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Bachelor

Perspektive ins Foto 3

edit ~ 0 kommentare/fragen ~ 15. Nov 2019 00:00

Die Fotoperspektiven wurden mit ArchiCAD 18 konstruiert. Die Dateien sind ca 10 MB groß und zu groß für einen upload. Wer Interesse hat, diese traditionelle Perspektivekonstruktion mit CAD selbst auszuprobieren, kann die Dateien an der Professur abholen. ArchiCAD kann man bei Graphisoft kostenfrei gegen einen Studentennachweis herunterladen.

Hallo erstes Semester,

zum Konstruieren einer Perspektive in ein Foto kommen hier einige weiteres Beispiel vom EGA-Park (zurückliegender erster Entwurf). Man muss im Foto einen geometrischen Bezug für den Entwurf finden, um dort den Anschluss zum eigenen Entwurf herzustellen. In diesem Beispiel sind das die beiden roten Linien im Hochformat. Auch deren Dimensionen sollten aus dem Lageplan hervorgehen oder vor Ort gemessen werden, damit die Grössenverhältnisse des Entwurfes auch zum Standort passen. Im Querformat sind er die Mauern im Vordergrund.

Hochformat
Aus den Metadaten des Fotos konnte ich die verwendete Brennweite und das verwendete Kameramodell entnehmen. Der verwendete Sensor hat einen crop-Faktor von 4,5. Das Bildseitenverhältnis ist 3:4. Wenn man die Tangensfunktion verwendet, ergibt sich daraus ein Blicköffnungswinkel von 35° in Portraitmodus. Mit diesem Winkel rindert man im Grundriss den Augpunkt.

Die Verlängerung der linken Kante zum Horizont ergibt einen leicht zum Hauptpunkt verdrehten rechten Fluchtpunkt und damit einen weit entfernten nicht verwendbaren linken Fluchtpunkt. Das Quadratraster und der Kubus werden deshalb unter Zuhilfenahme der Diagonalenfluchtpunkte konstruiert. Auch die Höhenmasslinie bezieht sich auf die verlängerte rechte Diagonale des Kubus.

Die Höhen können alternativ auch aus dem Diagonalenfluchtpunkt der echten Kubuswand konstruiert werden. Dieser wird aus einer senkrechten Schnitebene, die durch das Auge und den rechten Fluchtpunkt gelegt wird, konstruiert. Vom Auge wird unter 45° ein Strahl mit der Bildebene verschnitten (schwarz) und dann in die Ansicht des Bildes übertragen.

Das Beispiel muss angeklickt werden und aus dem sich öffnenden Fenster gesichert werden, damit es in voller Auflösung vorliegt.

Querformat1
Der Platzhalter für den Entwurf bezieht sich auf die Mauerecke im Vordergrund. Sockel- und Dachkante schneiden sich in Verlängerung in Höhe des Horizontes, auf dem man durch verlängern der beiden Mauerkanten die Fluchtpunkte des Entwurfes findet (rot).

Da die Kamera und ihr Sensor bekannt war (Cropfaktor =4.5) ergab sich aus der benutzten Brennweite ein Blicköffnungswinkel des Landschaftsformates (quer) von 52°. Danit kann unter die Bildebene (untere Fotokante) der Sehkegel eingezeichnet werden und das Auge.

Die Fluchtpunkte auf dem Horizont werden auf die Bildebene des Grundrisses (unterer Fotorand) heruntergleitet und mit dem Auge verbunden. Unter 45° Verdrehung zu den Hauptrichtungen des Entwurfes findet man die Fluchtpunkte der Diagonalrichtungen (blau). Am Auge sind die Winkelzusammenhänge eingetragen. Die Fluchtpunkte der Diagonalrichtungen werden auf den Horizont des Bildes hochgelotet.

Mit Hilfe der Fluchtpunkte (rot und blau) wird beginnend an der rechten Mauer ein perspektives Quadratraster entwickelt. Mit einem Quadrat Abstand zur linken Mauer soll im vierten Feld von hinten ein Pavillon in Kubusform entstehen, der an drei Seiten vom Volumen eines Tragwerks umgeben sein soll.

