Visuelle Kommunikation M.A.
Über den Studiengang
In unserer Welt ist die Kenntnis visueller Codes und ihrer Potenziale unverzichtbar geworden. Neben der Verschriftlichung ergänzen auch in wissenschaftlichen Arbeiten zunehmend unterschiedliche Visualisierungsstrategien die Darstellungen, Erkenntnisprozesse und Entscheidungsfindungen. Gerade die digitale Medienkultur ist neben künstlerischen Bildschöpfungen oder illustrativen Ansätzen verstärkt auf analytische Werkzeuge der Visualisierung angewiesen. (Mapping, Bildstatistik, Navigationen)
Im Rahmen des Masters »Visuelle Kommunikation« werden in diesem Sinn neue Lehr- und Forschungsgebiete erschlossen, die neben der Geschichte Theorie und Ästhetik der Visuellen Kommunikation neue Perspektiven der Reflexion und Zugang zu erweiterten Berufsfeldern eröffnen. Bild und Bildhaftigkeit als analytische Kategorien und interdisziplinäre Forschungsansätze der Kommunikationswissenschaften eröffnen neue Mittel und Wege.
Im Master-Studium kann in den Vertiefungsrichtungen der jeweiligen Professuren des Studiengangs studiert werden. Die fachliche Betreuung der Studierenden in Masterprojekten erfolgt durch mindestens eine Professur aus dem Praxisbereich des Studiengangs und eine Professur aus dem Theoriebereich.
Die Professuren
Dem Studiengang sind in der praktischen Lehre fünf Professuren zugeordnet, deren Fachgebiete sich ergänzen und für Studierende ab dem 3. Semester gleichzeitig die Möglichkeit der Spezialisierung bieten. Die konkreten Projektthemen werden jedes Semester neu definiert und sind häufig interdisziplinär angelegt. Zusätzlich können Angebote angrenzender Studiengänge belegt werden; genauso finden sich Studierende anderer Studiengänge in den Veranstaltungen der Visuellen Kommunikation. Wissenschaftliche Module vervollständigen die Lehre.
Sekretariat Visuelle Kommunikation
Felix Kirsch
Sekretariat Visuelle Kommunikation
Je nach Bachelorabschluss: mit Brückensemester
Wie lange das Masterstudium dauert, hängt vom vorliegenden Hochschulabschluss ab. Mit einem achtsemestrigen Bachelor startet man direkt in den zweisemestrigen Master. Mit einem siebensemestrigen Bachelor, absolvieren man ein Brückensemester. Bei einem sechssemestrigen Bachelor sind es zwei. In dieser Zeit vertiefen Studierende fachliche und wissenschaftliche Grundlagen und bereiten sich gezielt auf die Arbeit in Ihrem gewählten Studienschwerpunkt vor.
Projektsemester
Bereits bei der Bewerbung muss ein Studienschwerpunkt genannt und das geplantes Masterthema skizziert werden. Im Projektsemester entwickeln Studierende dieses Thema gemeinsam mit den Lehrenden weiter und setzen sie eigenständig um. Ein Wissenschaftsmodul und ein Masterkolloquium begleiten den Prozess und schärfen die individuelle gestalterische Position.
Abschlusssemester: Masterarbeit
Im Abschlusssemester das eigene Thema zu einer eigenständigen Masterarbeit weiterentwickelt. Studierende verbinden gestalterische Praxis mit theoretischer Reflexion und entwickeln eine überzeugende Form der visuellen Vermittlung. Die Masterarbeit umfasst auch die Präsentation und Dokumentation der Ergebnisse.
Bewerbungsverfahren
Die Bewerbung für alle Studiengänge der Fakultät Kunst und Gestaltung an der Bauhaus-Universität Weimar findet ausschließlich digital über das Bauhaus.CampusPortal statt. Registrierungen für die Eignungsprüfungen sind ab – Achtung NEU – 2. Februar des Jahres möglich. Bitte schließen Sie Ihre Bewerbung mit dem Upload aller nötigen Dokumente bis zum 31. März ab.
