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Zahl 30 als Symbol für das Namensjubiläum der Bauhaus-Universität Weimar
Manuela Klaut Less More

Manuela Klaut studierte von 2002 bis 2008 Medienkultur und war anschließend für ein Jahr Mitarbeiterin beim IKKM hier in Weimar. Für das Alumnigespräch erzählte Manuela Klaut an einem herbstlichen Tag im Ilmpark zahlreiche Geschichten aus ihrer Zeit in Weimar. Ihre Anekdoten von angehenden Wissenschaftlern, studentischem Engagement und viel Musik können Sie hier anhören.

Was verstehen Sie unter dem Begriff »Bauhaus«?

Was hat sich während Ihrer Studienzeit an der Bauhaus-Universität Weimar geändert?

Wieso haben Sie sich damals für die Bauhaus-Universität Weimar entschieden?

Wie sind Sie dazu gekommen, sich neben dem Studium auch ehrenamtlich in der Studierendenvertretung zu engagieren?

Was konnte die Studierendenvertretung zu Ihrer Zeit hochschulpolitisch erreichen?

Außerdem haben Sie bei der studentischen Zeitschrift »Micro« mitgewirkt – was hat es damit auf sich?

Welches Erlebnis in Weimar hat Sie besonders geprägt?

Was zeichnet den Studien- und Forschungsstandort Weimar aus?

Caspar Clemens Mierau Less More

Der gebürtige Berliner Caspar Clemens Mierau entwich der Hauptstadt, um sich in Weimar bis 2008 bewusst auf das Diplomstudium der Medienkultur zu konzentrieren. Heute lebt er wieder in Berlin. Neben seinem Job als Head of development bei Moviepilot.com schreibt er Artikel für Onlinemagazine und zieht unter dem Namen »Leitmedium« durch Blogs und Podcasts im Internet Aufmerksamkeit auf sich. Für uns hat er sich einen persönlichen Wunsch-Seminarplan ausgedacht. Im Gespräch erzählt er in Anekdoten, wie ihn das Studium der Medienkultur geprägt hat.

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Caspar Clemens Mieraus Wunsch-Seminarplan

Wir haben Caspar Clemens Mierau gebeten, sich Titel fiktiver Seminare an der Bauhaus-Uni zu überlegen, die er gerne selbst besucht hätte. Das Ergebnis ist ein persönlicher Wunsch-Seminarplan, den er am Ende des Gespräches erläutert. Die Unterhaltung, die wir während des Besuches am 1. Dezember 2015 bei ihm im Büro in Berlin aufzeichneten, kreist außerdem um diese Themen:  
»Die wissenschaftliche Welt mit der Sich-Selbst-Beschäftigung mit einem wissenschaftlichen Thema«: Nebenberufliche Promotion; wie Tatort schauen im Studium die Studienwahl beeinflusst; Interdisziplinarität; Inspiration; Schreibstil; Kulturtechniken; Hintergrundgeräusche; Bauhaus; Studentenproteste 2003; Studentenwohnheim Jakobsplan; Kulturshock in Weimar; Architekten in Seminaren; Goethe, Ginkgo & Co.; Media Cultural Analysis u.v.m.

Wunsch-Seminarplan

*Touristen – eine kleine Kulturgeschichte der temporären Fremdheit*

*Nietzsche, Goethe, Schiller, Liszt – wie wir die Klassiker vermeiden können*

*Mensa – Essen an Nicht-Orten*

*interdisziplinär – Bauingenieure, Architekten, Mediensystemler und Medienkulturwissenschaftler entwickeln eine Stadt in Minecraft.*

Nazan Gökdemir Less More

Nazan Gökdemir wurde 1980 in Hannover geboren. 2001 begann sie das zweisprachige Diplom-Studium der »Europäischen Medienkultur« an der Bauhaus-Universität Weimar und an der französischen Partneruniversität Université Lumière in Lyon. Nach ihrem Abschluss absolvierte sie ein Redaktionsvolontariat beim ZDF und arbeitete anschließend als Reporterin für mehrere Nachrichtenformate. Seit 2012 moderiert sie das Nachrichtenmagazin »Arte Journal« und seit 2020 das ZDF-Nachrichtenmagazin »heute journal up:date«. Von 2013 bis 2020 war sie als Moderatorin und Reporterin für die ZDF-Sendung »Forum am Freitag« tätig.

Von uns bekam die Journalistin fertige Antworten, zu denen sie anschließend passende Fragen formulieren sollte. Heraus kam ein leicht skurriles Interview.

