Forschung

Internationales Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie (IKKM)

Vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Käte Hamburger Kolleg 

Das IKKM erforscht die Verhältnisse zwischen Menschen und Dingen in der technisierten Medienkultur des 20. und 21. Jahrhunderts. Technische Apparaturen und Artefakte können heute nicht länger als bloße Werkzeuge des kulturellen Handelns, Wahrnehmens, Erkennens, Kommunizierens etc. begriffen werden. Sie greifen vielmehr mit eigener Handlungsmacht konstitutiv in Kulturprozesse und Reflexionsvorgänge ein. Verlangte die europäische Denktradition, das menschliche Subjekt als eigenbestimmt und handlungsmächtig dem bloßen Objekt gegenüberzustellen, so bedarf die ständige praktische Vermischung und Vernetzung zwischen Menschen und medialen Apparaturen eines demgegenüber erweiterten, komplexeren Verständnisses einer verteilten, gemeinsam getragenen Subjekt- und Handlungsfunktion. Genau darum bemüht sich das IKKM.

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Kompetenzzentrum Medienanthropologie

Das Kompetenzzentrum Medienanthropologie (KOMA) soll eine innovative und interdisziplinäre Medienanthropologie vorantreiben, die die Erforschung der Medialität, der Medienbedingtheit und Medienverfasstheit menschlicher Daseinsvollzüge ins Zentrum stellt. Dabei ist das Konzept der Anthropomedialität forschungsleitend. Anthropomedialität beschreibt mit der Verschränkung von Mensch und Medien ein eigenständiges Drittes, das jeder Unterscheidung von Mensch und Medien als deren Ursprung vorausgeht. Damit wird sowohl das mediale als auch das anthropologische Apriori abgelöst, die in ihrer Frontstellung bisher diskursbestimmend waren. Der argumentativen und experimentellen Auslotung der Möglichkeiten und Grenzen des Konzepts der Anthropomedialität gilt das besondere Forschungsinteresse.

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Laborgruppe Kulturtechniken

Ein interdisziplinäres Projekt der Geschichts-, Literatur- und Medienwissenschaft in Erfurt und Weimar

Die spezifische Fragestellung der Gruppe, die zu einer Neuakzentuierung der aktuellen Kulturtechnikforschung beitragen möchte, geht von den Operationen und Praktiken der Verräumlichung aus, die allen Kulturtechniken inhärent sind. In ihrer personellen Zusammensetzung bietet die Laborgruppe ausgewählten Nachwuchwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern gemeinsam mit den beteiligten  Hochschullehrerinnen und -lehrern die Möglichkeit, Leitfragen sowie konkrete Arbeitsformen für die weitere Forschungen mit Kulturtechnikbezug zu entwickeln.

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