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Das experimentelle Radio an der Bauhaus-Universität Weimar | UKW 106.6 MHz

hinweis radiophonic-places :

Radiophonic Places

Saturday 27th of July Program

00:00-10:00

Aus dem Archiv | Teil 1

Produktionen der Studierenden und Radiogespräche des Experimentellen Radios der Bauhaus-Universität Weimar

00:06 Uhr – WAS WIR TUN – Christian Schulteisz und Maya Vieth
Aus der Reihe „Hundert Titel sagen mehr als tausend Bücher“. Ein Hörstück aus Buchtiteln der letzten Jahre.

00:14 Uhr – FERNGÄNGE – Vivien Schütz
Die Autorin sieht ihren Freund nur alle paar Monate, denn er lebt in den USA. Beide telefonieren täglich, doch reicht das aus oder geht auf Dauer etwas verloren?

01:10 Uhr – DER VERFASSUNGSSCHÜTZER – Katia Sophia Ditzler und Eunike Kramer
Eine nächtliche Begegnung mit einem betrunkenen Verfassungsschützer in der Berliner Ringbahn.

01:17 Uhr – ENTWÜRFE ZUM THEMA DRUCK – Söhnke Sofar
Im Hörstück begegnet sich der Schaffende in Form eines abstrakten Text-Klang-Konstrukts selbst, um vermeintliche Blockaden zu lösen und entdeckt dabei die ihm innewohnende Technik des dynamischen Improvisierens. Das Werk dreht sich um sich, bis das Innere hervorquillt und über sich selbst stülpt.

02:03 Uhr – KRATZZEICHEN – Johannes Hoffmann und Georg Kästle
Ein Hörspiel über das Ringen um Erinnerung, das Wieder-Erinnern und auch Vergessen-Wollen.

02:26 Uhr  – DIE WEITE WEITE SOFALANDSCHAFT – Malte Abraham und Nicholas Schönberger
Die Aufhebung der Grenzen von Arbeit und Freizeit, Büro und Wohnraum. Die Entstellung von neoliberalen Arbeitsanforderungen und deren Auswirkungen auf das Individuum bis zur Kenntlichkeit.

02:35 Uhr – ABDRIFT – Regine Elbers
Flucht aus akuter Not andersrum: von Nord nach Süd. In Westeuropa herrscht Chaos und Zerstörung nach einem Super-GAU. Die Außengrenzen werden dicht gemacht. Eine Frau versucht die Flucht aus Deutschland Richtung Afrika, zusammen mit ihrem Baby. Ihr Mann hält die Stellung in einem Radiosender. Durch einen Kernwaffen-Unfall sind Deutschland und weite Teile Europas unbewohnbar geworden.

03:30 Uhr – BREDE UND DÜRR – Heike Falkenberg und Susanne Altmann
Dürr schließt sich im Streit aus der eigenen Wohnung aus, wird im Hausflur zur Projektionsfläche der Nachbarn und  schließlich als Fremdkörper vertrieben.

03:45 Uhr – DETEKTEI FLENZER – Fabian Hapich
Ein Kriminalhörspiel von Fabian Hapich. Die Produktion des Hörspiels fand überwiegend unter der Verwendung von analoger Technik statt. Verwendet wurden unter anderem ein Tascam Porta One Mehrspur-Rekorder für Kompaktkassetten, ein SABA HiFI Stereo TG-543F Tonbandgerät sowie ein Revox A77 MK II.

04:28 Uhr – DIE RETTUNG DES HERRN P. DURCH EIN PFERD NAMENS ROSWITHA – Carola Gruber und Severin Schenkel
Seine Frau wünscht sich ein Kind von Herrn P. Doch er fühlt sich noch nicht bereit – und schiebt Panik, auch in seinen Träumen: abgetrennter Hoden, Verwandlung in einen Cyborg, Feuersbrunst … Jede Nacht durchlebt Herr P. zunehmend intensive Episoden. Seine Träume entwickeln sich zu einer Art Parallelleben. Beistand leistet ihm darin ein Pferd, das ihn eines Nachts rettet und ihm in (Tag-)Träumen wieder begegnet.

04:43 Uhr – DAS ICH ALS ICH – Elena Zieser, Maria Antonia Schmidt
Das Ich als Ich spielt mit der Idee, die kollektive Erinnerung einer Gesellschaft zusammenzuführen und durch komplexe Collagentechnik neue Zusammenhänge und fiktive Geschichten zu montieren. Im Fokus stehen die Erinnerungen an die Schulzeit, sowie an erste Grenzerfahrungen, die in der Pubertät eine tragende Rolle einnehmen.

