Sommersemester 2020

Bewerbungsfrist der Thesisbearbeitung

Bewerbungen für Thesisarbeiten oder freie Projekte bitte bis zum 13.03.2020 per E-Mail als .pdf an Cornelia Unglaub (Sekretariat Raum 123) senden. Hierfür bitte Lebenslauf, Kurzportfolio und ein kurzes Motivationsschreiben einreichen. (für eigene wissenschaftliche Themen ein kurzes Exposé) Eigene Themenvorschläge sind wie immer möglich, doch sollten diese vor dem oben genannten Termin mit Mitarbeitenden des Lehrstuhls abgestimmt werden. Die Benachrichtigung zur Thesisvergabe erfolgt am 18.03.2020. 

Bachelor Vorlesung

Architekturgeschichte II – Von der Gotik bis zur Schwelle der Moderne

Thomas Cole, Architect’s Dream (1840)

Die Vorlesung bildet den zweiten Teil eines zweisemestrigen Zyklus zur Geschichte der Architektur von den Anfängen bis zur Gegenwart. Die Vorlesung des Wintersemesters beginnt mit allgemeinen Überlegungen zum Sinn und zur Bedeutung der Architekturgeschichte für das Studium der Architektur, setzt dann chronologisch mit den Anfängen der Baukunst ein und bietet einen Überblick von der Antike bis ins Spätmittelalter. Ziel ist es, einen Kanon an Bauten zu vermitteln, die ArchitektInnen kennen müssen und zugleich einen Einblick in die wichtigsten geschichtlichen Entwicklungen von Konstruktion und formaler Gestaltung sowie der Baugattungen zu geben, aber auch mit den verschiedenen methodischen Ansätzen und Betrachtungsweisen der Architekturgeschichtsforschung und -historiographie bekannt zu machen.


Literatur:

  • Benevolo, Leonardo: Die Geschichte der Stadt, Frankfurt a.M. 1983.
  • dtv-Atlas zur Baukunst, 2. Bde., 12. Aufl., München 2002.
  • Koch, Wilfried: Baustilkunde. Das große Standardwerk zur europäischen Baukunst von der Antike bis zur Gegenwart, 27. Aufl., München 2006.
  • Koepf, Hans / Binding, Günther: Bilderwörterbuch der Architektur. Mit englischem, französischem, italienischem und spanischem Fachglossar, Stuttgart 2005.
  • Kostof, Spiro: Geschichte der Architektur, 3 Bde., Stuttgart 1992.
  • Pevsner, Nikolaus: Funktion und Form. Die Geschichte der Bauwerke des Westens, Hamburg 1998 (A History of Building Types, 1976).
  • Pevsner, Nikolaus / Fleming, John / Honour, Hugh: Lexikon der Weltarchitektur, 3. Aufl. Hamburg 1992 (2000 als CD-ROM).
  • Seidl, Ernst (Hg.): Lexikon der Bautypen. Funktionen und Formen der Architektur, Stuttgart 2006.

 

Zielgruppe: BA Architektur, BA Urbanistik

Verantwortlich: Prof. Dr. phil Hans-Rudolf Meier | N.N.

Leistungsnachweis:
- Prüfung für BA Architektur: Architekturgeschichte I, Teile 1 und 2 Ende SS 2020
- Testat für BA Urbanistik

Leistungspunkte: 3 + 3 ECTS (für Teile 1 und 2)

Termin: montags, 13.30 Uhr - 15.00 Uhr, erste Vorlesung 6.4.2020

Bachelor/ Master Seminar

Heimatschutzarchitektur

Parkwächterhaus Lietzensee

Das Ziel des Seminars ist es, die in der Forschung lange vernachlässigte „Heimatschutzarchitektur“ als architektonische Strömung sowie als kulturhistorisches Phänomen gemeinsam zu diskutieren und verstehen zu lernen. Den Schwerpunkt bildet der deutsche Raum in der Zeit 1900-1950. 

Dabei gilt es, Heimatschutzarchitektur von anderen, ihr verwandten Strömungen der Zeit (Reformarchitektur, Heimatstil, Neo-Stile) zu unterscheiden und sie in ihrer oftmals widersprüchlich und komplex erscheinenden Vielfältigkeit zu untersuchen. Das Seminar möchte anregen, sie forthin nicht nur zu einer konservativen Antipode der „Klassischen Moderne“ zu verklären, sondern sie als einen immanenten und ebenso innovativen Teil der Moderne zu begreifen. 

Mit der Entdeckung des Ensembles und der Begründung der Kulturlandschaft als Themen- und Problemfelder der Architektur und des Städtebaus um 1900 ist die Heimatschutzarchitektur nicht nur eng mit der Entstehungsgeschichte der Denkmalpflege verwoben, sondern setzt sich auch theoretisch intensiv mit historisierenden Ansätzen, einer angepassten Architektur und Bauen im Bestand auseinander. Neben der Beschäftigung mit den Zentren der Bewegung (Stuttgarter Schule) wird es außerdem bedeutsam sein, einen Überblick über die verschiedenen, regionalen Ausprägungen und deren Bezugnahme auf lokale Bautraditionen zu bekommen. Die Ideologisierung von „Heimat“ und die Suche nach einem „deutschen Stil“ führen zu einer raschen Vereinnahmung und Instrumentalisierung durch das NS-Regime, was sich auch in einer Radikalisierung zahlreicher ihrer Vertreter zeigt. Ungeachtet ihrer komplexen architekturhistorischen Entwicklungsgeschichte sind die hautsächlichen Topoi der Heimatschutzarchitektur noch immer von kulturpolitischer Bedeutung, wie hochaktuelle Diskurse „um „Rechte Räume“ oder „historisierende Altstädte“ belegen. 