Vorgegebene Antwort: »Ersteres, unter Bauhaus verstehe ich vor allem das« Less More
»Ganz und gar nicht! In Weimar gibt es dafür viele Möglichkeiten. Das gefiel mir damals und gefällt mir heute noch sehr gut an der Stadt« Less More
»So reagieren zumindest viele, wenn Sie hören, wo ich studiert habe« Less More
»Nein. Das lehrte man uns an der Bauhaus-Uni nicht« Less More
»Das Studium in Frankreich war in dieser Hinsicht ganz anders. Dort konnte ich mich intensiver mit dem Thema auseinandersetzen« Less More
»Goethe und Schiller« Less More
»Das WG-Leben« Less More
»Ja, deshalb bin ich gerne in Straßburg. In Mainz fehlt mir das schon ein wenig« Less More
»Das würde ich so nicht mehr machen« Less More
Katharina Spiel Less More

NutzerInnen, Kryptografie, Italowestern, Geschlechtsidentitäten und Körperkonstruktionen – Katharina Spiel kann aus ihren Studienerfahrungen heraus diese Begriffe durchaus in einen schlüssigen Zusammenhang bringen. Von 2005 bis 2014 studierte sie Medienkultur und Mediensysteme sowie Computer Science and Media an der Bauhaus-Universität Weimar. Gleichzeitig war sie als zweitjüngstes Mitglied 5 Jahre lang im Stadtrat involviert. Nun promoviert sie an der TU Wien und findet auch dort immer wieder Bezüge zu Weimar.

Kattas »Bauhaus«-Stationen

Wir haben Katharina Spiel darum gebeten, zu jeder Antwort auch die Koordinaten eines Ortes zu nennen, den sie damit assoziiert. Wer Lust darauf hat Katharina Spiels Weimar zu erkunden, braucht sich nur auf den Weg zu machen, die Koordinaten kopieren und bei openstreetmap eingeben. Geoaching-Profis können natürlich auch gerne einen GPS-Empfänger zur Hand nehmen und die Orte selbst aufspüren. Für Ungeduldige und Nichtfindende ist die Auflösung hier einsehbar.

Was bedeutet der Begriff »Bauhaus« für dich? Less More

       

50.984849, 11.324479

Koordinaten kopieren und bei openstreetmap eingeben.

An welche Momente in deinem Studium erinnerst du dich? Less More

       

50.980830, 11.335154

Koordinaten kopieren und bei openstreetmap eingeben.

Was ist das Besondere an der Lehre hier? Less More

       

50.966038, 11.328726

Koordinaten kopieren und bei openstreetmap eingeben.

Wann/woran hast du gemerkt, dass du den Studiengang augmentieren willst und wie hat das funktioniert? Less More

       

50.978453, 11.325166

Koordinaten kopieren und bei openstreetmap eingeben.

Was unterscheidet unsere Universität von der TU Wien? Less More

       

50.974919, 11.329562

Koordinaten kopieren und bei openstreetmap eingeben.

Was ist das Besondere an der Stadt Weimar? Less More

       

51.020640, 11.249298

Koordinaten kopieren und bei openstreetmap eingeben.

Findest du etwas von Weimar in Wien wieder? Less More

       

50.979844, 11.325696

Koordinaten kopieren und bei openstreetmap eingeben.

Womit hast du die meiste Zeit verbracht? Less More

       

50.972711, 11.329278

Koordinaten kopieren und bei openstreetmap eingeben.

Was haben die Studenten zu deiner Zeit so getrieben? Less More

       

50.982998, 11.320560

Koordinaten kopieren und bei openstreetmap eingeben.

Wie findet man von Weimar seinen Weg in die Welt? Less More

       

50.971250, 11.335569

Koordinaten kopieren und bei openstreetmap eingeben.

Bettina Blümner Less More

Die mit dem Deutschen Filmpreis 2008 ausgezeichnete Regisseurin und Drehbuchautorin Bettina Blümner studierte 1998 bis 1999 Medienkultur und -gestaltung an der Bauhaus-Universität Weimar. In dieser Zeit entstanden zwei Kurzfilme und aus dem breit gefächerten Studium erwuchs der Beschluss, die Richtung »Film« einzuschlagen. Bettina Blümner erzählt von den Projekten, Orten und Menschen, die ihr in Weimar ans Herz gewachsen sind. Sie gibt Einblick in ihre aktuelle Arbeit und hat einen eingängigen Ratschlag für angehende Filmemacher parat.

