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Zahl 30 als Symbol für das Namensjubiläum der Bauhaus-Universität Weimar

Abschluss

Master of Science (M.Sc.)

Fakultät

Architektur und Urbanistik

Regelstudienzeit

4 Semester

Sprache

Englisch

Bewerbungsverfahren

Sichtung der Bewerbungsunterlagen

Bewerbungsfrist

Wintersemester: bis 25.06.2027

Digital denken. Räume gestalten. Zukunft erforschen.

Kaum ein Bereich unserer Lebenswelt ist nicht von der Digitalisierung betroffen oder gar herausgefordert. Architektur und Design sind dadurch vor massive Herausforderungen gestellt, einerseits, da entwerferische Konzepte, Methoden und Praktiken zunehmend von neuen digitalen Technologien durchdrungen werden und diese von „innen heraus“ verändern, und andererseits, indem sich Fragen nach dem disziplinären Selbstverständnis, nach der gesellschaftlichen Dimension, und schlussendlich nach der Transformation der Lebenswelt insgesamt stellen.

Sie interessieren sich für das Spannungsfeld zwischen Architektur, Design und digitalen Technologien? Sie haben eine Affinität zu digitalen Anwendungen und Methoden und möchten innovative Ansätze umsetzen? Der fakultätsübergreifende englischsprachige Masterstudiengang "Digital Technologies in Architecture and Design" bietet hierfür mit seinen experimentellen und praxisrelevanten Forschungsfeldern spannende Tätigkeitsbereiche in einem projektorientierten Studium.

Digital Technologies in Architecture and Design

Der Masterstudiengang „Digital Technologies in Architecture and Design“ (M.Sc.) zielt unmittelbar auf den Einfluss digitaler Technologien auf die gestalterische Praxis. Der Studiengang ist entsprechend anwendungsorientiert und fakultätsübergreifend konzipiert und konzentriert sich auf die Durchdringung und Vermittlung innovativer digitaler Technologien sowie deren Wechselwirkung mit gesellschaftlichen Entwicklungen, Diskursen und Bedarfen (kulturellen, politischen, ökonomischen, ökologischen usw.). Die Absolvent*innen werden in die Lage versetzt, mit neuen digitalen Technologien umzugehen, diese zu durchdringen und interdisziplinär in Anwendung zu bringen. Dazu gehört es, digitale Innovationen in den Bereichen Bau, Planung, Medien und Gestaltung zu entwickeln sowie mit kuratorischen oder administrativen Bereichen zu verknüpfen. Die Lehre integriert dabei wissenschaftliche und wirtschaftliche Perspektiven, die darauf abzielen, innovative digitale Konzepte bis zur Unternehmensgründung in den Bereichen Nachhaltigkeit und Transformation voranzutreiben.

Der 4-semestrige Vollzeit-Masterstudiengang ist englischsprachig und international ausgerichtet und startet jährlich zum Wintersemester. Auch deutschsprachige Lehrangebote werden angeboten. Kern ist die teambasierte und anwendungsorientierte Projektarbeit. Hierzu widmen sich die Studierenden wechselnden Themen zu neuen digitalen Technologien aus unterschiedlichen Forschungs- und Anwendungsbereichen für interdisziplinäre Entwurfs- und Umsetzungsprozesse. Dabei entwickeln sie grundlegende digitale und gestalterische Kompetenzen und Fertigkeiten, eigene Ausdrucksweisen und Gestaltungsansätze (digital literacy). Hinzu kommen weitere diskurspraktische und methodische Angebote zur kritischen Verortung der untersuchten Innovationen. Medialen, experimentellen, transformativen, nachhaltigen und sozialen Aspekten gilt ein besonderes Interesse. Hierbei spielen aktuelle Themen eine Rolle wie: (i) creative digital explorations, (ii) transformative technologies, (iii) collective experiences, (iv) intelligent sys- tems, oder (v) digital sustainability.

