Visuelle Kommunikation B.A.
Über den Studiengang
Im Bachelorstudium steht die experimentelle und gleichzeitig konzeptgeleitete, künstlerisch-gestalterische Praxis im Vordergrund. In allen genannten Anwendungsbereichen ist theoretisches, wissenschaftliches und technisches Wissen ebenso wichtig.
Ab den ersten Semestern werden bei uns daher Grundlagen für methodisches Denken, das Verständnis kommunikativer, medialer Prozesse und ihrer ästhetischen, sozialen, ökonomischen und ökologischen Funktion geschaffen. Die Unterrichtsmethode des »interdisziplinären Projektstudiums«, bei dem Studierende aus unterschiedlichen Fächern zusammenarbeiten, fördert diese Art zu denken.
Durch gestalterische Strategien und Experimente sorgen unsere Studierenden für überraschende und überzeugende visuelle Ergebnisse. Sie kommunizieren durch professionelle Steuerung von Schrift, Text und Bild, künstlicher Intelligenz, Systemen und Strukturen. Ihre Arbeit stellt dar, stellt infrage, bildet, klärt auf, macht Spaß oder bietet Lösungen.
Der Bachelor Visuelle Kommunikation hat in Weimar ca. 140 Studierende. Nach 8 Semestern (Regelstudienzeit) kann als erster Abschluss der »Bachelor of Arts« erworben werden.
Die Professuren
Dem Studiengang sind in der praktischen Lehre fünf Professuren zugeordnet, deren Fachgebiete sich ergänzen und für Studierende ab dem 3. Semester gleichzeitig die Möglichkeit der Spezialisierung bieten. Die konkreten Projektthemen werden jedes Semester neu definiert und sind häufig interdisziplinär angelegt. Zusätzlich können Angebote angrenzender Studiengänge belegt werden; genauso finden sich Studierende anderer Studiengänge in den Veranstaltungen der Visuellen Kommunikation. Wissenschaftliche Module vervollständigen die Lehre.
Sekretariat Visuelle Kommunikation
Felix Kirsch
Sekretariat Visuelle Kommunikation
Erstes Studienjahr: Grundlagen schaffen
Das Studium beginnt mit zwei Einführungssemestern. In Projekt-, Fach- und Wissenschaftsmodulen werden die verschiedenen Bereiche der Visuellen Kommunikation erkundet. Unsere Studierenden entwickeln erste eigene Arbeiten und erkunden die Werkstätten der Fakultät. Sie lernen die Professuren, grundlegende gestalterische Methoden und sich gegenseitig kennen.
Drittes und viertes Semester: Schwerpunkte wählen
In dieser Phase arbeiten Sie vor allem in Projekten. Sie legen eigene Schwerpunkte fest und verbinden gestalterische Praxis mit theoretischer Reflexion. Fach- und Wissenschaftsmodule ergänzen die Projekte und vertiefen Ihre Kenntnisse. Projekte können auch in einem anderen Studiengang der Fakultät Kunst und Gestaltung belegt werden. So erweitern sich die Arbeit um interdisziplinäre Perspektiven.
Fünftes bis siebtes Semester: das eigene Profil schärfen
Jetzt geht es um Vertiefung der Schwerpunkte und zunehmend selbstständiges Arbeiten. Ab dem vierten Semester können eigene Ideen in sogenannten freien Projekten fachlich begleitet umgesetzt werden. In dieser Studienphase können Studierende auch ein Praxis- oder Auslandssemester einplanen. Die Fakultät Kunst und Gestaltung kooperiert mit rund 75 Partnerhochschulen weltweit.
Achtes Semester: Bachelorarbeit
Zum Abschluss entwickeln und realisieren unsere Absolventen ein eigenständiges gestalterisches Projekt. Ein Berufsvorbereitungsmodul unterstützt sie beim Übergang in die berufliche Praxis. Die Bachelorarbeit umfasst auch die Präsentation und Dokumentation der individuellen Ergebnisse.
Bewerbungsverfahren
Die Bewerbung für alle Studiengänge der Fakultät Kunst und Gestaltung an der Bauhaus-Universität Weimar findet ausschließlich digital über das Bauhaus.CampusPortal statt. Registrieren Sie sich bitte – neu ab 2. Februar – bis bestenfalls 31. März für die Eignungsprüfung. Die Hausaufgabe wird Anfang April veröffentlicht. Ihre Bewerbung, inklusive aller erforderlichen Unterlagen und der gelösten Hausaufgabe, laden Sie bis zum 30. April hoch.
