Newsletter 01.2026
1. Forschungsergebnisse sichtbar machen: Bauhaus-Universität Weimar startet eigene Universitätsbibliographie
Seit dem 5. Januar 2026 ist die Universitätsbibliographie der Bauhaus-Universität Weimar online verfügbar. Sie dient als zentrales Nachweisinstrument für Veröffentlichungen von Mitgliedern und Angehörigen der Bauhaus-Universität Weimar. Erfasst werden Publikationen ab dem Berichtsjahr 2022 – von Konferenzbeiträgen über Bücher und Buchbeiträge bis hin zu Aufsätzen in wissenschaftlichen Zeitschriften und Dissertationen.
Grundlage für die Erfassung der bibliographischen Angaben bilden Metadaten aus dem Katalog K10plus, der Datenbank Scopus sowie der Digitalen Bibliothek Thüringen (DBT). Darüber hinaus können Universitätsmitglieder und -angehörige bislang nicht erfasste Publikationen selbstständig in das Portal eintragen. Perspektivisch wird die Universitätsbibliographie an das im Aufbau befindliche Forschungsinformationssystem (FIS) der Bauhaus-Universität Weimar angebunden. Damit sollen bibliographische Nachweise künftig direkt mit Projekten und weiteren Forschungsinformationen verknüpft werden können.
Die Bauhaus-Universität setzt mit dieser Bibliographie ein zentrales Ziel der Thüringer Strategie zur Digitalisierung im Hochschulbereich um: den Aufbau eines Monitorings für Open-Access-Veröffentlichungen an allen Thüringer Hochschulen.
Weitere Informationen finden Sie in der Medieninformation.
2. Universitätsbibliothek Weimar beteiligt sich am Transformationsvertrag Sage Journals (2026-2028)
Ab 2026 ist die Bauhaus-Universität Weimar teilnehmende Einrichtung am Transformationsvertrag mit dem Verlag Sage Publications. Mit dem Vertrag haben Mitglieder und Angehörige der Universität Lesezugriff auf alle rund 1.300 Journals von Sage. Außerdem können Publizierende der Universität als corresponding authors Open Access in allen hybriden Sage Journals veröffentlichen. Bitte achten Sie bei der Einreichung Ihrer Artikel auf die korrekte Angabe der Affiliation zur Bauhaus-Universität Weimar und Nutzung Ihrer institutionellen E-Mail-Adresse.
Für das Publizieren in den rund 200 Gold Open Access Journals von Sage ist - wie bisher - vorab ein Antrag an den Open-Access-Publikationsfonds erforderlich. Beim überwiegenden Teil der Gold OA-Journals gilt im Rahmen des Transformationsvertrages ein Rabatt in Höhe von 20 Prozent auf Publikationsgebühren (APCs).
3. Neuer Zugriff auf den digitalen TGL-Bestand der Universitätsbibliothek
Aufgrund eines Serverumstiegs wird der digitale TGL-Bestand unserer Bibliothek ab sofort über eine andere Plattform bereitgestellt. Neu ist, dass die Dokumente jetzt auch im Volltext durchsucht werden können und damit eine präzisere Recherche möglich ist. Die Treffer können dann als PDF-Dokument angezeigt werden.
Weitere Informationen zu unserem TGL-Bestand, den Rechercheeinstieg sowie dafür notwendige Anmeldeinformationen finden Sie auf unserer Webseite zu Normen unter dem Reiter TGL-Normen.
4.»Es gibt also keine Erinnerung ohne Wahrnehmung«: Bauhaus-Universitätsverlag würdigt Maurice Halbwachs’ Denken und Schaffen
Im Dezember 2024 hatte die Bauhaus-Universität Weimar mit einer Festveranstaltung ihr Auditorium Maximum zu Ehren des französischen Soziologen und Philosophen in »Maurice-Halbwachs-Auditorium« umbenannt. Der Festakt umfasste mehrere Reden prominenter Wissenschaftler*innen – diese sind ab sofort in dem Band »Es gibt also keine Erinnerung ohne Wahrnehmung« / »Il n’y a donc pas de souvenir sans perception« nachzulesen, der im Bauhaus-Universitätsverlag erschienen ist.Herausgeber sind Universitätspräsident Peter Benz und Bibliotheksdirektor Frank Simon-Ritz.
Der zweisprachige Band in Deutsch und Französisch rückt den Namensgeber des Hörsaals, Maurice Halbwachs, in den Mittelpunkt und zeigt auf, wie vielfältig die Verbindungen von Halbwachs zu Weimar und Deutschland sind. Sein Werk, seine Wirkung und auch sein Tod infolge der unmenschlichen Haftbedingungen im Konzentrationslager Buchenwald prägen bis heute das wissenschaftliche und gesellschaftliche Erinnern. Die Bauhaus-Universität Weimar fühlt sich diesem bedeutenden Denker des 20. Jahrhunderts und Begründer des Konzepts des kollektiven Gedächtnisses in besonderer Weise verpflichtet und setzte mit der Umbenennung des Audimax ein klares Zeichen gegen Faschismus und Autoritarismus.
Weitere Informationen finden Sie in der Medieninformation.
5. Aktuelle Ausstellungen in der Universitätsbibliothek
Im Februar und März präsentiert die Universitätsbibliothek drei Ausstellungen, die sich auf unterschiedliche Weise mit Fragen von Identität, Materialität und Wahrnehmung auseinandersetzen.
»Entanglements« von Raisa Bosich (03.02.–06.03.2026, F-1) ist ein multidisziplinäres Abschlussprojekt, das mithilfe von Installation, Skulptur und einem Künstlerbuch menschliche Verbindungen, Migration und kulturelle Identität am Beispiel des Fadenspiels thematisiert.
Mit »Chasing paper« (05.02.–14.02.2026, Limona) laden Studierende des Bauhaus-Moduls »Wait, later this will be nothing« unter der Leitung von Harry Copas zu einer Schatzsuche durch die Regale der Kunst- und Designabteilung ein. Mehrere Künstlerbücher sind verborgen im Bestand platziert und können mithilfe eines Lageplans entdeckt werden. Die Vernissage findet am 05.02.2026 um 19 Uhr im Foyer der Universitätsbibliothek statt.
Die Rauminstallation »Fehl am Platz« von Judith Klingner (11.02.–11.03.2026, Foyer der Universitätsbibliothek) greift das Gefühl des Fehl-am-Platz-Seins auf. Grundlage ist eine anonymisierte Befragung, an der sich über 60 Personen beteiligt haben. Zwölf Statement-Banner machen das oft verdrängte Gefühl sichtbar und vermitteln eine klare Botschaft: Du bist nicht allein. Die Vernissage findet am 11.02.2026 um 18 Uhr statt.
6. »FAIRify your Data 2.0«: Workshop des TKFDM
Im Kontext der Love Data Week veranstaltet das Thüringer Kompetenznetzwerk Forschungsdatenmanagement den Workshop »FAIRify your Data 2.0«, bei dem auf die FAIR-Prinzipien eingegangen wird. Es wird erläutert, wie ein veröffentlichter Datensatz anhand der Prinzipien auf seine Nachnutzbarkeit bewertet werden kann. Außerdem wird das neue FAIR Assessment Tool des Netzwerks vorgestellt.
Der Workshop findet online statt und die Anmeldung ist kostenlos.
Stefanie Röhl
Sachgebietsleiterin
Informationsdienste
