Jedes Wahrnehmen ist spezifisch
»Alles Wahrnehmen ist spezifisch. Damit meine ich [...] den Umstand, dass jedes Wahrnehmen eine bestimmte Typik aufweist und dass diese Typik zwar etliches wahrnehmbar macht, anderes aber konstitutiv ausschließt. Etwas zu sehen heißt stets auch, etwas anderes zu übersehen. Es gibt kein Sehen ohne blinden Fleck.«
Quelle
Welsch, Wolfgang (2007): Ethische Konsequenzen der Ästhetik. Ein Plädoyer für ästhetische Bildung. In: Niehoff, Rolf/Wenrich, Rainer (Hg.): Denken und Lernen mit Bildern. München: kopaed, S. 254-270, hier S. 267
