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Sanctuary Policy? It’s just the smart thing to do… Vortrag zu politischen Effekten von Sanctaury Cities

Am 1.11.2018 war Janika Kuge, aktivistische Forscherin im Bereich kritische Migrationstheorie, zu Besuch in Weimar und sprach über Sanctuary Cities. Sie promoviert in Freiburg und engagiert sich im Netzwerk Solidarity Cities. Der öffentliche Vortrag fand im Rahmen des studentischen Seminars „Die Stadt und das EU-Grenzregime“ statt.

Was haben New York City, Riace, San Francisco, Barcelona und Chicago gemeinsam? Staatsbürgeschaft ist in diesen Städten eine Nebensache: zusammen mit über 500 anderen Städten, Dörfern und Landkreisen weltweit haben sie solidarische Stadtgesetze implementiert, die ihre Einwohner_innen vor Abschiebungen schützen. In diesen Städten wird allen Einwohner_innen gleichsam der Zugang zu öffentlichen Einrichtungen ermöglicht. Damit stehen die städtischen Gesetze aber im Widerspruch mit nationalen Gesetzen, die auf Basis von Staatsbürgerschaft und Migrationsstatus diesen Zugang eigentlich verbieten oder stark einschränken. Trotz dieses Verbots entscheiden sich immer mehr Städte dazu inkludierende Gesetze zu verabschieden und so den Aufstand gegen nationalstaatliche Migrationsgesetze zu proben. Was steckt dahinter? Der Vortrag wird sich den Ursprüngen und der Geschichte der Bewegung der „Solidarity oder Sanctuary Cities“ widmen und die politischen Effekte aufzeigen, die dieses Phänomen auslösen.

Mehr zum Tehma:
https://solidarity-city.eu

Technik: Konrad Behr

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