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Was bedeutet für dich der Begriff »Bauhaus«? Less More

Der Begriff Bauhaus bedeutet für mich der Weg hin zur Moderne. Die Idee des Zusammenschlusses der verschiedenen Künste gefällt mir ausgesprochen gut

Welche Erkenntnisse hat dir das Studium an der Bauhaus Uni gebracht? Less More

An der Bauhaus Uni habe ich zum einen zwei Kurzfilme realisieren können, zum Beispiel einen über den ältesten DJ und den ältesten Sexshopbesitzer Deutschlands. Zum anderen haben Dunja Funke und ich die Ausstellung »20-20 -eine photographisch akustische Retrospektive der Jugendkultur des 20. Jahrhunderts« vorbereitet und in der ACC Galerie in Weimar ausgestellt. Diese Arbeiten waren sehr wichtig für mich. Sie haben mich letztendlich dazu gebracht mich verstärkt auf das Medium Film zu konzentrieren.

Wie war das Studium in Weimar verglichen mit dem Studium an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg und der der Escuela Internacional de Cine y Televisión auf Kuba? Less More

An der Filmakademie Baden-Württemberg und auch an der EICTV auf Kuba habe ich den Schwerpunkt Regie gewählt und Szenische und dokumentarische Regie studiert. D.h. der Schwerpunkt meines Studiums stand fest und war weniger breit gefächert als in Weimar.

Woran erinnerst du dich, wenn du an Weimar denkst? Less More

Ich erinnere mich gerne an mein »WG Zimmer« zurück. Ich habe zusammen mit einem anderen Kommilitonen im Marie Seebach Stift oberhalb von Weimar gelebt. Das Haus in der Tiefurter Allee ist eigentlich für pensionierten Bühnenangehörigen und Schauspieler gedacht, sie haben aber auch einigen Studenten Unterkunft gewährleistet. Dort herrschte eine ganz eigene Atmosphäre.

Weimar im Vergleich zu Berlin. Less More

Weimar ist natürlich kleiner als Berlin, aber es gibt dort viele schöne Orte, die ich in guter Erinnerung habe: den Park an der Ilm, die Uni Bibliothek, das Residenz Café, die ACC Galerie, die Uni und Museen etc.

Was bietet Weimar, was Berlin nicht zu bieten hat und umgekehrt? Less More

Die Konzentration aufs Studium ist in Weimar möglicherweise größer als in Berlin. Und ich habe Freunde und Teammitglieder gefunden, mit denen ich auch nach unserem Studium zusammen arbeite, zum Beispiel die Cutterin Julia Wiedwald oder die Dramaturgin Dunja Funke.

Woher nimmst du die Inspiration? Wie findest du deine Themen und Protagonisten? Less More

Das ist eine schwierige Frage. Natürlich kommt meine Inspiration aus meinen persönlichen Erlebnissen, meiner Umgebung, meinen Freunden,  meinen Reisen und meiner Arbeit. Wenn mich Menschen, ein Ort oder Themen faszinieren überlege ich schon, ob ich daraus einen Film machen kann.

Gibt es einen Stil oder ein Konzept, das du in deinen Filmen verfolgst? Less More

Jeder Film hat ein anderes Konzept, da ja auch jeder Film anders ist, ein anderes Thema hat und einer speziellen Umsetzung bedarf.

Gibt es Filmemacher/ Autoren, die dich geprägt haben? Less More

Ja da gibt es einige, aber letztendlich geht es darum eine eigene Handschrift zu entwickeln, Dinge auszuprobieren, zu scheitern und daraus zu lernen.

Was rätst du angehenden Filmemachern unter den Mediengestaltern? Less More

Einfach machen!

2014 hast du den Dokumentarfilm »Parcours D’amour« realisiert. Er lief ab Juni 2015 in den Berliner Kinos. Wo können wir Weimarer diesen oder auch andere Filme von dir sehen? Less More

Ich war 2013 in Weimar im Kino mon ami zu Gast – mit meinem Spielfilm »Scherbenpark« . Der Berliner Verleiher Torsten Frehse bemüht hat bisher drei Filme von mir ins Kino gebracht, auch in Weimar liefen sie, soweit ich weiß. Das waren »Prinzessinnenbad«, »Scherbenpark« und »Parcours d´amour«. Die Filme kann man auch als DVD bestellen oder ausleihen, vielleicht gibt es sie ja auch in der Uni Bibliothek in Weimar?! Oder in der Videothek? Oft gibt es aber auch Wiederholungen im Fernsehen.

Woran arbeitest du aktuell? Less More

Ich habe gerade eine Auftragsarbeit für die UFA realisiert: die Inszenierung von drei Folgen einer Kinderserie. Wenn ich damit fertig bin, widme ich mich dem Drehbuchschreiben und der Entwicklung von neuen Projektideen.