05:41 Uhr – FRANKIERTER RÜCKUMSCHLAG – Felicitas Wetzel und Julia Schneider
Frau X und Herr Y verstricken sich in einem unlösbaren Papierstau. Der Drucker hat Probleme mit der hinteren Zugangsklappe. Dem Reißwolf gelüstet es nach einer Druckauftragsgenehmigung. Ein ganz normaler Vorgang; Montag bis Freitag. Das Hörspiel bannt auf humorvolle und überspitzte Weise ironische Situationen des Büroalltags.

05:52 Uhr – IM HINTERGUND DER WASSERHAHN – Anna Morawetz und Josephine Prkno
Eine Busfahrt an den Rand der Stadt. Der Verlust eines Menschen. Die leere Wohnung. Erinnerungen unter vierzig matten Watt. Und im Hintergrund tropft der Wasserhahn.

06:03 Uhr – NORDLICHTER – Christina Baron
Christina Baron – vielleicht ist sie der letzte Mensch. Sie weiß es nicht. Um ihre Chance zu erhöhen weitere Menschen zu finden, beschließt sie sich in einem Radiostudio einzurichten und eine Radiosendung zu machen. Woher kann sie wissen, ob sie gehört wird oder nicht? Mit stoischer Gelassenheit wiederholt sie ihren Standort und berichtet von ihren Erlebnissen in der verlassenen Welt. Einzige Gesellschaft leistet ihr eine veraltete Dauerschleife des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, die sie auf ihrem Radio empfangen kann. Ein Stück über das Radio und das Radio im Radio, über Sender und Empfänger, über Sonnenstürme, Nordlichter und mich selbst.

06:55 Uhr – LONDON – SAO PAOLO – STOCKHOLM – Mobile Radio
Radiogespräch mit dem Künstlerduo Sarah Washington und Knut Aufermann aka mobile Radio.
Sarah Washington und Knut Aufermann blicken dabei besonders auf drei ihrer radiokünstlerischen Werke, stellen sie näher vor und sprechen über die Erfahrungen, die sie mit diesen Werken gemacht haben: – Clingradio, eine wöchentliche 6-Stunden Performance auf Resonance FM in London (2002-2003) – Mobile Radio BSP, ein knapp dreimonatiges Radioprogramm im Rahmen der 30. Biennale in São Paulo (2012) – Dubbelradio, ein 24-Stündiges Programm, das auf 2 Frequenzen in Stockholm lief (2013).

07:57 Uhr – KRATZZEICHEN – Johannes Hoffmann und Yolanda Rüchel
Ein Hörspiel über das Ringen um Erinnerung, das Wieder-Erinnern und auch Vergessen-Wollen.

08:13 Uhr – WER SPRICHT? – Liquid Penguin Ensemble
Die Autorin Katharina Bihler und der Musiker Stefan Scheib sind zusammen das Liquid Penguin Ensemble und erzählen im Radiogespräch von ihren Recherchereisen zu Land und zu Kopf, von den Einsatzmöglichkeiten mobiler Wortcontainer, von Toninstallationen und Performances in echten Räumen und vor allem von den Hörspielen, die daraus entstehen. Liquid Penguin nehmen häufig wissenschaftliche oder historische Themen zum Ausgangspunkt für die Entwicklung ihrer Projekte und Hörspiele: Die Zeit oder die Schwerkraft, Taschenkrebshörhärchen und menschliche Hörtentakeln, einen Traktat aus dem Jahr 1534 von der Subtiligkait der Buchstaben und vom rechten Gebrauch unseres Mundgerüstes oder die babylonische Sprachvielfalt Europas Das Hörspiel, ein Zeitgespinst. Es vergeht, indem es gesendet wird. Während es im Äther verschwindet, taucht es in den Köpfen derer auf, die das Radio eingeschaltet haben. Wer spricht?


10:00-12:00

VERANSTALTUNG – Podcast Piraten

Radio hört nicht an der Antenne auf

Ort: Garten, Bauhausstrasse 15

Im Vortrag Podcast Piraten wird Nektarios Pappas aus Athen zu Gast sein, um über Radio in Griechenland zu sprechen. Ein kleiner Überblick von Piratenradios zu den regionalen und von den Privatsendern zu den Internet-Webradios und Podcasts.

Nektarios Pappas studierte Soziologie an der Panteion University und absolvierte die Athener Schule für Bildende Kunst.  Er war Eigentümer des Plattenladens Vinyl Microstore und Gründer des Online-Radiosenders VM Radio. Er arbeitet als Dozent bei der Stegi-Onassis Foundation mit und konzentriert sich auf Klanginstallationen und logical disagreements
im öffentlichen Raum.

