Studentische Projekte aus dem Projektmodul Netze von Prof. Ursula Damm, Gestaltung medialer Umgebungen im Sommersemester 2010:

Matthias Breuer: Form-Zeit-Raum

Form-Zeit-Raum

Die Installation soll den Prozess der Formgebung, den Landschaften in der Natur durchlaufen, symbolisieren und erlebbar machen.

Der Formwandel der Landschaft geschieht in einem für ein Menschenleben ungreifbar langen Zeitraum. Wir erfahren immer nur einen kleinen Ausschnitt eines Gesamtprozesses, der sich schon seit langem vollzieht. Die sinnliche Wahrnehmung der sich dabei entwickelnden Form bleibt uns deshalb in der Realität meist versagt. Die Installation soll auf die Form reduziert sein, um die Veränderung besser wahrnehmbar zu machen. Sie besteht aus einer horizontal im Raum liegenden flexiblen Stofffläche, die durch ein Raster von Schnüren, die von der Decke hängen, gehalten wird. Die Schnüre können in ihrer Länge verändert werden, so dass sich die Stofffläche vertikal verformen lässt.

Als Veranschaulichung für die Formbildung wird eine Simulation erzeugt, die in einem nie endenden Prozess abläuft. Der Prozess orientiert sich dabei an der Dünenbildung in Wüsten und am Meer.

Projektbeschreibung

Laura Jozefini: MapBook

MapBook im Neuen Museum Weimar
  • Das MapBook soll als eine Art tagebuch dienen, das ohne Worte funktioniert. Der Tagesablauf wird nicht beschrieben sondern in einer Karte eingetragen, die so zeigt, wo man was am Tag gemacht hat. Oder zumindest wo man war.

Projektdokumentation

Ana Alenso: Netze zwischen den Menschen

Netze

Das eingezeichnete Raster, das man zwischen den Leuten im öffentlichen Raum begreifen kann, ist für mich ein unsichtbares Netz mit sehr viel Potential, weil es nicht nur im Zusammenhang mit dem kulturellen Verhalten steht sondern es auch von biologischen und physischen Aspekten beeinflusst wird.

Projektdokumentation

Moritz Wehrmann: telescope yourself(WT)

"telescope yourself"(WT)-in progress
  • Mirror-neuronal experiment > "double i"(WT)
  • telescope yourself(WT) > Raum-Installation

Die Aufgabe von Teleskopen ist es, visuelle Informationen zugänglich zu machen, die uns ohne ein solches nicht zugänglich wären. Es handelt sich jedoch keineswegs um ein Instrument, das Information generiert. Das Teleskop ist ein Filter, mit dessen Hilfe man einen Großteil des Lichts ausblendet und auf den gewünschten Anteil reduziert. Nur das Licht, das in einem bestimmten Winkel einfällt, passiert die Prismen und trifft auf das Auge: auf Retina-Größe angepasste Information, die wir ohne Filter gar nicht oder nur als winzigen Teil allen Lichtes wahrnehmen würden. Telescope yourself(AT) thematisiert dies indem der Ausschnitt einen Teil dessen zeigt, was jeder kennt: sich selbst. Über eine Spiegelkonstruktion wird der kleine Raum, in dem sich Teleskop und Betrachter befinden, instrumentalisiert und Licht so gelenkt, dass der Schauende eine außergewöhnliche Perspektive auf sich selbst erhält und über die Dichte visueller Information im Raum reflektieren kann.

  • Sichtbeton-Hörbeton> Audible Architecture Installation

Bin ich eben drauf gestoßen und musste an dich denken. Ich glaube der könnte dir gefallen, auch wenns dir bei deinem Projekt nicht hilft :D Arbeitet eben viel mit Spiegeln und Illusion: Leandro Erlich (insbesondere "Le Cabinet Du Psy") -Sebastian

Projektdokumentation

Sebastian Wolf: do not touch!

Das Projekt »do not touch!« erforscht Möglichkeiten, digitale (Lebens-)Räume zu erschaffen und mit ihnen eine Brücke zwischen emotionaler Natur und lebloser Technik zu schlagen. Ziel ist die Erschaffung elektronischer Habitate, die ein emotionales Erleben eigentlich technisch-kalter Welten ermöglichen.
Der Prototyp reagiert mit uns bekannten Reflexen auf äußere Einflüsse. Auf Nähe und Berührungen organischer Lebewesen antwortet er mit Einnahme einer typischen Abwehrhaltung

do not touch!


Tao Wang, Shuo Liu: Meridian

Meridian Hand

Durch das Handmodell zeigen wir, wie funktioniert die Akupunktur und was bringt uns die Akupunktur. Es gibt bei unsere Handflaecher 25 Hauptpunkte. Hier zeigen wir 6 spezielle Punkte als Beispiel.

Projektdokumentation

Georgios Koumanidis: Mikrografien

Mikrographien

Die Semesterarbeit mit dem Titel Mikrografien ist nach einer Reihe von Fotos und Videos, die über ein Mikroskop aufgenommen wurden, entstanden. Mein Motiv war durch die Lupe/Linse eines Mikroskops Textur, Materialität bzw. Struktur von verschiedenen Elementen wieder neu zu entdecken. Jedes alltägliche, gewohnte war für mich ein Grund Aspekte wieder neu zu entdecken. Aspekte, die mit dem Auge nicht sichtbar sind. In der ersten Phase der Arbeit wählte ich beliebiges Material, mit einzigem Kriterium die Struktur bzw. das plastische Potenzial, welches das Material möglicherweise in sich birgt, oder sogar das Schatten- und Lichtspiel, das unter dem Mikroskop sichtbar wurde. Das sind in der Regel, die Kriterien nach welchen ich die Fotos ausgearbeitet habe und, die das Resultat der Fotoaufnahmen bestimmt haben.

