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Bauhaus
Spring
School
11.03. – 20.03.2027

On Site with More-than-Humans

On Site with More-than-Humans

Die alte Gärtnerei in Hohenleuben (Thüringen) gehört zu den vielen leerstehenden Gebäuden im ländlichen Raum Ostdeutschlands - ein Erbe der postsozialistischen Transformation. Seit 2023 wird der Ort durch den Anbau von Spezialitätentee neu belebt. Dafür findet eine biologisch-permakulturelle Methode Anwendung, die an den Klimawandel angepasst ist.

Im Zentrum des Reaktivierungsprozesses stehen Fragen der Bodenqualität und -fruchtbarkeit sowie ein vertieftes Verständnis der Pflanzen selbst, mit dem Ziel, optimale Bedingungen für den Tee zu schaffen. Dieser dient als Ausgangspunkt für neue Wertschöpfungsketten und Formen des Zusammenlebens. Neben Anbau und Vertrieb von Qualitätstee werden langfristig auch bauliche Ziele für den Standort verfolgt: die Restaurierung einer Holzscheune, eines intakten Erd-Gewächshauses sowie die Instandsetzung der Überreste eines zweiten für die Teeproduktion. Die Restaurierung soll darüber hinaus zur sozialen Wiederbelebung des Ortes beitragen.

Da das Gelände seit Jahren brachliegt, hat es sich inzwischen zu einem Lebensraum für vielfältige Flora und Fauna entwickelt und wird heute von zahlreichen nicht-menschlichen Akteur*innen bewohnt. Diese Akteur*innen als Teil des räumlichen Kontexts und seiner Entwicklung ernst zu nehmen bedeutet, Planungs-, Gestaltungs- und Bauprozesse entsprechend anzupassen. Vor diesem Hintergrund und auf Grundlage des more-than-human-Konzepts erkundet der Kurs ko-kreative Entwicklungsperspektiven und fragt nach Formen der Ko-Existenz zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Akteur*innen an der Gärtnerei in Hohenleuben:

Welche nicht-menschlichen Akteur*innen lassen sich vor Ort finden? Mit welchen Methoden und „Kommunikationsformen" lässt sich mit ihnen in Austausch treten? Welche neuen Perspektiven eröffnen sich, wenn wir den Ort als (zukünftige) Heimat für mehr als nur den Menschen denken? Was bedeutet das für den Umgang mit den ungenutzten baulichen Strukturen? Und wie lassen sich diese neu gewonnenen Perspektiven sichtbar machen und für Planungs- und Gestaltungsprozesse allgemein zugänglich machen?

Einblicke in den Standort sowie das nötige theoretische Rüstzeug werden über Online- und Vor-Ort-Vorlesungen vermittelt. Diese führen in das more-than-human-Konzept ein, beleuchten seine Relevanz für Architektur und Planung und zeigen, mit welchen Methoden es in Forschung und Praxis angewendet wird. Parallel dazu werden die Gärtnerei Hohenleuben, ihre Geschichte und ihr räumlicher Kontext in Vorbereitung auf die anschließende Vor-Ort-Analyse vorgestellt.

Theoretischer Input und Vor-Ort-Analyse bilden gemeinsam die Grundlage für eigenständige Arbeiten. Hier wird die kritische Auseinandersetzung mit Mensch-Nicht-Mensch-Beziehungen an der Gärtnerei in kreative, konzeptionelle oder gestalterische Arbeiten überführt.

Die Teilnehmenden erwerben:

  • ein Verständnis des theoretischen more-than-human-Konzepts und dessen Bedeutung für Planung und Gestaltung,
  • kritisches Denken im Hinblick auf menschzentrierte Design- und Planungsansätze in Zeiten multipler Krisen,
  • Einblicke in bestehende Methoden und Ansätze im Bereich der Planung für und mit nicht-menschlichen Akteur*innen,
  • die Fähigkeit, sich einem Ort ausgehend von einer more-than-human-Perspektive entlang unterschiedlicher Methoden anzunähern,
  • Fähigkeiten, ortsbezogenes Wissen über verschiedene menschliche und nicht-menschliche Akteur*innen in kreative Gestaltungs-/Konzeptarbeit zu integrieren,
  • interdisziplinäre Perspektiven aus Architektur, Stadtforschung und -planung und Umweltökologie,
  • praktische Erfahrung durch Vor-Ort-Analyse, Multi-Methoden-Exploration, eigenständige (Gruppen-)Arbeit und kritische Reflexion.

 

Bei erfolgreicher Teilnahme erhalten die Teilnehmenden 3 ECTS-Punkte.

