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Zahl 30 als Symbol für das Namensjubiläum der Bauhaus-Universität Weimar

Studiengänge/ -programme

4

Professuren

9

Dozenturen

2

Social media

Filme, TV-Serien, Straßen, Tiere, Bildschirme, Rituale, Spiele, Manuskripte oder Labore – dies sind nur einige der zahlreichen Gegenstände medienkulturwissenschaftlicher Forschung und Lehre in Weimar. Medienkultur in Weimar erforscht, wie Medientechniken und -praktiken auf kulturelle und soziale Prozesse einwirken – und umgekehrt. Neben klassischen (Massen)Medien wie Film, Fernsehen, Bildende Kunst und Literatur liegen daher auch die medialen Verschränkungen und Netzwerke z. B. von Infrastrukturen, Archiven, Techno-Ökologien und Ausstellungen in unserem Fokus.

Kulturwissenschaftliche Medienwissenschaft verschiebt den Blickwinkel auf kulturelle und gesellschaftliche Gestaltungsprozesse, weil diese nicht nur mit Medien stattfinden, sondern auch durch diese möglich werden: Die Bedingungen des Denkens, Forschens, des Empfindens, Subjekt-Werdens und Schreibens und vieler andere Kulturtechniken erscheinen so aus medienkulturwissenschaftlicher Perspektive in neuem Licht – eingebettet in die Netzwerke ihrer medialen Voraussetzungen.

Professuren & Dozenturen Less More

Jun.-Prof. Dr. Jasmin Degeling

Junior Professorship of Media Anthropology

Prof. Dr. Lorenz Engell

Professorship of Media Philosophy

Dr. Katja Hettich (Vertretung)

Junior Professorship of European Media Culture

Prof. Dr. Rebekka Ladewig

Professorship of History and Theory of Cultural Techniques

Prof. Dr. Jörg Paulus

Professorship of Archival and Literary Studies

Prof. Dr. Henning Schmidgen

Professorship of Media Theory and History of Science

Prof. Dr. Christiane Voss

Professorship of Philosophy and Aesthetics

Jun.-Prof. Dr. Sabine Wirth

Professorship of Digital Cultures

Prof. Dr. Andreas Ziemann

Professorship of Sociology of Culture and Media

Dr. Simon Frisch

Film and Media Studies (Lecturer)

Dr. Irina Kaldrack

Society and Digialization (Lecturer)

Profil Less More

Ein Ort der Spitzenforschung

Die Weimarer Medienwissenschaft ist einer der führenden Standorte der Medienforschung in Deutschland, von dem zentrale Impulse in die internationale Forschung ausgehen. Dass sie im Dialog mit internationaler Spitzenforschung steht, zeigt sich in zahlreichen Forschungsprojekten an der Fakultät und den damit verbundenen Veranstaltungen. Die hohe Dichte an Forschungsprojekten ist für die Studierenden in ihrem Studienalltag erlebbar: Wir gestalten eine intensive Kultur der Vorträge, der Diskussion und anderer Veranstaltungen wie Tagungen und Workshops mit internationalen Gastwissenschaftler*innen - beispielsweise im Rahmen des Exxzellenzclusters Imaginamics.

Auch die Nähe zur lebendigen Kulturlandschaft in Weimar und in der Forschungslandschaft im Netzwerk Erfurt und Jena prägt das Klima in Forschung und Lehre. Enge Kooperationen bestehen beispielsweise mit der Klassik Stiftung Weimar oder dem Lichthaus Kino.
Darüber hinaus ermöglichen über 20 internationale Kooperationen und Austauschmöglichkeiten für Studierende und Lehrende nach Nord- und Südamerika und in Europa die Vernetzung in Weimar und über Weimar hinaus. Das binationale Studienprogramm Europäische Medienkultur sowie der englischsprachige Masterstudiengang Media Ecologies runden das internationale Profil der Medienwissenschaft ab.