Die Höhen ermittelt man entweder mit einer Wanddiagonalen vom Diagonalenfluchtpunkt FDO (schwarz) oder mit Hilfe der Höhenmasslinie. Um diese zu konstruieren werden aus dem Bild die unteren Punkte des Kubus zum unteren Bildrand gelotet und dort mit Sehstrahlen zum Auge zurückverfolgt.in geeignetem Masstab wirrer Grundriss des Kubus in der bereits festliegenden Verdrehungauf den zurückverfolgten Sehstrahlen positioniert und mit dem Rest des Rasters ergänzt.

Die Höhenmasslinie entsteht als Lot im Bild dort, wo die lange Aussenlinie des Rasters unter dem Foto verschwindet. Die Höhenmasse des Entwurfes müssen bezogen auf den Horizont im gewählten Masstab des Grundrisses auf der Höhenmasslinie angetragen werden.

Querformat 2

Auch in diesem Beispiel ist der Anknüpfungspunkt des Entwurfes die Treppe des Geländesprunges. Man muss wissen wie breit der Pavillon bezogen auf den Standort sein soll, hier orientiert sich die Breite am Sockel der Skulptur im Vordergrund.

Als Blicköffnungswinkel ergab sich aus den Metadaten des Bildes und den technischen Daten der Kamera 44°,18° und damit der Augpunkt des Fotografen im Grundriss. Bringt man je zwei parallele Referenzkanten (Sockel der Skulptur und Dach des ersten Ausstellungsgebäudes) zum Schnitt, so zeigt sich übereinstimmend die Lage des Horizontes. Die Bilddiagonalen schneiden einander nur wenig darunter, Der Blick war also fast waagerecht!

Die verlängerte Fluchtung der Treppe bringt den rechten Fluchtpunkt des Entwurfes. Der Fluchtpunkt wird von der Horizontlinie auf die Bildebene des Grundrisses gelotet und mit einem Sehstrahl zum Auge zurückverfolgt. die linke Entwurfsrichtung (90° zur rechten verdreht) führt zu einem unpraktischen weil weit entfernten Fluchtpunkt, den man mit den beiden Diagonalenfluchtpunkten umgehen kann.

Die Treppenstufen werden auf die untere Bildkante gelotet und mit Sehstrahlen zurückverfolgt. In einem geeigneten Masstab und so verdreht, wie es die rechte Verdrehrichtung des Entwurfes vorschreibt, wird der Standort und der Entwurf im Grundriss eingezeichnet und mit Sehstrahlen ins Bild projiziert.

Für die Höhenmasslinie wird die nach links weisende Diagonale im Grundriss bis zur Bildebene verlängert und als Höhenmasslinie in das Bild hochgelotet. Die Höhe von Grund und Deckfläche wird auf der HML bezogen auf den Horizont im für den Grundriss gewählten Masstab angetragen und mit FDL (Fluchp. der Diagonalen lins) auf den Kubus übertragen. Alternativ kann man FDO (Fluchtpunkt der Diagonalen oben) verwenden wie bei Querformat 1.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Andreas Kästner

Vorlesung Einführungskurs 2019

edit ~ 0 kommentare/fragen ~ 14. Okt 2019 14:00

Startvorlesung in den Einführungskurs 2019
Zeichnung: Prof. A. Kästner

Tips zum Freihandzeichnen

edit ~ 0 kommentare/fragen ~ 14. Okt 2019 13:00

Bild_01.jpg Bild_02.jpg Bild_03.jpg Bild_04.jpg Bild_05.jpg Bild_06.jpg Bild_07.jpg

Hallo Studierende des ersten Semesters,

hier finden Sie weitere nützliche Hinweise und Hilfestellungen für das freihändige messende perspektive Zeichnen.

mfG. Prof. Andreas Kästner

Zeichenhinweise Einführungskurs 2018

edit ~ 3 kommentare/fragen ~ 14. Okt 2019 11:00

Hallo Einführungskursteilnehmerinnen und -teilnehmer,

für die ersten Schritte beim Architekturzeichnen können einige kommentierte Zeichnungen hilfreich sein. Klicken Sie auf die Beispiele und ziehen Sie diese auf den Schreibtisch. Viel Spass beim Erforschen der Zeichnungen wünscht

Prof. Andreas Kästner

Die Stadt in der Landschaft

edit ~ 0 kommentare/fragen ~ 14. Okt 2019 10:00

Weimar vom Ettersberg gesehen Belvederer Allee vom Parkplatz Belvedere Belvederer Allee vom Parkplatz Belvedere Belvederer Allee vom Parkplatz Belvedere2

Das schwierigste zuerst! Die Landschaft enthält natürlich alle Themen mit kleinerem Masstab. Nachdem Blickausschnitt und die Entscheidung über Hoch- oder Querformat gefallen ist, werden die wichtigsten Tiefenschichtungen eingemessen. Es geht um eine perspektive Abstraktion der Landschaft als Netzwerk.

