1qm‐Forschung: Vom Etwas ins Alles.

Übung zur Aufnahme einer gestreuten Verbundenheit mit der Welt

Sucht euch gemeinsam ein Stück Erdoberfläche, das euer Interesse weckt. Legt zwei Meterstäbe so aus, dass sie darauf einen Quadratmeter umgrenzen. Wie (und evtl. von wem) sind diese Dinge innerhalb dieses Quadratmeters gestaltet? Und wie sind diese Dinge mit dem Außen des Quadratmeters, mit der Welt verbunden?

Die künstlerische Versuchsanordnung der 1qm-Forschung wurde von Claudia Hummel 2007 anlässlich einer Einladung zu einem Workshop der künstlerischen Kunstvermittlung entwickelt.
Der Workshop war Teil des Rahmenprogramms der Ausstellung „Walden #3 – oder das Kind als Medium“ im Kunsthaus Dresden, in welcher die Spuren der Reformpädagogik in der zeitgenössischen Kunst, der Kunstpädagogik und der Kunstvermittlung untersucht wurden. Seither wurde die Methode der 1qm-Forschung viele Male eingesetzt, variiert, weitergegeben und von auch von anderen weiterentwickelt.

An Beispielen aus vergangenen Quadratmeterforschungen wird im Vortrag das Relationsnetz zwischen anwesenden Dingen, teilnehmenden Akteur_innen, räumlichen sowie gesellschaftlichen Kontexten und der moderierenden Person untersucht. Dabei kommen diverse Kunstbegriffe, unterschiedliche Wissensformen und die Wahrnehmung der Wahrnehmung zur Sprache. Zudem wird der Versuch unternommen, einige Diskurse, mit welchen sich die Methode verknüpft, in den Blick zu nehmen. Der Bogen spannt sich dabei vom konstruktivistischen Lernen über ästhetische Bildung und künstlerische Forschung bis hin zur Dingpolitik.

Quelle

Claudia Hummel: Handout »Stichworte 1qm-Forschung Zürich 070913«. http://www.missinglink2016.de/ref/hummel.html [Abruf 03.04.2025]

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beigetragen am 03.04.2025