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Turbokompost (1. Preis »Jugend forscht junior« Biologie): Klara Heinze und Elena Rubach untersuchten, wie sich Biomüll mithilfe natürlicher Zusätze schneller zu fruchtbarer Erde zersetzen lässt. Foto: Bauhaus-Universität Weimar/ Matthias Eckert
Turbokompost (1. Preis »Jugend forscht junior« Biologie): Klara Heinze und Elena Rubach untersuchten, wie sich Biomüll mithilfe natürlicher Zusätze schneller zu fruchtbarer Erde zersetzen lässt. Foto: Bauhaus-Universität Weimar/ Matthias Eckert
Farben aus der Natur (1. Preis »Jugend forscht junior« Chemie): Emilija Zunic präsentiert selbst hergestellte Pflanzenfarben – gewonnen aus Beeren, Gewürzen und Kräutern. Foto: Bauhaus-Universität Weimar/ Matthias Eckert
Farben aus der Natur (1. Preis »Jugend forscht junior« Chemie): Emilija Zunic präsentiert selbst hergestellte Pflanzenfarben – gewonnen aus Beeren, Gewürzen und Kräutern. Foto: Bauhaus-Universität Weimar/ Matthias Eckert
Selbstgebauter Elektromagnet (1. Preis »Jugend forscht junior« Physik): Aleksandar Javorac demonstriert mit seinem Versuchsaufbau, wie elektrischer Strom ein Magnetfeld erzeugt. Foto: Bauhaus-Universität Weimar/ Matthias Eckert
Selbstgebauter Elektromagnet (1. Preis »Jugend forscht junior« Physik): Aleksandar Javorac demonstriert mit seinem Versuchsaufbau, wie elektrischer Strom ein Magnetfeld erzeugt. Foto: Bauhaus-Universität Weimar/ Matthias Eckert
Aufsaugen, wie ein Schwamm (1. Preis »Jugend forscht junior« Geo- und Raumwissenschaften): Max Meyer und Moritz Frey vergleichen die Wasserspeicherkapazität verschiedener Materialien und ziehen Parallelen zu Pflanzenwurzeln. Foto: Bauhaus-Universität Weimar/ Matthias Eckert
Aufsaugen, wie ein Schwamm (1. Preis »Jugend forscht junior« Geo- und Raumwissenschaften): Max Meyer und Moritz Frey vergleichen die Wasserspeicherkapazität verschiedener Materialien und ziehen Parallelen zu Pflanzenwurzeln. Foto: Bauhaus-Universität Weimar/ Matthias Eckert
Grüne Gerüste für neue Gewebe (1. Preis »Jugend forscht« Biologie): Lara Ostrowski, Elina Grüning und Kim Dufft erforschten dezellularisierte Pflanzenstrukturen als mögliche Träger für menschliche Zellen. Foto: Bauhaus-Universität Weimar/ Matthias Eckert
Grüne Gerüste für neue Gewebe (1. Preis »Jugend forscht« Biologie): Lara Ostrowski, Elina Grüning und Kim Dufft erforschten dezellularisierte Pflanzenstrukturen als mögliche Träger für menschliche Zellen. Foto: Bauhaus-Universität Weimar/ Matthias Eckert
Algen-Biokraftstoff aus Mikroalgen (1. Preis »Jugend forscht« Biologie): Jonas Schnürer kultivierte gemeinsam mit Jonas Ossig (nicht im Bild) die Mikroalge Chlamydomonas reinhardtii in einem selbst konstruierten Photobioreaktor zur Gewinnung von Biokraftstoff. Foto: Bauhaus-Universität Weimar/ Matthias Eckert
Algen-Biokraftstoff aus Mikroalgen (1. Preis »Jugend forscht« Biologie): Jonas Schnürer kultivierte gemeinsam mit Jonas Ossig (nicht im Bild) die Mikroalge Chlamydomonas reinhardtii in einem selbst konstruierten Photobioreaktor zur Gewinnung von Biokraftstoff. Foto: Bauhaus-Universität Weimar/ Matthias Eckert
Drohne zur automatischen Blütenbestäubung (Regionalsieg für bestes interdisziplinäres Projekt): Katharina Koch (im Bild), Felix Keil und Kara Kielmann entwickelten und programmierten eine Drohne als technologische Alternative zur natürlichen Bestäubung. Foto: Bauhaus-Universität Weimar/ Matthias Eckert
Drohne zur automatischen Blütenbestäubung (Regionalsieg für bestes interdisziplinäres Projekt): Katharina Koch (im Bild), Felix Keil und Kara Kielmann entwickelten und programmierten eine Drohne als technologische Alternative zur natürlichen Bestäubung. Foto: Bauhaus-Universität Weimar/ Matthias Eckert
110 Nachwuchsforscher*innen nahmen am 31. Regionalwettbewerb Mittelthüringen von »Jugend forscht« an der Bauhaus-Universität Weimar teil und wurden zum Abschluss im Maurice-Halbwachs-Auditorium ausgezeichnet. Foto: Bauhaus-Universität Weimar/ Matthias Eckert
110 Nachwuchsforscher*innen nahmen am 31. Regionalwettbewerb Mittelthüringen von »Jugend forscht« an der Bauhaus-Universität Weimar teil und wurden zum Abschluss im Maurice-Halbwachs-Auditorium ausgezeichnet. Foto: Bauhaus-Universität Weimar/ Matthias Eckert
Published: 26 February 2026