Forschungsschwerpunkt »Kulturwissenschaftliche Medienforschung«

Die kulturwissenschaftliche Medienforschung untersucht Themen wie die Mediatisierung, Digitalisierung und Globalisierung in modernen Lebenswelten. Über disziplinäre Grenzen hinaus wird dabei der Zusammenhang materiell-technischer Anordnungen und soziokultureller Prozesse erforscht. Das Zusammenwirken technischer Systeme und Apparaturen der Beobachtung, Aufzeichnung, Verarbeitung und Verbreitung einerseits und kultureller Systeme des Verhaltens, des Wissens und Erkennens und allgemein der Sinnproduktion andererseits spielen dabei eine wichtige Rolle. Aufgabe der kulturwissenschaftlichen Medienforschung ist es, solche Prozesse und Zusammenhänge durch historische, analytische und theoretische Reflexionen greifbar und verstehbar zu machen. Um dies zu erreichen, müssen zunächst historisches und systematisches Wissen auch weiterhin integriert und in ihrer gleichrangigen Zusammenführung weiterverfolgt werden. Dafür werden verschiedene Untersuchungsebenen von der Einzelmedienforschung und -analyse bis hin zu Gesellschaftstheorie, Kulturgeschichte und Medientheorie einbezogen.

Eine Kultur des offenen Denkens

Die Medienwissenschaft in Weimar blickt auf eine lange Tradition der kulturwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Medien und Medialität zurück. Sie ist zentraler Knotenpunkt und Think Tank einer innovativen kulturwissenschaftlichen Medienforschung, geprägt durch originelle und unkonventionelle Herangehensweisen und Methoden – in Forschung und Lehre. Denn Medienwissenschaft in Weimar lebt den engen Zusammenhang von Forschung und Lehre. Sie lässt sich als eine Kultur des Austauschs, des Experimentierens und des offenen Denkens charakterisieren: Es geht uns darum, gemeinsam neue Fragen und Perspektiven für Forschung und Berufsleben im Bereich der Medienwissenschaft zu entwickeln. Intensive Betreuung und die Begleitung einer individuellen Entwicklung des (wissenschaftlichen) Profils unserer Studierenden sind zentral für unser Selbstverständnis.

Lehrprofil Less More

In our degree programs, we encourage fundamental broadly applicable skill sets and an understanding of how to frame problems and generate solutions. This includes: Adequate research of sources and data, conveying different forms of knowledge and knowledge cultures, methodological reflective thinking, argumentation and writing. Students should be capable of successfully presenting new points of view and insights with a view to promoting understanding.

The coursework in our programmes, therefore, has more to offer than simply frontal instruction in lectures. We encourage independent thinking and an experimental approach to the terms and objects of media. That is why our didactic profile includes diverse and innovative practices, methods and presentation formats:

  • Project-oriented group work
  • Open discussion culture/plenum
  • Creative and experimental presentation forms, such as film essays, blogs and exhibits
  • Cooperation with foundations and archives
  • Experimental instructional formats (outside the seminar rooms as well)
  • Excursions and film viewings
  • Provision of e-learning courses

Praktiken, Methoden und Veranstaltungsformate

Die Lehre in unseren Studiengängen hat daher mehr zu bieten als Frontalunterricht in Vorlesungen. Wir wollen eigenständiges Denken und einen experimentellen Umgang mit dem Medienbegriff und -gegenständen fördern. Unser didaktisches Profil beinhaltet daher vielfältige innovative Praktiken, Methoden und Veranstaltungsformate:

  • Projektorientierte Gruppenarbeit
  • Offene Diskussionskultur/Plenum
  • Kreative und experimentelle Präsentationsformen wie Filmessays, Blogs oder Ausstellungen
  • Kooperationen mit Stiftungen und Archiven
  • Experimentelle Lehrformate (auch außerhalb der Seminarräume)
  • Exkursionen und Kinobesuche
  • Bereitstellung von E-Learning-Angeboten

Research-oriented instruction

We live a close relationship between coursework and research: Research-oriented teaching and teaching-oriented research are therefore our number one priority. As part of the project study we motivate students to pursue autonomous, reflective development of media and cultural-scientific issues, as well as theory-based and empirical research. From the very beginning, students are involved in current research topics, which keeps them in step with the international discussion within media studies. In the context of their studies, they receive targeted encouragement, giving them the opportunity to develop their own academic profiles at an early stage. In addition, they maintain a lively exchange with established scholars at the International Research Institute for Cultural Techniques and Media Philosophy (IKKM) or the Competence Centre for Media Anthropology (KOMA). In the Media Studies programme, students also organise their own master's conference. Publication activities within the scope of student or other publishing formats, such as the Kinoheft or the media culture magazine EJECT, are supported sustainably.

Student feedback

Evaluations are an integral part of our courses. For us, evaluating results in collaboration with students is an important building block for the qualitative refinement of our coursework. For instance, within the framework of the regularly scheduled »Media Studies in Dialogue« podium discussion, as well as in day-to-day discussions with our students, we speak openly about problems and the potential of our courses of study, even outside of evaluations.

Franziska Fritsch

Administration Office Department of Media Studies