Albtraum Partizipation. Eine alternative Praxis

Im Laufe dieses Weges sollte eine alternative Lesart der Partizipation und dessen, was mit ihr zusammenhängt, skizziert werden, eine Lesart, die sich vom Performer zum proaktiven Enabler bewegt, jenseits der vom Event angetriebenen Realitäten einer bestimmten Kunstproduktion rund um gesellschaftliche Situationen, hin zu einem direkten und persönlichen Engagement und zur Stimulierung spezifischer Realitäten in der Zukunft. Das kann nur dadurch erreicht werden, dass man die Falle vermeidet, in einem Milieu, wie etwa in der Kunstwelt, oder in einem einzigen politischen Projekt stecken zu bleiben. Menschen haben Füße, um sich zu bewegen und nicht um stehenzubleiben. Sonst wären wir Bäume. Das muss auch zu einer vom Inhalt und von der Agenda angetriebenen nomadischen Praxis, die von kritischen Untersuchungen getragen wird, und zu einer außerdiskursiven Position führen, bei der man ein Milieu verlässt, damit man es auf andere Weise wieder betreten kann.

Quelle

Miessen, Markus (2012): Albtraum Partizipation. In: Christoph Doswald / Stadt Zürich: Art and the City. A Public Art Project. Zürich: JRP|Ringier, S. 104–109 und In: Torsten Meyer / Gila Kolb (Hg.) (2013): What's next. Art Education, Reader Nr. 1, S, 384 ff., aus dem Englischen von Ronald Voullié

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beigetragen am 01.11.2024