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Zahl 30 als Symbol für das Namensjubiläum der Bauhaus-Universität Weimar

Abschluss

Master of Fine Arts (M.F.A.)

Fakultät

Kunst und Gestaltung

Regelstudienzeit

2 Semester

Sprache

Deutsch

Bewerbungsverfahren

Künstlerische Eignungsprüfung

Bewerbungsfrist

Wintersemester: bis 31.03.2027

Das Studium Medienkunst/Mediengestaltung ist ein Labor und Denkraum für neue künstlerische und gestalterische Ausdrucksformen. Mit einem experimentellen Zugang zu medialen Technologien lotet es die Grenzen zeitgenössischer Kunst und ihrer Kontexte aus.

Medienkunst / Mediengestaltung vereint Praxis und Theorie: In bestens ausgestatteten Laboren, Studios und Werkstätten erlernen die Studierenden technische Fähigkeiten in Film, Interaktion und Sound. Gleichzeitig entwickeln sie ihre eigene Handschrift und schärfen ihren kritischen Blick. In einem interdisziplinären Umfeld vermitteln Expert*innen künstlerische Strategien für vielseitige Projekte zu ökologischen, gesellschaftskritischen und technologischen Themen.

Exkursionen zu Festivals und Biennalen, Praktika im Medienbereich sowie gemeinsame Ausstellungen und Performances bereiten gezielt auf Tätigkeiten in vielfältigen künstlerisch-gestalterischen Feldern vor.

»The responsibility of the artist is not to give answers. It is to ask questions.«

Robert Wilson, Gastprofessor an der Bauhaus-Universität Weimar (2011-2012)

Über den Studiengang

Im Master wird von Beginn an der Fokus auf einen der Schwerpunkte: Film , Interaktion oder Sound gelegt.  Im Mittelpunkt steht die eigenständige Entwicklung und Realisierung künstlerischer Projekte im jeweiligen Schwerpunkt. Im Studium arbeiten Sie forschend und experimentell – in Gruppen wie auch individuell. Sie erweitern Ihre gestalterischen Fähigkeiten, erproben neue Methoden und verbinden künstlerische Praxis mit kritischer Reflexion. So lernen Sie vertieftes Fachwissen in einem der Schwerpunkte und nehmen durch zahlreiche Kooperationen sowie Ausstellungs- und Konzertprojekte am zeitgenössischen Diskurs teil. Dabei steht die Entwicklung einer eigenen künstlerisch-gestalterischen Position im Zentrum. 

Film Weniger Mehr lesen

Der Schwerpunkt Film bietet Raum für die Entwicklung eigenständiger und experimenteller Filmprojekte. Ausgehend vom künstlerischen Autorenfilm setzen sich die Studierenden mit der audiovisuellen Sprache und ihren ästhetischen, dramaturgischen und technischen Möglichkeiten auseinander. Im Zentrum stehen künstlerische Innovation, das Erproben filmsprachlicher Mittel und Erzählformen sowie die kritische Auseinandersetzung mit Künstlicher Intelligenz unter Berücksichtigung der historischen und politischen Entwicklung des Films.

 Die Studierenden entwickeln eigene filmische Konzepte und setzen sie mit analogen oder digitalen Techniken um – individuell oder im Team, als Einzelwerk oder in seriellen Formen und Formaten. Das Spektrum reicht vom Animations-, Dokumentar- und Spielfilm über hybride Erzählweisen bis hin zum experimentellen Film.

 Handwerkliche Grundlagen in Drehbuch, Regie, Kamera, Montage, Ton und Licht unterstützen die Umsetzung der eigenen Vorhaben. Dafür stehen die Animationswerkstätten, das Film- und Fernsehstudio sowie Schnitt- und Postproduktionsräume zur Verfügung. Externe Fachleute aus Film- und Fernsehen ergänzen das Studium um branchenspezifische Kompetenzen.

Interaktion Weniger Mehr lesen

Im Schwerpunkt Interaktion steht das Zusammenspiel von Mensch, Raum, Technologie und Material im Mittelpunkt. Studierende erforschen, wie physische und digitale Systeme miteinander verknüpft werden können – durch Bewegung, Licht, Klang, Gesten oder Datenströme. Dabei geht es sowohl um experimentelle künstlerische Praxis als auch um gestalterische und gesellschaftliche Fragestellungen: Wie reagieren Räume auf ihre Nutzer*innen? Wann wird Technologie selbst zum Akteur? Und wie lässt sich durch Interaktion ein ästhetisches oder kritisches Erlebnis erzeugen?

Das Spektrum reicht von interaktiven Installationen, performativen Räumen und lichtbasierten Arbeiten bis hin zu physischen Interfaces, Prototyping und experimenteller Elektronik. Im Mittelpunkt steht die künstlerische Erforschung von Technologie – als Werkzeug, als Material und als Gegenstand von Reflexion.

Studierende lernen, eigene Konzepte mit digitalen und analogen Mitteln umzusetzen – etwa mit Sensorik, Mikrocontrollern, 3D-Druck oder Licht als interaktivem Medium. Dabei werden sie ermutigt, neue Formen von Kommunikation, Wahrnehmung und Materialität zu entwickeln. Neben technischer Kompetenz und gestalterischer Präzision spielt die kritische Auseinandersetzung mit technologischen Systemen, Nachhaltigkeit und den sozialen Dimensionen von Medien eine zentrale Rolle.