Projektdokumentation

Xiaomei Wang: „Textil“-kunst

Papier

Wie bekannt, strickt man normalweise mit Stricken. Mit dieser weichen Stoffe kann man viele verschiedenen Kunstwerke entwerfen auch realisieren.
In meinem Projekt wähle ich die Papier als das einzelne Material aus, die man wenig benutz, aber einfach schöne Sache ist. Der Kontrast zwischen Papier und Medienprodukte ist mein Ziel darzustellen. Doch durch das Papiernetz kann man ein andere Blickwinkel schauen, wie wunderbar unsere Welt ist.

Projektdokumentation

Bastian Buegler: SWOPSPOT

direct trading in local and social contexts

Swopspot ist eine App für Sozialennetze, die Mitgliedern die Möglichkeit verschaft, Gebrauchtes, Waren oder Eigenerzeugnisse anzubieten. Dabei soll mit Swopspot aber keine herkömliche Handelsplatform, vergleichbar zu Ebay oder Amazon, für soziale Netzwerke geschaffen werden. Hinter Swopspot steht vieleher der Wunsch, erstmalig lokal bewussten, direkten Handel auf eine Sozialenbasis zu ermöglichen. Im Vordergrund der Entwicklungs Überlegungen steht das Ziel, Resourcen nachhaltig, zugänglich und sozial verantwortlich vertreibbar zu machen. Die Grundlage für diesen Vorsatz bildet eine neuartige Form des Handels, bei der sich Privatpersonen, wiederholt An- und Gegengebote unterbreiten können, bis sie zu einer, für beide Seiten attraktive Vereinbarung, gelangen. Direkter Handeln ist also ein briefartiger, der orientalischen Marktfeilscherei nachempfundener, wechselseitiger Austausch von Angeboten zwischen Anbieter und Interessenten. Ein Angebot kann sowohl Sach und oder Geldleistungen umfassen. Es kann also getauscht und gekauft werden. Im Vordergrund steht also ein wirklich zwischenmenschlicher Service mit einem hohen Grad an Freiheit für die Nutzer, seine Waren nach seinen eigenen Vorstellungen umzusetzen. Durch das Verbinden der angebotenen Waren mit einer, aus Datenschutzgründen, vaagen Standortsangabe könnte, vorallem in Ballungszentren wie Berlin schnell eine interssantes vielseitiges Angebot zusammen kommen. Durch Austausch von Waren mit Menschen aus der unmittelbaren Umgebung liesen sich im günstigsten Falle Verpackungs- und Transportkosten sparen. Zusätzlich erhöht sich auch durch den direkten Austausch auch die soziale Interkonnektivität. Auch ökologisch lassen sich so zumindest bereits bestehenden resourcen, nachhaltig verfügbar gemacht werden. Vorallem aber in Hinsicht auf fairen Welthandel, stellt swopspot eine interessante alternative dar zu bestehenden Absatzsystemen dar. So könnten theoretisch Produzent und Endabnehmer in einen direkten kontakt gestellt werden. Fairer, direkter Handel kann aber auch zu einer Emanzipation der Konsumenten und Produzenten von Zwischenhändlern führen. Durch das Wegfallen der Zwischenhändler wäre es möglich fairen Handel, mit einer für Anbieter und Abnehmer interessanten, günstigeren Preisgestaltung zu betreiben. Ob Landwirtschaftliche Produkte aus der eigenen Region oder exotische Waren, wie Cafe aus Columbien, die Swopspot Utopie soll es jedem möglich machen seine Waren nach seinen Wünschen und Vorstellungen an Mitmenschen abzugeben. swopspot.net

Stephen Nolan: The Hum - Experiments in Sound Deconstruction

Prism bell

The image of a Prism-Bell.

Using surface resonators to deconstruct church bells into their component notes I excite particular frequencies in a bell and play them individually. This gives the bell a alternate dynamic character. The traditional striking of the bell is replaced with careful and directed excitation opening up many possibilities. This semester I developed the project from the initial idea through to application with the support of the Bell Museum in Aploda.

Newton experimented with glass prisms revealing to us the varied wavelenghts that make up white light- The colour spectrum.

This work explores the formal surfaces of sculpture and the emotional immediacy of sound. The bell acts as a prism, at once both a point of focus and dispersion.


Max Albrecht, Patrick Oscity, Michael Weiß: bau-ha.us

Eine der wesentlichen technischen Grundlagen des klassischen Bauhaus war die durch die industrielle Fertigungstechnik neugeschaffene Möglichkeit der Massenproduktion. Gleichzeitig zeichnete sich das Bauhaus durch eine konsequente und exzellente Dokumentation der Arbeiten in Druckschriften und Ausstellungen aus. Diese Ideen an die Gegenwart anzupassen, ist das Hauptziel des Projektes.

Durch die fortschreitende Individualisierung und gleichzeitige Vernetzung in der Entwicklung und Produktion von Medien, Produkten und wissenschaftlichen Arbeiten an der Bauhaus-Universität ist es eine Herausforderung, diese zu dokumentieren, sowie Informationen über ihre Entstehung, Vernetzung und Werdegang zu sammeln, zu speichern und nutzbar zu machen. Da eine zentrale Erfassung dieser Daten unrealistisch ist – für deren sinnvolle Nutzung allerdings eine zentrale Sammlung unabdingbar ist – wird diese dem einzelnen Nutzer überlassen.

Projektdokmentation