Produktdesign B.A.
Über den Studiengang
Produktdesigner*innen arbeiten in ebenso vielfältigen Bereichen wie die Welt der Dinge, die uns umgibt. Sie gestalten Produkte handwerklich, industriell-seriell sowie in analogen/digitalen Mischformen – von der Konzeption, über die Entwicklung bis hin zur Herstellung.
Im Weimarer Projektstudium werden Produkte und Systeme konzipiert und entworfen, die aktuellen Bedürfnissen und Möglichkeiten entsprechen. Im Mittelpunkt der Lehre steht die individuelle oder teamorientierte Bearbeitung offener Fragestellungen. Die Studierenden lernen Design durch das praktische Arbeiten in konkreten, experimentellen oder spekulativen Projekten.
Design verbindet fließend Idee und Entwurf, Theorie und Praxis, Material und Fertigung, analog und digital, Experiment und Ergebnis.
Die Professuren im Studiengang Produktdesign bieten jedes Semester neue, frei wählbare Projektthemen an. Diese Themen umfassen industrielles und handwerkliches Design, soziale Interaktion, digitales Design und Fertigung, Transformation, nachhaltiges Design, Design- und Produktstrategien und Branding. Diese Projekte sind interdisziplinär und entstehen auch in Zusammenarbeit mit externen Akteur*innen und Interessensgruppen. Studierende können auch eigene Projektthemen im freien Projektformat entwickeln.
Hervorragend ausgestattete Werkstätten und Labore ermöglichen die Bearbeitung einer breiten Auswahl von Materialien: Holz, Metall, Kunststoff und Keramik sowie die digitale Fertigung.
Das jahrgangsübergreifende Projektstudium fördert eine Gemeinschaft, in der sich Studierende gegenseitig stärken und motivieren.
Sekretariat Produktdesign
Caroline Gottwald-Lieder
Sekretariat im Studiengang Produktdesign
Erstes Studienjahr: Grundlagen schaffen
Ihr Studium beginnt mit dem Einführungsprojekt »Kurzschluss«. Hier bearbeiten Sie im Zwei-Wochen-Rhythmus verschiedene Themen, die nacheinander von allen Lehrenden des Studiengangs betreut werden.
Danach folgt der »Anschluss«, der von zwei Lehrenden betreut wird. Innerhalb der zwei ersten Semester lernen Sie in Projekt-, Fach- und Wissenschaftsmodulen zentrale Methoden des Produktdesigns kennen. Sie üben analoge und digitale Entwurfs- und Präsentationstechniken, entwickeln erste eigene Lösungen, lernen alle Lehrenden kennen und erkunden alle Werkstätten der Fakultät.
Drittes und viertes Semester: Schwerpunkte wählen
In dieser Phase arbeiten Sie vor allem in Projekten. Sie wählen Schwerpunkte aus den verschiedenen Bereichen des Produktdesigns und verbinden Entwurf, Material, Technologie und wissenschaftliche Reflexion. Fach- und Wissenschaftsmodule ergänzen die Projekte und vertiefen Ihre Kenntnisse. Eines ihrer Projekte können Sie auch in einem anderen Studiengang belegen. So beziehen Sie interdisziplinäre Perspektiven in Ihre Arbeit ein.
Fünftes bis siebtes Semester: das eigene Profil schärfen
Sie vertiefen Ihre Schwerpunkte und arbeiten zunehmend selbstständig. Eigene Ideen können Sie in einem sogenannten freien Projekt umsetzen und fachlich begleiten lassen. Auch ein Praxis- oder Auslandssemester können Sie in dieser Phase einplanen. Die Fakultät Kunst und Gestaltung pflegt Austauschbeziehungen zu rund 75 Partnerhochschulen weltweit.
Achtes Semester: Bachelorarbeit
Zum Abschluss entwickeln und realisieren Sie ein eigenständiges Designprojekt. Ein Fachmodul unterstützt die praktische Umsetzung. Ein Vorbereitungsmodul begleitet Recherche, Einordnung und Dokumentation. Zur Bachelorarbeit gehören auch die Präsentation und Verteidigung Ihrer Ergebnisse.