Der Studiengang ist an der Fakultät Architektur und Urbanistik am Institut für experimentelle Architektur (bauhaus.ifex) angesiedelt, dessen Profil sich insbesondere experimenteller und anwendungsorientierter Forschung widmet. Durch die wesentliche Beteiligung der Fakultät Kunst und Gestaltung, sowie der Fakultät Medien bietet der Studiengang eine hohe Interdisziplinarität. Entsprechend lehren Professuren aller drei Fakultäten, bringen ihre spezifischen fachlichen, methodischen und didaktischen Kompetenzen in den Studiengang ein und formen so eine offene, kollektive wie interdisziplinäre Studienkultur.
 

Forschung

Mediacity Weniger Mehr lesen

Mediacity

Innerhalb des Projekts soll untersucht werden, in welcher Weise durch die sich ständig weiter entwickelnden Informations- und Kommunikationstechnologien sich neue Möglichkeiten der räumlich orientierten Nutzung ergeben. Drei Themengebiete werden zentral bearbeitet werden: a. Wissensorientierte lokale Ökonomien und städtische Gesellschaften; b. Nutzung neuer Medien in der Praxis von Architektur, Stadtplanung, Flächen- und Raumplanung sowie c. notwendige politische und soziale Voraussetzungen für den sozial ausgewogenen Gebrauch der neuen Technologien.

Ziel von Mediacity ist die langfristige Etablierung dieser Forschungsfelder in der Ausbildungs- und Forschungslandschaft in Europa. Aus diesem Grunde hat die Europäische Kommission im Rahmen des Marie Curie-Programms „Transfer of Knowledge“ der Bauhaus-Universität Weimar ca. 0,6 Mill. Euro zur Verfügung gestellt. Mit diesen Mitteln soll gewährleistet werden, dass der neue Forschungs- und Ausbildungsschwerpunkt in drei Phasen etabliert werden kann: Schaffung einer Wissensbasis, Erprobung von konkreten Forschungsansätzen in lokalen und regionalen Projekten und die universitäre Institutionalisierung. Die drei Phasen sollen durch die Unterstützung von sechs international renommierten Wissenschaftlern aus den drei integrierten Forschungsbereichen (Architektur, Medien, Stadtforschung) angeschoben werden. Über den Masterstudiengang MediaArchitecture und ein entsprechendes Doktorandenprogramm wird die Institutionalisierung des Schwerpunktes Mediacity anvisiert. Zur Umsetzung des Vorhabens und zur langfristigen Etablierung wird ein Institut geplant. Ziel ist eine enge Verknüpfung von praxisorientierte Forschung und Ausbildung sowie deren Anbindung an die internationalen Entwicklungen auf dem Gebiet der neuen Medien. Kernstück des Projektes ist daher die Anwerbung von international anerkannten Experten auf den Forschungsgebieten (E-City, Architecture by Media und Knowledge Economy).

Das Projekt wird von Seiten der Architektur durch Prof. Dipl.-Ing. Dipl.-Des. Bernd Rudolf und auf Seiten der Medienwissenschaften von Prof. Dr. sc. hum. Jens Geelhaar geleitet. Die Stadtforschung wird von Jun.-Prof. Dr. Frank Eckardt eingebracht, der auch die Projektkoordination vertritt.

The Barracks: Utopia of modernity and biopolitical practice Weniger Mehr lesen

The Barracks: Utopia of modernity and biopolitical practice

Die transportable Baracke ist eine signifikante Gebäudeform der Moderne, in ihr überlagern sich gesellschaftliche, technologische und kulturelle Koordinaten dieser Epoche. Ihr modulares Konstruktionsprinzip und der damit verbundene Anspruch auf universelle Nutzbarkeit z.B. als Lagerarchitektur sind nur einige Stichworte dafür. Die Baracke hat den politischen Raum der Moderne in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entscheidend mitgeprägt. Bei militärischen und zivilen Mobilmachungen war sie ebenso wenig verzichtbar wie bei biopolitisch motivierten Festsetzungen großer Menschengruppen für begrenzte Zeit. Aber nicht nur für Soldaten, Gefangene, Vertriebene oder Katastrophenopfer diente die Baracke als Behausung. Mit diesem Gebäudetyp verbinden sich auch viele andere Nutzungen, etwa als Kinosaal, Kurheim, Verwaltungsbüro oder als Repräsentationsarchitektur des deutschen Kaisers.