Turbokompost, Algen-Biokraftstoff und Drohnen zur Blütenbestäubung: Regionalsieger*innen von »Jugend forscht« an der Bauhaus-Universität Weimar ausgezeichnet

Die Gewinnerinnen des 31. Regionalwettbewerbs Mittelthüringen »Jugend forscht« stehen fest: Insgesamt 17 Erstplatzierte sowie zwei Regionalsieger*innen für die besten interdisziplinären Projekte wurden am Mittwoch, 25. Februar, ausgezeichnet und haben sich für den Landeswettbewerb Thüringen qualifiziert. Mit kreativen Ideen zu Nachhaltigkeit, Medizin, Ressourcenschutz und Digitalisierung überzeugten 110 Schüler*innen aus 16 Schulen und drei Schülerforschungszentren die Jury.

Turbokompost im Schulgarten

Klara Heinze und Elena Rubach von der Grundschule am Steigerwald in Erfurt wollten wissen, wie sich Biomüll schneller in fruchtbare Erde verwandeln lässt. In ihrem Projekt zum Thema »Turbokompost« untersuchten sie mithilfe eines Kompostmodells, wie sich Brennnesseln, Löwenzahn, Kaffeesatz und unterschiedliche Temperaturen auf den Verrottungsprozess auswirken. Für ihr Engagement wurden sie mit dem 1. Preis in der Sparte »Jugend forscht junior« im Fachgebiet Biologie ausgezeichnet.

Den 1. Preis in der Sparte »Jugend forscht junior« im Fachgebiet Chemie erhielten Ella Sophie Merboth, Tonia Muriel Voigt und Emilija Zunic, ebenfalls von der Grundschule am Steigerwald Erfurt. In ihrem Projekt »Fantastisch bunt – Farben aus der Natur« stellten sie aus Pflanzen, Gewürzen und Früchten eigene Malfarben her und experimentierten mit natürlichen Zusatzstoffen wie Essig oder Natron, um Farbintensität und Konsistenz gezielt zu verändern.

Im Fachgebiet Physik der Sparte »Jugend forscht junior« überzeugte Aleksandar Javorac vom Heinrich-Hertz-Gymnasium Erfurt mit einem selbstgebauten Elektromagneten. Er zeigte anschaulich, wie elektrischer Strom ein Magnetfeld erzeugt und Metallgegenstände anziehen kann.

