„De Nieuwe Dokken“ in Ghent
Im Forschungsprojekt „ANCHOR“ wurde auch für das neue Stadtviertel „De Nieuwe Dokken“ im belgischen Ghent ein 360°-Rundgang entwickelt und realisiert. Als Teil der Projekt-Demonstrationsanlagen wird auch hier der Einsatz von innovativen ressourcenorientierten Sanitärsystemem (ROSS) unter realen Bedingungen getestet und wissenschaftlich begleitet.
Das anfallende Abwasser wird vor Ort gesammelt, aufbereitet und direkt wiederverwendet, sodass deutlich weniger Trinkwasser eingesetzt wird als in einem herkömmlichen Kanalsystem, in dem das Abwasser zu einer Kläranlage transportiert werden muss. Wie schon bei den anderen beiden 360°-Rundgängen zum ANCHOR Projekt in der Jenfelder Au in Hamburg und in Kerkrade in den Niederlanden wird hier das Konzept der Kreislaufwirtschaft durch die intelligente Wiederverwendung von Abwasser und den darin enthaltenen Ressourcen umgesetzt. Als Besucherinnen der virtuellen und interaktiven Umgebung von De Nieuwe Dokken bekommt man die Gelegenheit das Stadtquartier und die dahinterstehenden technischen Anlagen zu besuchen und auch die Geschichte des ehemaligen Hafengeländes kennenzulernen.
Der virtuelle Rundgang umfasst 21 360°-Standorte, die durch das Quartier führen. Zuerst erfährt man etwas zur Idee hinter De Nieuwe Dokken als Stadterneuerungsinitiative, die ein industrielles Hafengebiet in Ghent (Belgien) in ein nachhaltiges Stadtviertel verwandelt. Kernstück ist dabei das innovative Abwassersystem, mit dem Wasser und andere wertvolle Ressourcen aus dem Abwasser zurückgewonnen werden. Dabei wird aufgezeigt, dass es möglich ist, Ressourcenkreisläufe innerhalb der städtischen Struktur zu optimieren. Durch die getrennte und intelligente Bewirtschaftung von Grau-, Schwarz- und Regenwasser sowie von Lebensmittelabfällen werden diese Ströme in wertvolle Ressourcen umgewandelt. Dies beweist, dass städtisches Abwasser ein wichtiger Bestandteil bei der Gestaltung von widerstandsfähigen Städten von morgen sein kann und Nachhaltigkeit und Gemeinwohl miteinander verbindet und dabei die Umwelt schont.
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Der virtuelle Rundgang wurde im Rahmen des Forschungsprojekts ANCHOR an der Professur Ressourcenwirtschaft (Prof. Dr.-Ing. Eckhard Kraft) der Bauhaus-Universität Weimar mit Unterstützung von DuCoop (Belgien) entwickelt. Inhaltlich erarbeitet, gestaltet und realisiert wurde der Rundgang vom wissenschaftlichen Mitarbeiter Mario Wolf und dem künstlerischen Mitarbeiter Florian Wehking. ANCHOR ist ein Projekt des Interreg-Nordsee-Programms der Europäischen Union.