Sound Weniger Mehr lesen

Im Schwerpunkt Sound wird durch zeitgenössische Herangehensweisen an (Zu)Hören, elektroakustische Komposition, Radio- und Klangkunst sowie akustische Narration die eigene künstlerische Handschrift entwickelt. Dabei können auch analoge, digitale und mechanische Instrumente, orts- oder raumbezogene, performative und skulpturale Praxis erarbeitet werden. Das Studium verbindet künstlerische und gestalterische Praxis in hervorragend ausgestatteten Studios mit kritischer Reflexion und verdeutlicht durch das breite Spektrum der Ansätze die Multidisziplinarität von Sound.

Das Studium im Bereich Sound ist deutschlandweit einzigartig in seiner Vielfalt und Breite. Sound wird hier interdisziplinär betrachtet. Zugleich wird technisches Handwerk vermittelt, zum Beispiel in Kursen zu Aufnahmetechnik, Akustik, Schnitt, Mischung, Wiedergabe, Schreiben für’s Radio, Interviewführung, Klangsynthese, Programmierung, Selbstbau akustischer Sensoren, Instrumentarien und Setups für Performances. Theorieseminare im Bereich Sound Studies, Radiotheorie oder zeitgenössischer Musik regen zur kritischen Auseinandersetzung an.

Beispiele aus der Praxis

Die künstlerische und mediale Praxis der Medienkunst / Mediengestaltung wird in vielfältigen Formaten öffentlich: In Ausstellungen, Filmveranstaltungen, TV-, Radio- und Klangproduktionen, Konzerten, interaktiven Installationen, Talks und Performances. 

Studierende und Lehrende nutzen diese Formen und Formate, um ihre Arbeiten zu präsentieren und um künstlerische, technologische und gesellschaftliche Themen öffentlich zu machen. Dabei werden mediale und performative Formen auch selbst zum Gegenstand künstlerischer Erprobung – etwa wenn ein Raum auf sein Publikum reagiert oder eine Intervention im öffentlichen Raum neue Perspektiven eröffnet.

Kooperationen mit Aktiven aus Forschung, Kunst, Kultur, Medien und ihrer Institutionen sowie die Beteiligung an Festivals, Konferenzen, Kongressen tragen die Projekte über das Universitäre in die Welt hinaus. Einige regelmäßig stattfindende Formate stellen wir im Folgenden vor:

Internationale Plattformen  u.a.  Ars Electronica, next_generation ZKM, Hörspielsommer Leipzig, Berliner Hörspielfestival, DOK Leipzig – Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm, Festival d’Animation Annecy zeigen regelmäßig Projekte aus den Studiengängen der Medienkunst und Mediengestaltung.

Summer Reel ist das wichtigste uni interne Format des Filmbereichs, ein studentisches Filmprogramm, das jährlich am ersten Juliwochenende zum Abschluss der »summaery« von Studierenden kuratiert wird, um im Stadtraum bzw. im Audimax öffentlich präsentiert zu werden. 

TeleVisionale. Seit ihrem Wechsel von Baden-Baden nach Weimar ist das deutsche Fernsehfestival Partner der Bauhaus-Universität Weimar. Seit 2026 wird ein regelmäßiges Fachmodul im Kontext des Festivals angeboten, das  TeleVisionale – Film- und Serienfestival Weimar.

Regelmäßige Workshops im Bereich Interaktion verstehen sich als offene Räume für künstlerisches und experimentelles Denken. Im unmittelbaren Wechselspiel von Mensch, Material und Technologie entstehen durch Erproben, Interagieren und gemeinsames Machen neue Objekte, Artefakte und Installationen. 

Regelmäßige Artist Talks im Bereich Interaktion öffnen Räume für Begegnung, Austausch und neue Perspektiven. Internationale Künstler*innen  geben Einblicke in ihre Praxis und laden dazu ein, Beziehungen zwischen Natur, Technologie, Raum  und Wahrnehmung gemeinsam zu erkunden.

Sonic Talks, Vortragsreihe zu denen  internationale Künstler*innen und Forschende nach Weimar eingeladen werden, um unmittelbare Einblicke in die zeitgenössische klangkünstlerische Praxis zu geben. 

Sonic Tuesdays, eine regelmäßig stattfindende Hör- und Aufführungsreihe des Soundbereichs. Die Reihe steht Studierenden, Mitarbeiter*innen und Besucher*innen offen. 

Strömungen, ein regelmäßig stattfindendes Sound Festival aller drei Sound-Professuren zum Semesterende. 

On AIR: die studentische Initiative und das Experimentelle Radio Programm bauhaus.fm senden jeden Montag und zum Semesterende auf 106,6 kHz/Radio Lotte im Weimarer Raum und via Stream weltweit. 

Archive: Expa 2.0 ein wachsendes Klangkunst & Radiokunst Archiv von über 9.000 Werken aus über 100 Jahren Klangkunst, das Studierenden, Lehrenden und Forschenden der Bauhaus-Universität Weimar und der Musikhochschule Franz Liszt zur Verfügung steht. 

Professuren im Studiengang

Studieninformationen

Jason Langheim

Fachstudienberater Medienkunst / Mediengestaltung

Eignungsprüfungsordnung Medienkunst / Mediengestaltung B.F.A. und M.F.A. PDF (470 KB)
Modulhandbuch Medienkunst / Mediengestaltung M.F.A. PDF (397 KB)
Studienordnung Medienkunst / Mediengestaltung M.F.A. PDF (333 KB)
Prüfungsordnung Medienkunst / Mediengestaltung M.F.A. PDF (420 KB)