Zwischen imposanter Infrastruktur, industrieller Fertigteilproduktion und innovativem Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen konnten die Studierenden im Rahmen der Exkursion einen abwechslungsreichen Querschnitt durch die moderne Baupraxis erleben.
Als Auftakt wurden unter Leitung der Autobahn GmbH Autobahnbrücken zwei Autobahnbrücken entlang der A38 besichtigt: die Tyratalbrücke, eine beeindruckende Talbrücke in Stahl-Verbundbauweise, und die Friedetalbrücke, einer Spannbetonbrücke mit gevoutetem Hohlkastenquerschnitt. Neben der Besichtigung beider Brücken konnte den Studierenden an den externen Spanngliedern eine schwingungsbasierte Ermittlung der vorliegenden Vorspannkraft mittels Smartphones demonstriert werden. Hierzu wurde die am Lehrstuhl entwickelte Software MOSAIC genutzt.
Am Nachmittag stand das Fertigteilwerk der HABAU Deutschland in Heringen/Helme auf dem Programm. Hier wurde deutlich, wie Massivbauteile unter industriellen Bedingungen gefertigt werden: vom Biegen der Bewehrung über den Betoniervorgang bis zur Qualitätssicherung und Logistik. Weiterhin wurde ein Einblick in aktuelle Forschungs- und Entwicklungsarbeiten gegeben und zukünftige Trends im Betonfertigteilbau vorgestellt.
Den Abschluss bildete ein ganz anderer Ansatz des Bauens: das Strohhaus im Niedergrunstädter Weg in Weimar. Als Beispiel für nachhaltiges und ressourcenschonendes Bauen steht es für die wachsende Bedeutung nachwachsender Baustoffe im zeitgenössischen Hochbau.