Das Projekt fragt nach dem Einfluss, den die Baracke auf die Konstituierung des politischen Raumes der Moderne hatte. Es wird sich dem komplexen Gegenstand über die konkrete Geschichte der weit verbreiteten Doecker-Baracken nähern, die die Firma Christoph & Unmack (Niesky) hergestellt hat. An Beispielen aus der umfangreichen Produktpalette von Europas größter Holzbaufirma lassen sich wichtige Konzepte der Moderne diskutieren und theoretisch fundieren. Fragen nach Sozialfürsorge und Sozialkontrolle, Sicherheit und Ordnung, Hygiene und Bio-Politik spielen dabei ebenso eine Rolle wie Architektur als normiertes und serielles Produkt.

Digital Museum Oßmannstedt Weniger Mehr lesen

Digital Museum Oßmannstedt

Im Rahmen der Restaurierung des Wielandgutes Oßmanstedt soll ein digitales Museum in die Ausstellung integriert werden. Der Einsatz von digitalen Medien ist so geplant, dass die Technik hinter dem Werk zurücktritt und sich aus der Wahrnehmung des Benutzers verflüchtigt und somit die gewachsene Aura des Ortes gewahrt wird. Der Besucher erhält als Konsequenz personalisierte, tragbare Informationsgeräte in Form von PDAs. Diese unterbreiten ein Angebot in Abhängigkeit von der Bewegung des Besuchers im Raum oder seiner aktiven Eingabe. Dadurch wird der Raum erlebbar gestaltet. Bleibt der Besucher an dafür eigens bestimmten Orten stehen, so erhält er hier die spezifische Nachricht abhängig von seinem Interessenniveau welches er vorgibt. Inhalte der Informationsgestaltung – Text, Video, Audio – lassen sich individuell archivieren und auf Wunsch mit nach Hause nehmen (Druck, Brennen einer CD).

Die Umsetzung erfolgt mit Mitteln der Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen und wird co-finanziert durch das von der EU geförderte Projekt Hermes (Heritage and New Media for Sustainable Regional Development).

Projektleitung:
Prof. Dr. sc. hum. Jens Geelhaar, Professur Interface Design

Instant Messenger infrastructure Weniger Mehr lesen

Instant Messenger infrastructure

Instant Messenger Anwendungen unterstützen informelle und spontane Kommunikation zwischen eingeloggten Benutzern/Benutzerinnen. In diesem Projekt soll eine Client-Server-Infrastruktur für Instant Messenging konzipiert und implementiert werden. Dazu werden zu Beginn in einer Seminarreihe einige bereits verfügbare Instant Messenger betrachtet (insbesondere die Stärken und Schwächen deren Funktionalität und Benutzungsschnittstellen sowie Implementation).Dann wird ein Konzept für eine offene Infrastruktur erstellt, welches schließlich sowohl Server- als auch Client-seitig implementiert wird.

In einem zweiten Schritt soll die entstandene und auf Java basierende Infrastruktur konzeptionell ausgebaut und weiterentwickelt werden. Besondere Schwerpunkte sind hierbei die Darstellung von Kontakten und deren Verfügbarkeiten, die Benachrichtigung von Online-BenutzerInnen und die Multiprotokollfähigkeit - also der Möglichkeit, über verschiedene Protokolle mit anderen Instant Messengern (wie z. B.: ICQ) zu kommunizieren. Weitere wichtige Aspekte sind die Sammlung von Daten über die Aktivitäten der BenutzerInnen am Computer, um die Benutzer entsprechend Ihrer aktuellen Situation mit den richtigen Informationen versorgen zu können.

Dieses Forschungsprojekt hat daher u.a. als Ziel, Plugins für die bestehende Infrastruktur zu entwickeln, welche Informationen aus dem Betriebssystem und den Anwendungen über die BenutzerInnen sammeln und analysieren. Besondere Aspekte sind hierbei u.a. Multi-Hierarchy Logging und Native Extensions in Java.