Treffpunkt: 30 Minuten vor Sendebeginn vor der Universitätsbibliothek


12:00-13:00

Tonraum

Der Tonraum ist ein Ort und ein lockerer Zusammenschluss von Menschen, die Musik lieben.
Wir wollen gemeinsam das Auflegen dieser lernen und üben. Darüber hinaus sind aber auch Produzent*Innen und solche, dies es werden wollen, sowie einfach nur Leute willkommen, die Freude daran haben, neue Musik kennen zu lernen und sich mit einer Gruppe Musikvernarrten darüber austauschen wollen.

Ihr findet uns Donnerstags ab ca. 21 Uhr im Maschinenraum – 1. Stock der M18


13:00-15:00

VERANSTALTUNG – Audioflaneure

mit Kopfhörer und Telefon auf akustischer Entdeckungsreise

Ort: Beethovenplatz

Die Audioflaneure Sibylle Hauert und Michael Markert sprechen über das Spazieren, Kopfhören, die Interaktion mit dem Raum und hybride Audio-Realitäten. Mobile Geräte, Realtime-Audio-Processing und Geolokalisation machen es möglich 3D-Audiowalks zu schaffen, die nicht nur Geschichten erzählen und mit dem Außen interferieren, sondern die Hörer*innen zu Flaneur*innen machen, die mit dem Raum oder mit der Hyperrealität in Interaktion treten. 

Sibylle Hauert lebt und arbeitet in Basel, Ausbildung in Theater, Musik und Kunst (Schola Teatro Dimitri, Elektronisches Studio Basel, Master in Arts Fine Arts ZHdK)
Von 1994-1999 Mitglied der Musik und Performancegruppe Les Reines Prochaines. Weitere Performance- und Musikprojekte, u.a. mit Muda Mathis, Sus Zwick, Chris Regn, Lena Eriksson
Seit 1999 Zusammenarbeit mit Daniel Reichmuth im Bereich Neue Medien: Mediale Inszenierungen, Interaktive Installationen und Performances (u.a. instant city, TRiCKSTR, V.O.C.A.L.). Forschung im Bereich der Mensch-Maschinen-Kommunikation und ihren performerischen Qualitäten.
www.hauert-reichmuth.ch

Michael Markert ist Kybernetiker und Flaneur und arbeitet als Medienkünstler mit dem Schwerpunkt der Erforschung menschlichen Verhaltens im Raum durch den Einsatz kybernetischer Interaktionssysteme, die typischerweise immersive akustische und musikalische Aspekte nutzen, anstatt visueller Displays. Seine neuesten Arbeiten verwenden ubiquitäre mobile Geräte als Schnittstellen in den erweiterten und virtuellen Raum, während wir uns durch die physische Welt bewegen.
Michael Markert ist diplomierter Kommunikations-Designer und absolvierte ein postgraduiertes Diplom für Kunst und öffentlicher Raum der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. 2014 war er Gastprofessor an der University at Buffalo, State University of New York. Seit 2009 lehrt er an der Bauhaus-Universität Weimar, von 2015 bis 2017 und seit 2019 als Vertretung der Professur Interface Design.

Treffpunkt: 30 Minuten vor Sendebeginn vor der Universitätsbibliothek


15:00-16:00

Tonraum

Der Tonraum ist ein Ort und ein lockerer Zusammenschluss von Menschen, die Musik lieben.
Wir wollen gemeinsam das Auflegen dieser lernen und üben. Darüber hinaus sind aber auch Produzent*Innen und solche, dies es werden wollen, sowie einfach nur Leute willkommen, die Freude daran haben, neue Musik kennen zu lernen und sich mit einer Gruppe Musikvernarrten darüber austauschen wollen.

Ihr findet uns Donnerstags ab ca. 21 Uhr im Maschinenraum – 1. Stock der M18


16:00-18:00

VERANSTALTUNG – Ouir, écouter, entendre, comprendre

von der Kunst des Hörens in allen Lebenslagen

Ort: Frauenplan

Mit der Erfindung der konkreten Musik im Paris der 40er Jahre löste der Toningenieur und Schriftsteller Pierre Schaeffer eine doppelte Revolution aus: zum einen schuf er das Fundament einer technisch reproduzierbaren Musik, zum anderen rief er eine neue Theorie des Hörens ins Leben – eine Hörschule, die noch heute in der Ausbildung von Radio,- und Soundkünstlern in Weimar eine große Rolle spielt.

