...liegt Nichts - aus Sicht des Computers. Null und Eins heißen die Befehle, die den Computer ans Laufen bringen. Alltagsszenarien oder natürlichen Prozessen "Null" oder "Eins" zuzuordnen hingegen ist nicht so einfach. Schnell verliert das, was wir als Flut von sinnlichen Eindrücken erleben, im Falle einer Reduktion auf zwei Zustände seine wesentlichen Eigenschaften.

Da bedarf es schon der Phantasie in Form eines Modells oder einer gedanklichen Interpretation, um Sachverhalte auf Null und Eins, An und Aus, Ja oder Nein zurückzuführen.

Im Projekt finden studentische Vorhaben Platz, die sich mit natürlichen und lebendigen Prozessen befassen, seien sie biologisch oder sozial. Ausgehend von Recherchen und Beispielen der Übersetzung natürlicher Prozesse ins Digitale werden gemeinsam oder individuell Projekte realisiert, die "Natur" und "Selbst-Organisiertes" ins "Technische", "Künstliche" oder "Künstlerische" übertragen.

Begleitend zum Projekt findet in Zusammenarbeit mit der Kunsthochschule für Medien Köln im Rahmen einer Exkursion nach Senones/Frankreich ein mehrtägiger "Biological Computing Workshop" statt, (gewertet als Fachkurs) in Kollaboration mit Prof. Georg Trogemann und Lasse Scherfing, beide KHM Köln, und Ralf Baecker. Die Veranstaltung wendet sich an Master-Studierende

Leistungsnachweis

  1. die Ausarbeitung des Konzepts, die konkrete Umsetzung in Objekte Installationen, Grafiken, Produkten, Performances und ähnliches, das Ergebnis ist am Ende des Semesters zu präsentieren (70%).
  2. Zu der abzuliefernden praktischen Arbeit sollte die Vorstellung und kurze schriftliche Ausarbeitung eines gestalterischen Werkes oder eines Themengebiets hinzukommen, das sich inhaltlich an die persönlich gewählte Projektarbeit anschliesst. Für die Auswahl wird eine Link- und Literaturliste zur Verfügung stehen (15%).
  3. Diese Ausarbeitung ist im Rahmen des Kolloquiums zu präsentieren und zu diskutieren (15%).

Zielgruppe

Das Projekt richtet sich an Master-Stundierende der Mediengestaltung; Studenten der Architektur, Medienkultur, Mediensysteme und der Gestaltung sind ebenfalls willkommen.

Details

Literatur

Semesterapparat