Im Seminar werden grundlegende Texte (Ernst Rudorff, Paul Schultze-Naumburg, Bartels) gelesen werden. Nach Absprache im Seminar bieten sich ergänzend kleinere Formate in der näheren Umgebung an (Erkundung der Saalecker Werkstätten, Archivbesuch, Besichtigung Schillerschule bzw. Bauhausstraße 11). 

Zielgruppe:                

B.Sc. Architektur, B.Sc. Urbanistik, M.Sc. Architektur, M.Sc. Urbanistik, Interessierte anderer Studiengänge und Fakultäten

Verantwortlich:

Prof. Hans-Rudolf Meier, M.A. Oliver Trepte

Umfang:                    

4 SWS, 6 ETCS

Leistungsnachweis:    

Regelmäßige Teilnahme, Referat/Expertenrolle, schriftliche Ausarbeitung/Beitrag für Summaery 

Einbettung:

Der gemeinsame Besuch des Seminars und des Masterprojektes „Kyffhäuser“ ist angedacht.

Literatur:

  • ACHLEITNER, Friedrich: Gibt es einen mitteleuropäischen Heimatstil? (oder: Entwurf einer peripheren Architekturlandschaft), in: Csáky, Moritz/Zeyringer, Klaus [Hrsg.]: Inszenierung des kollektiven Gedächtnisses. Eigenbilder. Fremdbilder, Innsbruck 2002, S. 98-109

  • HASSLER, Uta [Hrsg.]: Heimat, Handwerk und die Utopie des Alltäglichen, München 2016.

  • HOFER, Sigrid: Reformarchitektur 1900-1918. Deutsche Baukünstler auf der Suche nach dem nationalen Stil, Stuttgart/London 2005.

  • MEIER, Hans-Rudolf/SPIEGEL, Daniela [Hrsg.]: Kulturreformer. Rassenideologe. Hochschuldirektor. Der lange Schatten des Paul Schultze-Naumburg, Heidelberg 2018.


Bachelor Seminar

Stadt als Denkmal

Stadtplanung und moderne Denkmalpflege sind Disziplinen, die sich beide vor gut hundert Jahren institutionell etabliert haben, beide im Gefolge des zuvor nie gekannten raschen Wandels der Städte. Mit der Krise der Moderne, die nicht zuletzt eine Krise der modernen Stadtplanung war, entstand um 1970 die städtebauliche Denkmalpflege, die seither wesentlicher Faktor und Korrektiv der Stadtentwicklung ist. Das Bemühen, die Stadt und bedeutende Bauten, die für sie konstitutiv erscheinen, zu bewahren, reicht freilich weit vor die Moderne zurück. In einem ersten als Vorlesung konzipierten Teil der Lehrveranstaltung wird ein Überblick geboten über die Geschichte des bewahrenden Umgangs mit Stadt von den Schutzbestimmungen für römische Städte bis zu aktuellen Diskussionen um „Urban Heritage“. Daran anschließend wird im Seminarteil gemeinsam ein Überblick über die wichtigsten Texte, die sich direkt oder indirekt mit dem Thema befassen – von Camillo Sitte (1889) über Kevin Lynch (1960), Alexander Mitscherlich (1964) und Aldo Rossi (1966) bis zum New Urbanism - erarbeitet. 

 

Literatur 

  • Alte Städte, neue Chancen. Städtebaulicher Denkmalschutz, mit Beispielen aus den östlichen Ländern der Bundesrepublik Deutschland, Bonn 1996 
  • Achim Hubel: Denkmalpflege. Geschichte, Themen, Aufgaben. Eine Einführung, Stuttgart 2006.

Eine ausführliche Literaturliste wird zu Beginn der Lehrveranstaltung ausgegeben. 