Im Kontext von 100 Jahre Bauhaus – 100 Jahre Radiophonie nähern wir uns in der Sendung Ouïr, écouter, entendre, comprendre der Kunst des Hörens aus unterschiedlichen Perspektiven: Welche Qualitäten unterscheidet den Hörsinn von anderen Sinnen und welche spezifischen Kulturtechniken und Medienpraktiken leiten sich davon ab? Was weiß das Ohr und wie funktioniert es im Zusammenspiel mit anderen Sinnen? Welche Rolle spielte die Harmonisierungslehre der Musikerin und Bauhaus-Meisterin Gertrud Grunow für die damalige Ausbildung am Bauhaus? Und welche pädagogische und gesellschaftliche Relevanz könnte eine Kultur des (Hin)Hörens für die Gestaltung zukünftiger Lebensräume haben?

Linn Burchert Studium der Kulturwissenschaft und Anglistik/Amerikanistik sowie Vergleichende Literatur- und Kunstwissenschaft (Uni Potsdam). 2014-2017 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Kunstgeschichte an der FSU Jena. Promotion 2018 zum Thema »Das Bild als Lebensraum. Ökologische Wirkungskonzepte in der abstrakten Kunst, 1910–1960«. Seit 2018 Mitarbeiterin am Institut für Kunst- und Bildgeschichte der HU Berlin.

Carina Pesch arbeitet als Autorin und Regisseurin von Hörstücken für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Aber auch ortsspezifische Installationen gehören zu ihrem Repertoire.
Lena Löhr erarbeitet Soundinstallationen für Museen, sowie Audiowalks und Hörstücke für den freien und  öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Dabei verwendet sie Methoden der Klanganthropologie. Gemeinsam mit Martina Weber kuratieren beide die monatliche Veranstaltungsreihe GERÄUSCHKULISSE *Hörspiel *Feature *Klangkunst.

Nathalie Singer ist seit 2007 Professorin für Experimentelles Radio an der Bauhaus-Universität Weimar, seit 2017 Vizepräsidentin für Studium und Lehre und künstlerische Leiterin der Ausstellung Radiophonic Spaces. Schwerpunkte in künstlerischer Forschung und Lehre: Radio,- und Klangkunst, Audioarchive und ihre Umsetzung in medialen Umgebungen.

Christiane Voss ist seit 2010 Professorin für Philosophie audiovisueller Medien an der Bauhaus-Universität Weimar und seit 2014 Sprecherin des Kompetenzzentrums Medienanthropologie. Schwerpunkte in Forschung und Lehre: Ästhetik, Medien-Anthropologie, Medien- und Filmphilosophie, Affekttheorie.

Alejandro Weyler (Kunst und Gestaltung, Bauhaus-Universität Weimar) untersucht die Zwischenräume und verschwimmenden Grenzen von Klang als Medium. Sein jüngstes Projekt beschäftigt sich mit dem Alltag der Stadt und dem Ortsgefühl der zuhörenden Personen in Weimar.

Treffpunkt: 30 Minuten vor Sendebeginn vor der Universitätsbibliothek


18:00-21:00

Open Call | DIY Radio Shows

18:00 Uhr – white bench red slate – Knut Aufermann, Sarah Washington und Xentos Fray Bentos“Mobile Radio hat sich mit Xentos ‚Fray‘ Bentos für eine improvisierte Hörspielübertragung von einer weißen Bank hoch oben in unserem lokalen Weinberg Ürziger Würzgarten zusammengeschlossen. Da wir nicht an das Stromnetz angeschlossen waren, war alles batteriebetrieben und drahtlos, wobei wir das 3G-Netz nutzten, um unseren Stream an unsere Host-Radiosender zu senden: Soundart Radio in Totnes, Großbritannien. Die Performance selbst war Old-School, alles musste vor einem einzigen Stereomikrofon live gemacht werden. Foley-Instrumente umfassten verschiedene Arten von Schiefer, Plastikflaschen, Stäbchen, gebogene Instrumente, iPhone Sample App, Krähen, Militärflugzeuge, Daumenklavier, fm tx und rx Feedback, Schlaginstrumente, Live-Luftbandfunk, Papier usw.“ – Knut Aufermann

18:32 Uhr – Serendipity – Jan Langhammer
Serendipity läuft jeden zweiten und vierten Sonntag 17.00 – 18.00 Uhr auf „Radio Corax 95.9“ in Halle
. Anfänglich als reine Jazz-Sendung gestartet, erweiterte sich das Spektrum mit der Zeit immer mehr in Richtung Radiokunst und experimentelle Musik. Als Teil der Radio Revolten Radio Crew kam Jan Langhammer mit vielen Künstlerinnen und Künstlern in Kontakt und entdeckte seine Liebe zur Radiokunst. Zu Gast: Die Band Spemakhein Kollektiv aus Klangkünstler*innen, die mit zum Teil selbst gebauten Instrumenten frei improvisieren und in ihren Performances sogenannte Fehler explizit mit einkalkulieren. Ein Gespräch über die Ausstellung und das Blech als neu geschaffenen Ausstellungsort in Halle mit anschließender Performance. Durch den beinahe komplett leeren Ausstellungsraum entsteht dabei eine einzigartige Raumakustik, die von den Musikern auch bewusst genutzt und in das Spiel integriert wurde.

