Performativität

Performativität beschreibt grundsätzlich die Notwendigkeit, „bekannte Phänomene“ zu befragen und neue Formen zu entwickeln, um „auf sie zu reagieren, sie zu erfahren und über sie nachzudenken“.* Mit Hilfe ihres Körpers und oft unter Einsatz von Medien machen Künstler*innen Unterbewusstes und Verdrängtes sichtbar. Sie thematisieren kulturelle Prägungen, gesellschaftliche Praxen und erlernte Gewohnheiten. Unbewusstes Handeln sowie dessen Wirkungen werden befragt. Elementare Strukturen des sozialen Miteinanders werden enthüllt. Wirklichkeiten werden damit neu erzählt und unsere Ideen und Vorstellungen von Wirklichkeit zugleich hinterfragt.

*Vgl. George, D. (1998): Performance Epistemology. In: Gough, R. / Allsopp, R. (Hrsg.): Performance Research 1/1: The temper of time (Theatre Studies) (o.S.). London. Zit. n.: Pfeiffer, M. (2012): Performativität und Kulturelle Bildung. In: Bockhorst, H. / Reinwand-Weiss, V. / Zacharias, W. (2012) (Hrsg.): Handbuch Kulturelle Bildung. München, S. 211 – 216

Quelle

Rücker, Sandra / Dreyer, Andrea / Bauhaus-Universität Weimar, Professur Kunst und ihre Didaktik (Hg.) (2024): Bildberührung. Künstlerische Strategien im ländlichen Raum. 1. Aufl., Zwickau: Spektrum Zwei/Pabst & Beyer GbR

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beigetragen am 01.04.2025