Projektleitung:
Prof. Dr. Tom Gross, Professur Computer Supported Cooperative Work (CSCW)

Sens-sation Weniger Mehr lesen

Sens-sation

Anhand von Sensoren können in einem Raum die Helligkeit, Bewegung, Temperatur usw. erfasst werden. Basierend auf diesen Informationen kann der Zustand des Raumes beschrieben werden und daraus wiederum wichtige Informationen über den aktuellen Zustand eines Raumes und den Stand des Kooperationsprozesses abgeleitet werden (z.B.: ein Benutzer befindet sich gerade in seinem Büro oder in einem Besprechungszimmer findet gerade eine Besprechung statt).

In diesem Projekt sollen Kenntnisse im Ubiquitous Computing vertieft werden und eine Client-Server-Infrastruktur zum Steuern von Sensoren sowie Abfragen und Darstellen von Sensoreninformationen entwickelt werden. Der Server soll dabei verschiedene Schnittstellen unterstützen, insbesondere eine Schnittstelle für mobile Endgeräte.

In einem zweiten Schritt soll die entstandene Infrastruktur konzeptionell ausgebaut und weiterentwickelt werden. Besondere Schwerpunkte liegen dabei auf der semantischen Auswertung von Sensordaten und Heuristiken zur Situationserkennung sowie auf der Gestaltung einfacher Benutzeroberflächen für die Ansteuerung der Sensoren.

Projektleitung:
Prof. Dr. Tom Gross, Professur Computer Supported Cooperative Work (CSCW)

Projektarchiv

Datum

Coworking Space

Coworkingspaces stellen Arbeitsplätze für Büroarbeiter bereit, die im Grunde genommen in der eigenen Wohnung arbeiten könnten, da die Entwicklungen neuer Medientechnologien (Internet, Mobiltelefon, Laptop) sie unabhängig von einem fest zugewiesenen Arbeitsplatz gemacht haben. Trotzdem verorten die dort arbeitenden Menschen – entgegen den technischen Möglichkeiten – ihre Arbeit wieder an einen bestimmten Punkt‚ weil die alternative 'Heimarbeit‘ dazu führt sozial zu verarmen und Ablenkungen in der eigenen Wohnung oft eine unstrukturierte Arbeitsweise (Prokrastination) nach sich ziehen.

Coworkingspaces stellen Arbeitsplätze für Büroarbeiter bereit, die im Grunde genommen in der eigenen Wohnung arbeiten könnten, da die Entwicklungen neuer Medientechnologien (Internet, Mobiltelefon, Laptop) sie unabhängig von einem fest zugewiesenen Arbeitsplatz gemacht haben. Trotzdem verorten die dort arbeitenden Menschen – entgegen den technischen Möglichkeiten – ihre Arbeit wieder an einen bestimmten Punkt‚ weil die alternative 'Heimarbeit‘ dazu führt sozial zu verarmen und Ablenkungen in der eigenen Wohnung oft eine unstrukturierte Arbeitsweise (Prokrastination) nach sich ziehen.  

Ein Coworkingspace soll, im Gegensatz zu 'Heimarbeit', durch seine Beschaffenheit ein motivierender, inspirierender Ort sein, der soziale Kontakte beruflicher und privater Natur befördert. Vorrangiger Gedanke scheint nun nicht mehr die reine Verfügungstellung von Raum zu sein, sondern die Atmosphäre einer solchen Arbeitsstätte.  Die Erzeugung unterschiedlicher Stimmungsräume, die das arbeiten, kommunizieren, ausruhen usw. befördern, werden durch multisensorische Stimuli (Geometrie, Licht, Ton, Geruch, haptische Elemente, Temperatur, Windgeschwindigkeit usw.) bestimmt. Dieses synästhetische „Megamedium der Umweltgestaltung” (Ötsch) erfordert ein ‚medienarchitektonisches‘ Verständnis. Der Entwurf dieses Prototyps eines Coworkingspace‘ erkundet planerische Rahmenbedingungen in diesem Sinne."

Fragen zum Studium?

Dipl.-Ing. (FH) Philippe Schmidt M.Sc.

Koordinator

Dr.-Ing. Reinhard König

Lehrstuhlinhaber (komm.)

Annett Wagner

Administration

Campus

Leben und Studieren in Weimar

Fragen zur Immatrikulation?

Dezernat Studium und Lehre

Prüfungsausschuss Master DTAD