In diesem Studiengang erfolgt die Eignungsprüfung in drei Schritten:
- Registrierung für die Teilnahme an der Eignungsprüfung. Anfang April veröffentlichen wir eine Hausaufgabe mit Terminen und Angaben zum Ablauf des Prüfungsverfahrens.
- Upload der Lösung der Hausaufgabe, Ihres Lebenslaufs mit Angaben zur Ausbildung, gegebenenfalls zu den Vorkenntnissen und das zuletzt erlangte Schulzeugnis zum Nachweis der Allgemeinen Hochschulreife
- Eignungsgespräch und Präsentation von bis zu 10 eigenen originalen gestalterischen Arbeitsproben, die Sie bitte zum Gespräch mitbringen
Die Eignungsprüfungskommission des Studienganges trifft nach Sichtung der Lösung der Hausaufgabe eine Vorauswahl. Wer in die Vorauswahl gelangt, wird zur weiteren Eignungsprüfung eingeladen und nimmt an einem persönlichen Gespräch teil, zu dem Sie bitte bis zu 10 originale Arbeiten (Portfolio) mitbringen. Weitere Details zur Eignungsprüfung regelt die Eignungsprüfungsordnung.
Sprachanforderungen
Für internationale Studienbewerber*innen
Bitte beachten Sie, dass das Bestehen der Eignungsprüfung noch keine automatische Zulassung zum Studium bedeutet. Zusätzlich fügen Sie Ihren Bewerbungsunterlagen daher bitte einen aktuellen Sprachnachweis bei, der erkennen lässt, dass Sie das geforderte Sprachniveau spätestens zu Ihrer Immatrikulation erreichen.
Voraussetzung für die Zulassung zum Studium sind Deutschkenntnisse auf Niveau C1 (DSH 2 oder TestDAF TDN 4). Bei Fragen zum Nachweis Ihrer Sprachkenntnisse wenden Sie sich bitte an die Kolleg*innen im Dezernat Studium und Lehre: studium[at]uni-weimar.de
Nach dem Studium
Nach dem Studium stehen gestalterische, mediale, kulturelle und kommunikative Arbeitsfelder offen. Absolvent*innen arbeiten in Agenturen, Designbüros, Verlagen, Medienunternehmen, Kulturinstitutionen, im öffentlichen Sektor oder selbstständig. Das Studium schafft dafür die fachliche Grundlage. Es verbindet gestalterische Praxis mit konzeptionellem Denken, technischer Kompetenz und der Fähigkeit, visuelle Kommunikation bewusst zu entwickeln und verständlich zu vermitteln.
Visuelle Kommunikation gestaltet, wie Informationen, Bilder und Botschaften vermittelt und wahrgenommen werden. Absolvent*innen arbeiten überall dort, wo Inhalte sichtbar, lesbar und verständlich sein müssen: in analogen Medien, digitalen Anwendungen, im Bewegtbild, in Kampagnen, Ausstellungen und redaktionellen Zusammenhängen.
Die Studierenden haben gelernt, sicher mit Bild, Schrift, Layout, Fotografie, Bewegtbild und digitalen Werkzeugen umzugehen. Sie denken konzeptionell, entwickeln gestalterische Urteilskraft, arbeiten im Team und machen komplexe Inhalte sichtbar und verständlich.
KI-basierte Werkzeuge verändern Entwurfsprozesse, Bildproduktion, Recherche und redaktionelle Arbeit. Das Studium befähigt dazu, diese Werkzeuge gestalterisch zu nutzen, ihre Ergebnisse zu beurteilen und ihre Wirkung einzuschätzen.
Absolvent*innen des Studiengangs Visuelle Kommunikation arbeiten unter anderem in:
- Grafikdesign und Kommunikationsdesign
- Typografie und Editorial Design
- Verlagswesen und Publikation
- Fotografie und Bildredaktion
- Film, Animation und Bewegtbild
- Kreativagenturen, Designbüros und Markenkommunikation
- Kampagnen, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit
- UI/UX-Design und digitalen Anwendungen
- Gamedesign und interaktiven Medien
- Mediengestaltung und digitaler Produktion
- Ausstellungsdesign, Szenografie und Informationsdesign
- Kuration, Kulturinstitutionen und freier Projektarbeit
- Forschung und Lehre
- selbstständiger Arbeit und Kreativwirtschaft
Studieninformationen
Ting-Chun Liu
Fachstudienberater Visuelle Kommunikation für Universitätsinterne Angelegenheiten
Julia Albrecht
Fachstudienberaterin Visuelle Kommunikation für Internationale Angelegenheiten