Kollektiv-kollaborative Portfolioarbeit mit dem Padlet
Die KEPP-Konzeption ist eng an künstlerischen Formen des Publizierens (vgl. Thalmair, 2018) orientiert. In diesem Praxiseinblick wird daraus ein Experiment zur kollaborativen Portfolioarbeit, das im Rahmen der Netzwerkwoche „Digitale Didaktik” (2021) der Hochschule für Künste Bern stattgefunden hat, vorgestellt. […]
In den jeweiligen Sitzungen werden Impulse und Ergebnisse zu den Themen hochgeladen. Darüber hinaus treffen die Studierenden eine gezielte Auswahl über weitere Netzfunde oder eigene Aufzeichnungen, die sie mit den Seminarteilnehmenden teilen möchten. Impulse im Seminar regen dazu an, dass die Inhalte regelmäßig neu betrachtet, kommentiert, hinterfragt und reflektiert werden. So finden im Seminar eine kontinuierliche und transparente Sammlung und Sortierung der Inhalte sowie deren Kommentierung statt. Auch ich als Dozentin bin in diesen Prozess involviert. […]
Zugleich wurde bei der Zusammenstellung der Inhalte auf eine lückenlose und repräsentative Dokumentation aller Seminarinhalte verzichtet. Vielmehr war den Teilnehmenden daran gelegen, ein vielfältiges, fragmentarisches Neben- und Zueinander zu kreieren. Dadurch sind die Lesenden eingeladen, sich dem Prozess des fremden Seminars anzunähern. Ein solches Vorgehen entspricht der gegebenen Komplexität von Lehr-Lernprozessen und erinnert an das von Klaus-Peter Busse beschriebene Atlas Mapping. Mit den Handlungsformen im Atlas ist ein Denken und Handeln angesprochen, das aktiv Strukturen entdeckt, entwickelt und reflektiert (vgl. Busse, 2002, S. 57).
Anmerkung der Redaktion: Einen visuellen Einblick in die Ergebnisse gibt die Autorin ebenfalls in dem Aritkel (s. Abb. 2 und 3)
Quelle
Inthoff, Christina (2019): Reflexiv lehren und lernen. Kollaborativ-reflexive Aufzeichnungspraxen im Rahmen der Lehrer*innenbildung – Kunstpädagogik. In: Die Materialwerkstatt. Zeitschrift für Konzepte und Arbeitsmaterialien für Lehrer*innenbildung und Unterricht. Bielefeld: Universität Bielefeld. Bd. 1, Nr. 1 (2019) (online), S. 50-59, hier S. 55f.