Jeder Feldrain, jeder Verkehrweg, jeder Wechsel in der Oberflächenbeschaffenheit ist geeignet, Linie in diesem Netzwerk zu werden. Die eher frontal erblickten Grenzen sind dabei leichter zu entdecken als die kurzen in die Tiefe verlaufenden Grenzen.

Wenn es dann noch gelingt, den perspektiven Fächer zu zeigen, den die in die Tiefe orientierten Linien miteinander billden, und die tendenzielle Dickenzunahme der frontalen Schichtungen vom Horizont in Richting Vordergrund, ist as Raumgerüst der Landschaft gut gestrickt.

Die unterschiedlichen Strukturen der beteiligten Areale sind bewegte Feldfurchen, Gebäuseteile-Grün-Muster, Baumallen, die Strassen und Bächen folgen und müssen das Netzwerk der Landschaft mit mehr oder weniger grafischer Dichte füllen.

Die Dächer der Stadt

edit ~ 0 kommentare/fragen ~ 14. Okt 2019 09:00

Altstadt Weimars vom Archiv der deutschen Klassik gesehen Jakobskirche Theaterplatz

Der Blick auf die Stadt aus erhöhter Position zeigt die Gebäude im Vordergrund dreidimensional und sehr plastisch. In Richtung Hintergrund verweben sich die Strukturen aus Bäumen und Häusern immer mehr zu einem Muster, das man integral auffassen sollte, die Einzelobjekte gehen in der Struktur unter.

Strukturen und Schraffuren sollten überlegt gesetzt werden, damit die Zeichnung ein kontrastreiches Gefüge aus stärker und weniger stark bearbeiteten Arealen bleibt.

Strassen und Plätze

edit ~ 0 kommentare/fragen ~ 14. Okt 2019 08:00

Freihandzeichnen in der Schützengasse Frauenplan Seifengasse

Beim Blick in einen Strassen- oder Gassenraum kann die Frage nach deren Raumvolumen oder Proportion hilfreich sein. Befinden sich Eingangsrechteck und Ausgangsrechteck in korrekter Position zueinander, ist der Grundstein für eine erfolgreiche Zeichnung gelegt.

Manchmal reicht auch schon ein etwa mittig eingemessener Strassenquerschnitt, von dem aus nach vorn oder in die Tiefe des Bildes hinein gezeichnet werden kann.

Innenräume

edit ~ 0 kommentare/fragen ~ 14. Okt 2019 07:00

Musikgymnasium Weimar Nebentreppe Hauptgebäude

Für die Wahrnehmung von Innenräumen spielt die korrekte Lage des Horizontes (Augenhöhe) eine besonders wichtige Rolle. Der Unterschied zwischen sitzender und stehender Zeichenposition ist in der Zeichnung sofort an der Höhe erkennbar, die bekannte Bauteile einnehmen (Brüstungen, Fenster- und Türhöhen).

Auch hier lohnt es sich, über Hoch- oder Querformat nachzudenken, bevor man mit der Zeichnung beginnt und natürlich steht auch hier die Frage nach frontaler Sicht oder Übereckperspektive.

Entscheidend für einen überzeugenden perspektiven Vortrag ist die Arbeit mit Hilfslinien ohne die in den gezeigten Beispielen weder die Fenster mit ihren Unterteilungen (Sprossen) noch die sich schraubenförmig windende Treppenwange gelingen kann.

Zeichenexkursion zu den Dornburger Schlössern

edit ~ 0 kommentare/fragen ~ 12. Feb 2019 11:05

Dornburger Schlösser Zeichenausrüstung Zeichnungstypologie

Zweite Exkursionsankündigung (im Moment in Arbeit)
Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer, liebe Gäste,

unsere diesjährige Zeichenexkursion findet über Pfingsten statt (07. 06. - 10. 06.). Wir werden zu den Dornburger Schlössern reisen und haben Übernachtung in Dorndorf, im Saaletal zu Füssen der Schloßanlagen, bestellt. Zu Pfingsten finden in den Dornburger Schlössern die "Thüringer Schlössertage" statt und ich wurde gebeten, interessierten Besuchern dieser Veranstaltung die Möglichkeit einzuräumen, mit uns zu zeichnen.