Bewerbungsverfahren
Die Bewerbung für alle Studiengänge der Fakultät Kunst und Gestaltung an der Bauhaus-Universität Weimar findet ausschließlich digital über das Bauhaus.CampusPortal statt. Registrieren Sie sich bitte – neu ab 2. Februar – bis bestenfalls 31. März für die Eignungsprüfung. Die Hausaufgabe wird Anfang April veröffentlicht. Ihre Bewerbung, inklusive aller erforderlichen Unterlagen und der gelösten Hausaufgabe, laden Sie bis zum 30. April hoch.
In diesem Studiengang erfolgt die Eignungsprüfung in drei Schritten:
- Registrierung für die Teilnahme an der Eignungsprüfung. Anfang April veröffentlichen wir die Hausaufgabe mit Terminen und Angaben zum Ablauf des Prüfungsverfahrens.
- Upload der Lösung der Hausaufgabe, eines Motivationsschreibens, das den Studienwunsch erkennen lässt (ca. eine A4-Seite), Ihres Lebenslaufs mit Angaben zur Ausbildung, gegebenenfalls zu den Vorkenntnissen und das zuletzt erlangte Schulzeugnis zum Nachweis der Allgemeinen Hochschulreife, Ihr Portfolio mit bis zu 10 eigenen gestalterischen Arbeitsproben
- praktische Prüfung, Eignungsgespräch und Präsentation der bis zu 10 eigenen originalen gestalterischen Arbeitsproben, die Sie bitte zum Gespräch mitbringen
Die Eignungsprüfungskommission des Studienganges trifft nach Sichtung der Lösung der Hausaufgabe eine Vorauswahl. Wer in die Vorauswahl gelangt, wird zur weiteren Eignungsprüfung eingeladen und nimmt an einer praktischen Prüfung und einem persönlichen Gespräch teil, zu dem Sie bitte die bis zu 10 originalen Arbeiten (Portfolio) mitbringen. Weitere Details zur Eignungsprüfung regelt die Eignungsprüfungsordnung.
Bitte beachten Sie, dass das Bestehen der Eignungsprüfung noch keine automatische Zulassung zum Studium bedeutet. Zusätzlich fügen Sie Ihren Bewerbungsunterlagen daher bitte einen aktuellen Sprachnachweis bei, der erkennen lässt, dass Sie das geforderte Sprachniveau spätestens zu Ihrer Immatrikulation erreichen.
Produktdesign: Einblicke in die Eignungsprüfung
Sprachanforderungen
Für internationale Studienbewerber*innen
Voraussetzung für die Zulassung zum Studium sind Deutschkenntnisse auf Niveau C1 (DSH 2 oder TestDAF TDN 4). Bei Fragen zum Nachweis Ihrer Sprachkenntnisse wenden Sie sich bitte die Kolleg*innen im Dezernat Studium und Lehre: studium[at]uni-weimar.de
Nach dem Studium
Das Studium Produktdesign bereitet auf eine Arbeitswelt vor, in der Gestaltung, Technik, Forschung und gesellschaftliche Verantwortung eng zusammenwirken. Die Studierenden erwerben Fähigkeiten, die in vielen Bereichen gefragt sind: gestalterisches und technisches Denken, ein sicherer Umgang mit Materialien und digitalen Werkzeugen, Problemlösungskompetenz, Teamfähigkeit und die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge verständlich zu machen.
Absolvent*innen des Studiengangs Produktdesign arbeiten unter anderem in folgenden Bereichen:
- Industriedesign und Produktentwicklung
- Nachhaltiges und transformatives Design
- Ergonomie und Human-Centered Design
- Möbel- und Interieurdesign
- Transportation- und Fahrzeugdesign
- Design digitaler Produkte
- Design für Medizinprodukte
- Ausstellungsdesign
- Designberatung
- Design- und Innovationsmanagement
- projektbezogene Arbeit im öffentlichen Sektor
- Selbstständigkeit und Kreativwirtschaft
- Forschung und Lehre
Die beruflichen Wege nach dem Studium sind vielfältig. Sie führen in Unternehmen, Designbüros, Forschungseinrichtungen, kulturelle Institutionen, den öffentlichen Sektor oder in die Selbstständigkeit. Das Studium legt dafür die fachliche Grundlage. Es verbindet gestalterische Praxis mit kritischem Denken, technischer Kompetenz und der Fähigkeit, Verantwortung für Produkte, Prozesse und ihre Wirkung zu übernehmen.
Studieninformationen
Prof. Gerrit Babtist
Fachstudienberater Produktdesign