Einen weiteren 1. Preis in der Sparte »Jugend forscht junior« erhielten Max Meyer und Moritz Frey vom Gymnasium »Albert Schweitzer« Sömmerda im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften. In ihrem Projekt »Aufsaugen, wie ein Schwamm« untersuchten sie die Wasserspeicherkapazität unterschiedlicher Materialien, zogen Vergleiche zu Pflanzenwurzeln und stellten Bezüge zu Fragen des Klimawandels her.

Innovative Lösungen für Medizin, Umwelt und Energie

Im Fachgebiet Biologie der Sparte »Jugend forscht« vergab die Jury gleich zwei erste Plätze: Elina Grüning, Lara Ostrowski und Kim Dufft, Staatliches Gymnasium »Albert Schweitzer« Erfurt, untersuchten in ihrem Projekt »Grüne Gerüste für neue Gewebe« das Potenzial dezellularisierter Pflanzenblätter als Trägerstrukturen für menschliche Zellen. Mithilfe mikroskopischer Analysen, mechanischer Tests und Zellbesiedelungen prüften sie, welche Blattstrukturen sich besonders für die künstliche Gewebezüchtung eignen.

Jonas Ossig und Jonas Schnürer vom Goethegymnasium Weimar erforschten die Herstellung von Algen-Biokraftstoff aus Chlamydomonas reinhardtii. Sie konstruierten einen eigenen Photobioreaktor, kultivierten die Mikroalgen bis zur Ölextraktion und ergänzten ihre experimentelle Arbeit durch eine vereinfachte Ökobilanz zur Bewertung der Nachhaltigkeit.

Auch im Fachgebiet Chemie der Sparte »Jugend forscht« wurden zwei erste Preise vergeben: Gisela Purgahn und Victoria Morgenroth, Staatliches Gymnasium »Albert Schweitzer« Erfurt, gingen der Frage nach, wie sich organische Spurenstoffe im Abwasser mithilfe erweiterter Oxidationsverfahren reduzieren lassen. In mehreren Versuchsreihen setzten sie UV-Strahlung, Ultraschall und Aktivkohle ein und verglichen deren Wirksamkeit unter unterschiedlichen Bedingungen.

Nelly Weiß, Johanna Maria Kort und Kateryna Hurevych, ebenfalls vom Staatlichen Gymnasium »Albert Schweitzer« Erfurt, widmeten sich dem Biorecycling von Polyestern. In ihrem Projekt untersuchten sie den enzymatischen Abbau von PET mithilfe des Enzyms Humicola insolens und verglichen behandelte und unbehandelte Proben, um den tatsächlichen Materialabbau nachzuweisen.

Weitere Gewinner*innen

Die Bauhaus-Universität Weimar und die Materialforschungs- und prüfanstalt (MFPA) Weimar verliehen darüber hinaus den Regionalsieg für das beste interdisziplinäre Projekt. Die Gewinner*innen nehmen damit ebenfalls am Landeswettbewerb Thüringen teil.

In der Sparte »Jugend forscht junior« im Fachgebiet Chemie ging diese Auszeichnung an Erik Körner, Lena Melissa Körner und Valentin Julius Schaar, Staatliches Gymnasium »Prof. Fritz Hofmann« Kölleda. In ihrem Projekt zur Herstellung und Untersuchung verschiedener Papierarten stellten sie Papier aus Altpapier sowie aus organischen Materialien wie Rosenblüten oder Ananas her und analysierten deren Eigenschaften.

In der Sparte »Jugend forscht« im Fachgebiet Technik erreichten Katharina Koch, Felix Keil und Kara Kielmann vom Staatlichen Gymnasium »Albert Schweitzer« Erfurt, den Regionalsieg. Sie entwickelten und programmierten eine Drohne zur automatischen Blütenbestäubung. Ziel ihres Projekts ist es, dem Rückgang natürlicher Bestäuberinsekten mit einer technologischen Lösung zu begegnen und landwirtschaftliche Erträge langfristig zu sichern.

