New Urban Mobility

Nach der autogerechten Stadt

Über viele Jahrzehnte war das Leitbild der autogerechten Stadt unverrückbarer Konsens der modernen Stadtplanung. Bis heute prägt es die Räume und das Bild der Stadt. Nun zeichnet sich ab, dass das alte Leitbild seine Gültigkeit verliert und durch neue Konzepte einer urbanen Mobilität ersetzt wird.

Es vollzieht sich ein Paradigmenwechsel, der angesichts zunehmender CO²-Emissionen und einer weltweit voranschreitenden Urbanisierung unausweichlich geworden ist und einen umfassenden Stadtumbau zur Folge hat. Parkraum wird Stadtraum, Verkehrschneisen werden Boulevards, statt Lärmschutzfenstern werden Balkone gebaut.

Der mobilitätsgeleitete Stadtumbau ist ein Gewinn für die Stadt: er schafft Platz, Platz für die Bewohner, denen die Rückgewinnung des öffentlichen Raumes zu Gute kommt.

Die Professur Städtebau 1 beschäftigt sich in Lehre und Forschung mit der Frage, wie sich dieser Wandel vollzieht, wie sich Stadt und städtischer Raum durch neue Modelle urbaner Mobilität verändern.

In unseren studentischen Entwurfsprojekten geht es um die Gestaltung städtischer Quartiere, für die unter den Bedingungen einer veränderten Mobilität neue Stadträume, Strukturen und Typologien zu entwerfen sind.

 

 

Film von Fabian Polinski über den Rückbau der A4 bei Jena
Poetry and Politics of Walking - Pedestrians' Perspectives on the City, WiSe 2014/15
Nach der autogerechten Stadt - Der Bahnhof als Impulsgeber, WiSe 2013/14
Urban design and architecture for the new urban mobility, Okt. 2014
Leipzig Central - Westgelände Hauptbahnhof, WiSe 2015/16
Car Culture Cities, SoSe 2014
Space Hub Erfurt - Bahnhofsquatier am neuen ICE-Knoten, SoSe 2014
Symposium 15 April 2016: New Urban Mobility - The second stage of development