Der Kurs richtet sich an internationale Studierende (Bachelor/Master) der Architektur, des Städtebaus, der Landschafts- und Umweltplanung sowie verwandter Fachrichtungen.

Nina Leona Günther holds a Master of Science in Architecture and is working at the architecture practice JWA in Berlin. She has studied in Weimar, Barcelona (ES) and Göteborg (SWE) and wrote her thesis about the inclusion of more-than-human entities into architectural design processes. She is also a member of the association Institut für Graue Energie e.V. and has participated as a teacher of the course “four pillars and a roof” during last year's spring school.

Paula Keppke is a city- and regional planner trained in Weimar, Tampere (FIN) and Berlin, currently finishing her studies with a focus on rural areas in Eastern Germany. Next to her studies she works in a planning office based in Berlin and is an active member of the association Institut für Graue Energie e.V.

Ihre Bewerbung sollte bis zum 2. November 2026 online eingereicht werden und folgende Unterlagen umfassen: 

  • Letter of Nomination (durch das BIP-Stipendium finanzierte Teilnehmende aus den Partneruniversitäten)
  • CV
  • Portfolio (optional)
  • Englisch-Sprachzeugnis (optional)
     

Zusätzlich zu den genannten Unterlagen werden Sie im Rahmen der Online-Bewerbung gebeten, Fragen/Aufgaben hinsichtlich Ihrer Motivation zu bearbeiten. 

Die Kursgebühr beträgt 300 EURO und enthält:

  • Orientierung & Betreuung
  • Kurs laut Beschreibung
  • (Lehr-)Materialien
  • Zertifikat
  • Bibliotheksnutzung
     

Die Kursgebühr enthält nicht:

  • Reisekosten
  • Unterkunft
  • Versicherung
     

Die Teilnehmenden, die von den Partneruniversitäten im Rahmen des Erasmus-BIP-Stipendiums kommen und BUW-Studierende zahlen keine Kursgebühr.

Zusätzlich zu unseren Kursen bieten wir ein umfassendes Service Package an. Die Buchung des Service Packages für 70 € ist optional. Es enthält: *

  • die Teilnahme an einer Exkursion
  • die Teilnahme an einer geführten Tour
  • freier Eintritt zu einer Movie Night
  • kostenloses Mittagessen in der Universitätsmensa
  • freier Eintritt zu Museen der Klassik Stiftung Weimar
  • Spring School-Willkommensgeschenk


Für Studierende, die das Service Package nicht in Anspruch nehmen, wird automatisch eine Kurskaution in Höhe von 100 € fällig. Damit sichern wir uns gegen Kosten ab, die uns durch die Nichtteilnahme angemeldeter Personen entstehen. Denn in diesem Fall erhalten Hochschulen keine Mittel von der Europäischen Kommission. Sobald die Teilnehmenden den Kurs in Weimar beginnen, wird die Kaution zurückerstattet.
 

* der Gesamtwert der im Service Package enthaltenen Leistungen beträgt ca. 150€

Teaser

Perspektivwechsel durch einen „more-than-human“-Ansatz: Die Gärtnerei Hohenleuben als Beispiel für das Potenzial ehemals verlassener Orte im ländlichen Raum für mehr-als-menschlicher Koexistenz

Auf einem Blick

  • Online-Phase (Teil I): tba.
  • Präsenzphase in Weimar (Teil II): 11.03 - 20.03.2027
  • Credits: 3 ECTS
  • Kurssprache: Englisch
  • BIP ID/Component Code: tba. 

Service Package

Zusätzlich zu unseren Kursen bieten wir ein umfassendes Service Package an. Die Buchung des Service Packages für 70 € ist optional. Es enthält: *

  • die Teilnahme an einer Exkursion
  • die Teilnahme an einer geführten Tour
  • freier Eintritt zu einer Movie Night
  • kostenloses Mittagessen in der Universitätsmensa
  • freier Eintritt zu Museen der Klassik Stiftung Weimar
  • Spring School-Willkommensgeschenk


Für Studierende, die das Service Package nicht in Anspruch nehmen, wird automatisch eine Kurskaution in Höhe von 100 € fällig. Damit sichern wir uns gegen Kosten ab, die uns durch die Nichtteilnahme angemeldeter Personen entstehen. Denn in diesem Fall erhalten Hochschulen keine Mittel von der Europäischen Kommission. Sobald die Teilnehmenden den Kurs in Weimar beginnen, wird die Kaution zurückerstattet.
 

* der Gesamtwert der im Service Package enthaltenen Leistungen beträgt ca. 150€