Für die Bewerbung zur Eignungsprüfung sind folgende Unterlagen einzureichen:
- Hochschulzugangsberechtigung (Abitur)
- Zeugnis eines gestalterischen Hochschulabschlusses (Bachelor, Diplom oder vergleichbarer Abschluss)
- Kopie ihres Personalausweises oder Reisepasses
- ein Motivationsschreiben von etwa einer A4-Seite, das den Studien- und Berufswunsch, einen Studienschwerpunkt und das geplante Master-Thema erkennen lässt
- Tabellarischer Lebenslauf
- Passbild (für die Erstellung Ihres Studierendenausweises)
- Digitale Mappe (Portfolio) mit eigenen, originalen gestalterischen Arbeiten (als Datei oder Downloadlink)
Die Eignungsprüfungskommission des Studienganges trifft nach Sichtung der Ihrer Bewerbungsunterlagen eine Auswahl. Das Ergebnis der Eignungsprüfung wird Ihnen spätestens vier Wochen nach Abschluss der Prüfung schriftlich mitgeteilt. Weitere Details zur Eignungsprüfung regelt die Eignungsprüfungsordnung.
Sprachanforderungen
Bestandteile der Bewerbungsunterlagen für internationale Bewerber*innen
Bitte beachten Sie, dass das Bestehen der Eignungsprüfung noch keine automatische Zulassung zum Studium bedeutet. Fügen Sie daher Ihren Bewerbungsunterlagen einen aktuellen Sprachnachweis bei, der erkennen lässt, dass Sie das geforderte Sprachniveau spätestens zu Ihrer Immatrikulation erreichen. Voraussetzung für die Zulassung zum Studium sind Deutschkenntnisse auf Niveau C1 (DSH 2 oder TestDAF TDN 4). Bei Fragen zum Nachweis Ihrer Sprachkenntnisse wenden Sie sich bitte an die Kolleg*innen im Dezernat Studium und Lehre: studium[at]uni-weimar.de
Nach dem Studium
Nach dem Studium stehen gestalterische, mediale, kulturelle und kommunikative Arbeitsfelder offen. Absolvent*innen arbeiten in Agenturen, Designbüros, Verlagen, Medienunternehmen, Kulturinstitutionen, im öffentlichen Sektor oder selbstständig. Das Studium schafft dafür die fachliche Grundlage. Es verbindet gestalterische Praxis mit konzeptionellem Denken, technischer Kompetenz und der Fähigkeit, visuelle Kommunikation bewusst zu entwickeln und verständlich zu vermitteln.
Visuelle Kommunikation gestaltet, wie Informationen, Bilder und Botschaften vermittelt und wahrgenommen werden. Absolvent*innen arbeiten überall dort, wo Inhalte sichtbar, lesbar und verständlich sein müssen: in analogen Medien, digitalen Anwendungen, im Bewegtbild, in Kampagnen, Ausstellungen und redaktionellen Zusammenhängen.
Die Studierenden haben gelernt, sicher mit Bild, Schrift, Layout, Fotografie, Bewegtbild und digitalen Werkzeugen umzugehen. Sie denken konzeptionell, entwickeln gestalterische Urteilskraft, arbeiten im Team und machen komplexe Inhalte sichtbar und verständlich.
KI-basierte Werkzeuge verändern Entwurfsprozesse, Bildproduktion, Recherche und redaktionelle Arbeit. Das Studium befähigt dazu, diese Werkzeuge gestalterisch zu nutzen, ihre Ergebnisse zu beurteilen und ihre Wirkung einzuschätzen.
Absolvent*innen des Studiengangs Visuelle Kommunikation arbeiten unter anderem in:
- Grafikdesign und Kommunikationsdesign
- Typografie und Editorial Design
- Verlagswesen und Publikation
- Fotografie und Bildredaktion
- Film, Animation und Bewegtbild
- Kreativagenturen, Designbüros und Markenkommunikation
- Kampagnen, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit
- UI/UX-Design und digitalen Anwendungen
- Gamedesign und interaktiven Medien
- Mediengestaltung und digitaler Produktion
- Ausstellungsdesign, Szenografie und Informationsdesign
- Kuration, Kulturinstitutionen und freier Projektarbeit
- Forschung und Lehre
- selbstständiger Arbeit und Kreativwirtschaft
Studieninformationen
Julia Albrecht
Fachstudienberaterin Visuelle Kommunikation für Internationale Angelegenheiten