19:00 Uhr – Rooms in your mindSol Rezza
„Meine Wahrnehmung ist nicht die Summe bekannter visueller, taktiler und auditiver Daten. Ich nehme in einer Gesamtheit mit meinem ganzen Wesen wahr: Ich fange eine einzigartige Struktur der Dinge ein, eine einzigartige Art zu sein, die alle Sinne auf einmal anspricht.“
Rooms in your mind ist ein Live-Performance-Experiment. Ein immersives Klangstück, das die Hörer*innen einlädt, den Raum auf einfachste Weise zu erleben, sich vom Klang mitreißen zu lassen und auf die Reaktionen des Körpers zu achten. Alle Aufnahmen in diesem Stück wurden live gemacht. Die Idee, dass ein bestimmter Raum in einer bestimmten Zeit klingt, ist Teil dieser Arbeit.

20:00 Uhr – Kommissar Keller von der Traubenpolizei
Ein anonymer Moselwinzer. Ein Mobilelefon. Ein paar kurze improvisierte Hörstücke.


21:00-22:00

Tonraum

Der Tonraum ist ein Ort und ein lockerer Zusammenschluss von Menschen, die Musik lieben.
Wir wollen gemeinsam das Auflegen dieser lernen und üben. Darüber hinaus sind aber auch Produzent*Innen und solche, dies es werden wollen, sowie einfach nur Leute willkommen, die Freude daran haben, neue Musik kennen zu lernen und sich mit einer Gruppe Musikvernarrten darüber austauschen wollen.

Ihr findet uns Donnerstags ab ca. 21 Uhr im Maschinenraum – 1. Stock der M18


22:00-24:00

Aus dem Archiv | Teil 2

Produktionen der Studierenden und Radiogespräche des Experimentellen Radios der Bauhaus-Universität Weimar

22:00 Uhr – BIRDS OF BUCHENWALD Jan Glöckner
Eine Stunde vor Sonnenaufgang. Viele Vögel beginnen mit ihrem morgendlichem Gesang. Um diese Zeit traten auch die Häftlinge des Konzentrationslager Buchenwald aus den Barracken zum Appellstehen. Sie stehen auf dem Appellplatz und zählen ab. Sie müssen singen. Teilweise 72 Stunden lang. Wer umfällt wird weiter bestraft. Zu dieser Szenerie singen damals wie heute die Vögel. Ich fand 2008 in einer Wohngemeinschaft in Kassel den Lagerbericht des Internationalen Buchenwaldkomitees auf einer Toilette. Ich lese den Vögeln des ehemaligen Konzentrationslagers aus diesem Buch vor und erzähle ihnen Geschichten von den Menschen die dort lebten.

23:11 Uhr – ANATOL + MELTDOWN = FALLOUT Anatol Anatol
In seiner Masterarbeit erforscht Anatol Kempker alias Anatol Atonal, die Berührungspunkte zwischen Hörspiel und HipHop und beschreibt genauestens den Werdegang einer Idee bis auf einen eigenen Musikträger.Auf einer in Eigenregie gestalteten und produzierten Vinyl Dubplate stellt der Musiker und Hörspielmacher fünf aktuelle Produktionen vor. Das musikalische Fundament für seine autobiografischen Raptexte bildet die aus der Hochschule für Musik Franz Liszt hervorgegangene Band Meltdown.

23:47 Uhr – IN DER TWAPELLEJurate Braginaite
Seit es das iPhone gibt, kann man nicht nur einfacher kommunizieren, sich besser auf der Straße orientieren, schneller abnehmen oder pünktlich die richtige Bahn erwischen. Seit es das iPhone gibt, ist auch der Weg zu Gott kürzer geworden. Wir können ihm einfach eine Videobotschaft senden. Und falls keine Antwort kommt, können wir die digitale Twitter-Kapelle betreten und gemeinsam mit anderen Menschen das Abendgebet auf unsere Handys tippen.