Nach einem erlebnisreichen Wettbewerbstag beglückwünschte die Jury die Teilnehmer*innen. Maximilian Wunsch, Geschäftsführer des Europäischen Digitalzentrums für Mobilität und Infrastruktur (EDIH MID GERMANY) an der Bauhaus-Universität Weimar, Jurymitglied und selbst ehemaliger ›Jugend forscht‹-Teilnehmer, betonte: »Die diesjährigen Projekte zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig und zukunftsweisend junge Menschen heute denken und forschen. Besonders deutlich wird, dass Themen wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit in ganz unterschiedlichen Fachgebieten eine Rolle spielen. Es freut mich sehr, nun selbst Teil der Jury zu sein – vor fast 20 Jahren habe ich als Schüler bei ›Jugend forscht‹ teilgenommen. Umso beeindruckender ist es zu sehen, mit welcher Motivation die jungen Forscher*innen heute ihre Ideen verfolgen und Verantwortung für die Zukunft übernehmen.«

Am Regionalwettbewerb Mittelthüringen von »Jugend forscht« beteiligten sich in diesem Jahr 110 Schüler*innen aus 16 Schulen und drei Schülerforschungszentren – ein leichter Zuwachs zum Vorjahr. Insgesamt wurden 51 Projekte präsentiert: 26 Projekte wurden in der Sparte »Jugend forscht junior« für Teilnehmer*innen von 9 bis 14 Jahren eingereicht; 25 Projekte in der Sparte »Jugend forscht« für die 15- bis 21-Jährigen. Dabei stellten die Nachwuchsforscher*innen ihre Arbeiten nicht nur einer 32-köpfigen Jury aus MINT-Lehrer*innen, wissenschaftlichen Mitarbeitenden, Professor*innen sowie Vertreter*innen von Forschungs- und Wirtschaftsinstitutionen vor, sondern auch einer interessierten Öffentlichkeit.

Insgesamt wurden 70 Preise vergeben, darunter 43 Sonderpreise. Zu den wichtigen regionalen Preisstiftern zählen die Stadtverwaltung Weimar, die Bayer Weimar GmbH & Co. KG, die Stadtwerke Weimar sowie das IAB Weimar – Institut für Angewandte Bauforschung Weimar gGmbH. Die Liste mit allen Preisträger*innen finden Sie unter: https://www.uni-weimar.de/fileadmin/user/uni/zentrale_einrichtungen/uk_kommunikation/medienservice/Medieninformationen/2026/02/Jugend_forscht/JufoWV_Siegerliste_2026-02-25.pdf

Im kommenden Jahr findet der 32. Regionalwettbewerb Mittelthüringen von »Jugend forscht« am 24. Februar 2027 an der Bauhaus-Universität Weimar statt.

Weitere Informationen zum Regionalwettbewerb »Jugend forscht Mittelthüringen« sowie eine ausführliche Bildergalerie finden Sie unter: www.uni-weimar.de/jugendforscht 

Über Jugend forscht

In Thüringen gibt es insgesamt sieben »Jugend forscht«-Regionalwettbewerbe, deren Sieger*innen ihre Projekte beim Landeswettbewerb Thüringen am 1. April 2026 in Jena präsentieren. Mit einem erneuten Sieg qualifizieren sie sich für die Teilnahme am Bundeswettbewerb. Die Patenunternehmen von »Jugend forscht« richten deutschlandweit die Wettbewerbe auf Regional-, Landes- und Bundesebene aus. Jungforscher*innen können ihre Wettbewerbsprojekte in sieben Fachgebieten anmelden: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik, Technik. In diesem Jahr geht Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb unter dem Motto »Maximale Perspektiven« in die 61. Runde. Weitere Informationen zu »Jugend forscht« finden Sie unter: https://www.jugend-forscht.de/ 

Für Rückfragen stehen Ihnen Milena Deobald, MFPA Weimar, und Michaela Albrecht, Bauhaus-Universität Weimar, per E-Mail zur Verfügung: pb.mittelthueringen[at]wv.jugend-forscht.de.

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