento Torri, Parma (Bild: Clemens Helmke2017)
Aldo Rossi, Cento Torri, Parma (Bild: Clemens Helmke2017)

 

«Warum ich diese Skizze von der Lage der Stadt gemacht habe? Weil ich, wenn ich heute von Architektur reden soll, von meiner oder der der anderen, es für wichtig halte, die Fäden zu zeigen, die von der Vorstellung zur Realität und von beiden zur Freiheit führen. Es gibt keine Erfindung, keine Komplexität, auch keine Irrationalität, die nicht von der Vernunft oder zumindest über die Dialektik des Konkreten wahrgenommen werden würde. Und ich glaube an die Fähigkeit (...) der Vorstellung, die vom Konkreten ausgeht.»(1) Artfully rooted ist ein städtebauliches und architektonisches Projekt, das einen gesamtheitlichen Anspruch der Vernetzung von verschiedenen Themen- und Maßstabsebenen behandelt. Hierbei beschäftigt uns die Stadt als komplexes ‹architektonisches Gebilde›, weil sich in ihr weitaus mehr noch als in einzelnen Gebäuden, die Geschichte und Kultur des Ortes wiederfindet. Wir betrachten architektonische, urbane Räume als ‹kollektives Kunstwerk›, an denen mehrere Generationen ihre Spuren hinterlassen haben. Mit Hilfe von verschiedenen Lesbarkeiten von Raum sind Voraussetzungen zu schaffen, um ein architektonisches Mikroklima zu ermöglichen, das dann sich selbst überlassen werden kann. Eine unserer wesentlichsten Betrachtungen ist der Aspekt der Unvollendetheit. Wir beziehen uns vor allem auf den fragmentarischen Charakter von Architektur und Stadt und konzipieren sie sogar bewusst als unvollendet und bruchstückhaft.

Zitate:

(1) Aldo Rossi, Aldo Rossi Architekt: La Citta Analoga 1977, Berlinische Galerie 1993, CH. Links Verlag

Bemerkungen:

2.+5. KM Bachelor Architektur & Bachelor Urbanistik