Konzept

In dem berufsbegleitenden Weiterbildungsstudienangebot “Bauphysik und energetische Gebäudeoptimierung” der Bauhaus-Universität Weimar, das für Architekten/Architektinnen, Bauingenieure/Bauingenieurinnen und verwandte Berufsgruppen konzipiert wurde, wird das für die Planung und Sanierung von Gebäuden notwendige bauphysikalische Wissen vermittelt. Damit wird es Ihnen unter anderem möglich sein:

  • Wärmeschutz, Energieeffizienz und Gebäudekomfort von Anfang an in den Entwurfsprozess mit einzubeziehen,
  • Akustik und Lärmschutz in Gebäuden zu bewerten,
  • feuchtebedingte Schäden zu analysieren und Gebäude schadensfrei zu planen,
  • Brandschutzkonzepte für Neubau und Sanierung zu erstellen und somit
  • Gebäude ganzheitlich bauphysikalisch zu betrachten.

Wenn Sie 12LP in einer bestimmten Fachrichtung absolviert haben erhalten Sie ein Certificate of Advanced Studies (CAS).

Wenn Sie die entsprechende Anzahl Leistungspunkte im Studiengang gesammelt haben, können Sie sich für die Masterarbeit anmelden und nach erfolgreicher Verteidigung der Masterarbeit mit dem Master of Science abschließen.

Im Rahmen verschiedener Lehrveranstaltungen und der Masterarbeit können Sie aktiv in Forschungsprojekte der Professur Bauphysik einbezogen werden und bekommen auch die Gelegenheit, in den Laboren zu arbeiten.

Mit dem universitären Abschluss "Master of Science" erlangen Sie die Berechtigung zur Promotion.

Format, Zulassung und Gebühren — des berufsbegleitenden Masterstudiengangs “Bauphysik und energetische Gebäudeoptimierung” im Überblick:

Quickfacts zum Masterstudium und den CAS
FormatFernstudium berufsbegleitend
Sprachedeutsch
AbschlussMaster of Science, M.Sc.Master of Science, M.Sc.Certificate of Advanced Studies, CAS
Umfang60 LP90 LP12 LP
Zulassungs-
voraussetzungen
erster Hochschulabschluss (HSA) und Berufserfahrung (BE) von min. 1 Jahr
HSA mit 240 LPHSA mit 210 LP
HSA mit 210 LP + min. 4 Jahre BEHSA mit 180 LP + min. 4 Jahre BE
Kosten10.795 €16.905 €2.960 €

Modulstruktur

Ein berufsbegleitendes Studium stellt eine besondere Herausforderung dar. Durch die Modulstruktur unseres Studienangebotes bestimmen Sie selbst das für Sie angemessene Lerntempo. Sie können sich für jede erfolgreich absolvierte Lehrveranstaltung eine Teilnahmebescheinigung und für bestimmte Modulkombinationen auch ein Certificate of Advanced Studies (CAS) ausstellen lassen. Wenn Sie die entsprechende Anzahl Leistungspunkte im Studium gesammelt haben, können Sie sich für die Masterarbeit anmelden.

Blended Learning

Das Weiterbildungsstudium ist als sogenanntes Blended Learning konzipiert. Es verbindet die Vorteile klassischer Präsenzveranstaltungen mit denen des online-Lernens. Auf der einen Seite bietet es die Flexibilität, Ortsunabhängigkeit und Effektivität medialer Lernformen. Auf der anderen Seite werden aber auch die sozialen Aspekte des persönlichen Kennenlernens und Miteinander-Lernens nicht vernachlässigt. Auf diese Weise bietet der Studienaufbau ein hohes Maß an Abwechslung, gleichzeitig aber auch große Freiheiten bei der persönlichen Zeiteinteilung.

Didaktik

Die Vermittlung des Lernstoffs erfolgt in jeder Lehrveranstaltung unterschiedlich. Je nach Thema und Lernziel wird der Lehrstoff durch Selbstlerneinheiten, kooperative oder diskursive Gruppenarbeit oder Projektarbeit vermittelt. Ergänzt wird das Studium durch Versuche, Messungen, Laborübungen und Software-Workshops.

  • Selbststudium
    Selbststudieneinheiten sind in der Regel in Form von Texten angelegt. Ergänzt werden sie durch Grafiken, Filme und virtuelle Labore, die zur Veranschaulichung der Lerninhalte dienen. Interaktive Selbsttests und Aufgaben mit Musterlösungen ermöglichen es, den eigenen Kenntnisstand in kleineren Schritten zu überprüfen.

    Die Zeiteinteilung ist im Rahmen des Selbststudiums weitestgehend frei wählbar. So ist es möglich, je nach Zeitbudget, bestimmte Lerninhalte vor- oder nachzuarbeiten.