Zielgruppe: BA Urbanistik, 2. FS

Veranstaltungsart: Seminar mit Exkursionen

Verantwortlich: Prof. Dr. phil Hans-Rudolf Meier | Dr.-Ing. Mark Escherich

Leistungspunkte: 3 ECTS

Leistungsnachweis: Referat, Beleg und regelmäßige Teilnahme

Bemerkung: Die ersten 3 Veranstaltungen 14.04., 21.04. und 28.04. finden in einer Gruppe (ca. 46 Studenten) statt, danach erfolgt die Teilung auf zwei Gruppen und zwei Tage: Dienstag und Donnerstag 

Master Seminar

Master Projekt

Titel: Den Kyffhäuser zurückerobern. Konzepte und Projekte für einen aufgeklärten Tourismus

Das Kaiser Wilhelm-Denkmal auf dem Kyffhäuser

Projektmodul

Beschreibung:

Der Kyffhäuser in Nordthüringen ist ein mythenbeladenes Gebirge, ein vielschichtiges Denkmal, eine beliebte Wandergegend und Teil einer reichen historischen Kulturlandschaft. Zugleich ist der Kyffhäuser aber auch ein Ort, nach dem seit 2015 der rechte Flügel der sog. AfD ihre jährlichen Zusammenkünfte benennt und um dessen Deutung und symbolische Besetzung zwischen erstarkten Rechtsradikalen und der demokratischen Gesellschaft gerungen wird. Im Zuge dieser Auseinandersetzungen versucht der Landkreis aktuell mit einem Realisierungswettbewerb „Geschichtsort Kyffhäuser. Neugestaltung der zentralen Eingangssituation am Kyffhäuser-Nationaldenkmal“ neue Impulse für andere touristische Gruppen zu geben. Dies allerdings ohne eigentliches touristisches Konzept und ohne die aktuellen Probleme deutlich zu benennen. Die Furcht vor den Rechten erscheint so groß, dass man offenbar hofft, sie mit Beschweigen bannen zu können. Dem wollen wir im Semesterprojekt eine Alternative entgegensetzen, in dem wir das Gebiet, das von Bad Frankenhausen bis Tilleda reicht, umfassend analysieren, daraus Konzepte eines aufgeklärten Tourismus entwickeln und die Entwurfsaufgabe dann als Teil dieses Konzeptes angehen wollen.

Sprache: deutsch

Abgabeleistungen: Theoretische Ausarbeitung der Analyse und Entwurf 

Leistungspunkte: 12 ECTS, 8 SWS

Termine: donnerstags

Studiengänge: M.Sc. Architektur, M.Sc. Urbanistik max. 15 Teilnehmende

Literatur: Zu Beginn des Semesters wird ein Semesterapparat bereitgestellt.  

Bemerkung: Die begleitende Teilnahme am Seminar „Heimatschutzarchitektur“ (Oliver Trepte M.A.) wird empfohlen. Innerhalb der Exkursionswoche (20.-24.04.) wird eine Wanderung am Kyffhäuser organisiert.

Lehrpersonen: Prof. Dr. Hans-Rudolf Meier   – verantwortlich, Dipl.-Ing. Kirsten Angermann, Dr. Mark Escherich, N. N.

Exkursion

Vilnius Exkursion

Vilnius ist die Hauptstadt Litauens und mit mehr als einer halben Million Einwohnern die größte Stadt des Baltikums. Sehr wendungsreich ist die Landes- und Stadtgeschichte und wiederspruchvoll wirken die heute existierenden Geschichts- und Erbe-Konstruktionen. Besonders prägend war die Zeit der Litauischen Sozialistischen Sowjetrepublik, deren Hauptstadt Vilnius war. Die Exkursion, die gemeinsam mit Studierenden und Lehrenden der Stadt- und Raumplanung der FH Erfurt durchgeführt wird, widmet sich vor allem den Auswirkungen der sowjetischen Ära.Die „postsozialistische Stadt“ soll politisch, sozial-räumlich und städtebaulich-architektonisch untersucht werden. Ansprechpartner vor Ort werden u. a. Vertreter der Vilnius University, der Faculty of Architecture der Vilnius Gediminas Technical University und der Stadtverwaltung sein.

Exkursionstermin: Fr. 5. bis Mi. 10.06.2020

Lehrender: Dr. Mark Escherich

Teilnehmende: 6 Master Architektur, Bachelor und Master Urbanistik

Leistungspunkte: 3ECTS, 2 SWS

Leistungsnachweis: aktive Beteiligung an Vorbereitung (Selbstorganisation gemeinsam mit Studierenden der FH) und Durchführung sowie Kurzreferat vor Ort Testat

Thesisarbeiten

Themen Master und Bachelor Thesisarbeiten

Im Sommersemester 2020 bietet die Professur Denkmalpflege und Baugeschichte folgende Themen an. Die Themen können sowohl als Bachelor- oder Masterthesis als auch als freies Semesterprojekt bearbeitet werden.

Bewerbungen bitte bis zum 13.03.2020 per E-Mail als .pdf an Cornelia Unglaub (Sekretariat Raum 123) senden. Hierfür bitte Lebenslauf, Kurzportfolio und ein kurzes Motivationsschreiben einreichen. Die Benachrichtigung zur Thesisvergabe erfolgt am 18.03.2020. 


Entwurf

• 11. Messeakademie Wettbewerb zur bauhistorischen Analyse und Entwurf zur Nachnutzung der Ruine des Prälatenhauses (um 1400) Bad Wilsnack


Wissenschaftliche Arbeiten

• Erhaltungs- und Nutzungsstrategie für den Christus-Pavillon in Volkenroda (Baujahr 2000) 

• Gedenkstätte Mittelbau-Dora - gestaltete Geschichte?

 

Infos zu den Bewerbungsmodalitäten finden Sie hier.