Mehrere Mitarbeiteinnen und Mitarbeiter der Professuren Darstellungsmethodik und Bauformenlehre werden an der Exkursion teilnehmen, so daß auch die gute Betreuung einer grösseren Gruppe (incl. Gäste) möglich sein wird. Unsere Exkursionsteilnehmerinnen und -teilnehmer werden freien Zugang in die Schlossanlagen erhalten.

Angesichts der landschaftlich exponierten und historisch aufgeladenen Situation zeichnen sich bereits einige zeichnerische und geschichtliche Aufgabenstellungen ab:

Blick auf die Schlossanlagen von Dorndorf aus:
Dies könnte eine schöne Abendbeschäftigung sein am Tag unserer Ankunft.

Blick von den Schlossmauern und Weinterrassen ins Saaletal
Wir werden sehen, wie wir am Morgen mit dem Gegenlicht zurecht kommem! Sonnenbrille nicht vergessen!

Dorndorf eingebettet ins Saaletal
Das Geflecht von Wasseradern, Bahntrassen und Strassenwegen folgt dem engen Tal und Verbindet als Netzwerk die umgebenden Ortschaften miteinander

Drei Schlösser und ihre Zugänge
Altes Schloss, Renassanceschloss und Rokokoschloss zeigen sich in unterschiedlichen räumlichen Situationen jeweils auf ihre eigene Weise und sind aus unterschiedlichen Entfernungen wahrnehmbar. In einer Skizzenfolge kann dies protokolliert werden.

Der Baumsaal:
Rechts vom Rokokoschloss ist ein von Bäumen überschattetes Gartenareal, das immer mal den Blick auf die Landschaft freigibt, eine spannende Herausforderung für den Zeichner das ganz Nahe und ganz Ferne sich in einer Zeichnung begegnen zu lassen!

Auf der Bastion:
Die fünfeckige Kavalierbastion kann nicht nur einen spannenden Blick ins Tal und zwei interessante Seitenblicke auf die Blumen und Weinreben bieten, sondern enthält für die ganz Wagemutigen auch einen Himmelsblick auf die Talfassade des Rokokoschlosses.

Der Landschaftsgarten:
Oberhalb des Rokokoschlosses und des Renaissanceschlosses lädt ein kleiner Landschaftspark mit bequemen Bänken den Zeichner zu einer mittäglichen Skizze ein.

Gärten am Rokokoschloss:
Gartenarchitekturen wie Rosen- und Laubengänge mit vielen in Szene gesetzten Skulpturen oder Büsten wollen uns herausfordern, mit der Struktur des durch die Schere des Gärtners gebändigten Naturform von Hecken und Buchsbäumen u. m. die Anmutung von gewachsenen Architekturen zu erzeugen.

Die Allee zwischen Altem und Rokokoschloss

Neben den hier kurz anklingenden zeichnerischen Themenstellungen sollten sich die Exkursionsteilnehmer auch auf einen Kurzvortrag mit Bezug auf die Geschichte des Ortes und der darin agierenden Persönlichkeiten vorbereiten. Die dafür erforderlichen Bilder und Texte könnten im besten Fall in einem Exkursionsreader zusammengefasst werden, der jedem bei Exkursionsbeginn zur Verfügung steht.

Bleibt die Frage nach der Ausrüstung, für die an dieser Stelle noch einmal die bekannte Folie als Bild hochgeladen wird. Ein Aushang mit Einladung zu einem Treffen wird bald folgen.

Mit freundlichen Grüssen
Prof. Andreas Kästner

Zwischenkritik erster Entwurf

edit ~ 0 kommentare/fragen ~ 22. Jan 2019 12:04

Konzepte Gruppe A Konzepte Gruppe A/B Konzepte Gruppe A/B Konzepte Gruppe B Gruppe D Gruppe D Gruppe C Gruppe C Modelle Gruppe A Modelle Gruppe A

Zur Zwischeninspiration Fotos und Skizzen von der Zwischenkritik

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