     
  • Live-online Veranstaltungen
    Seminare und/oder Konsultationen finden ergänzend zum Selbststudium im virtuellen Klassenzimmer statt. Die Termine liegen auf Grund der besonderen Zielgruppe (Berufstätige) in den Abendstunden.

     
  • Gruppenarbeit
    Hier ist Teamarbeit gefragt: In Gruppenarbeiten werden zu verschiedensten Themen gemeinsam Lösungen und Hintergründe erarbeitet. In diesem Rahmen müssen Ergebnisse und Arbeitsstände innerhalb einer Gruppe, aber auch mit anderen Gruppen, kommuniziert und diskutiert werden. So werden bestimmte Themen vertieft.

     
  • Projekt- und fallbasiertes Arbeiten
    In Projektarbeiten kommt vorher erarbeitetes Wissen zur Anwendung. Theoretische und praktische Kenntnisse werden hier verknüpft und angewendet. Anhand konkreter Projekte bzw. Fälle werden so typische Planungs- und Analysevorgänge vermittelt und angepasste Lösungen erarbeitet.

     
  • Versuche, Messungen, Laborübungen und Workshops
    Workshops und Praxisseminare ergänzen verschiedene Lehrveranstaltungen, indem sie das notwendige Handwerkszeug für die Bearbeitung der Projekte vermitteln. Dazu gehören neben der Vorstellung entsprechender Software auch verschiedene Mess- und Analysemethoden. Durch Workshops und praktische Laborübungen wird so auf deren konkrete Anwendung und Funktionsweise eingegangen.

Ablauf

Der Beginn des Studiums wird durch eine Präsenzphase markiert, die einen Einstieg in die Studienthemen und die notwendigen Kenntnisse für die Arbeit mit der Lernplattform vermittelt. Sie bietet außerdem die Möglichkeit die eigene Lerngruppe persönlich kennen zu lernen. 

In der darauf folgenden Onlinephase bilden die Lernaufgaben den roten Faden einer Lehrveranstaltung. Sie organisieren den Ablauf einer Lehrveranstaltung, unterstützen durch Termine bei der Einteilung der persönlichen Lernzeit und koordinieren Selbstlern- und Gruppenarbeiten. Selbsttests und Aufgabenkorrekturen durch die Lehrenden ermöglichen es, im Laufe des Semesters den eigenen Kenntnisstand zu überprüfen.

Eine Klausur bzw. die Präsentation der Projektergebnisse am Ende des Semesters bilden den Abschluss einer Lehrveranstaltung. 

Einige Lehrveranstaltungen werden im Laufe des Semesters durch zusätzliche Präsenztermine ergänzt. Sie vermitteln auf die Lehrveranstaltung abgestimmte, praktische Fertigkeiten.


Ablaufplan-Beispiel
 

Betreuung

Verschiedenste Kommunikationsmöglichkeiten erlauben eine intensive Betreuung der Studierenden. Jede Lehrveranstaltung wird von einem Lerngruppentutor oder einer Lerngruppentutorin betreut, die sich um alle organisatorischen Fragen kümmern und für alle Fragen im Lernprozess als erste Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Außerdem wird jede Lehrveranstaltung von einer oder einem Lehrenden betreut, die bei fachlichen Fragen und Problemen zur Seite stehen.

Neben der klassischen E-Mail und dem Telefon erlauben Diskussionsforen und Plattformnachrichten nicht nur den Kontakt zwischen Lehrenden und Lernenden sondern auch innerhalb der Lerngruppen. Durch gegenseitige Hilfe und durch Unterstützung durch die Lehrenden und Lerngruppentutoren ist so schnelle Hilfe möglich.

Technik

Die technische Grundlage des Studiums bildet die Lernplattform moodle, die die erforderliche Infrastruktur zur Verfügung stellt. Sie unterstützt sowohl die Organisation des individuellen Lernens als auch das Arbeiten im Team durch ein umfangreiches Angebot an Recherche-, Kommunikations- und Verwaltungswerkzeugen. Dazu gehören neben den Lernmaterialien und Lernaufgaben auch Diskussionsforen und Pinnwände, Möglichkeiten zum Dateiaustausch sowie Big Blue Button als Tool für Live-Onlineveranstaltungen.

Die Lernplattform ist webbasiert und erlaubt so von jedem internetfähigen Computer, auf relevante Tools und Daten zuzugreifen. 

Da ein Teil der Fachsoftware nur auf Windows-Rechnern läuft stellen wir Studierenden, die andere Betriebssysteme nutzen, während der Workshops Windows-Rechner zur Verfügung.