Marcus Grysczok "Jetzt Erst Recht" - One day @ Hambacher Forst 9 min anidoc film

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For more than five years, people on the Hambach Forest occupation have been working against the dirty lignite and for a climate-friendly world without exploitation.

I was there for one day, first for the campaign "Sei die Rote Line" & later for the 47th forest walk (Michael Zobel).

Originally I wanted to go to the forest with a group of students of the Freie Regenbogen Schule Erfurt for an art action. Initially there had open ears for the project, but the closer the deadline came, the greater the concerns. Eventually, the school cancelled the project. The main argument (fear) was that the children would be instrumentalized. Now I decided to make a film about the forest and show it to the children and the school.

here we go:https://youtu.be/B4Gg3N0qAxo

Background information about the campaign, the forest and the occupiers

Buirer for Buir" initiative:

Between Morschenich, the excavators and the Hambach Forest we will again set an impressive sign. Dressed in red, with red banners and banners we say "until here and no further", like 2016 and 2017 many people will be on the road in and around the forest, red, clearly visible and unmistakable.

However, the Red Line is not only setting an example against the continuation of the devastating lignite-fired power generation by RWE and the associated destruction of the Hambach Forest - the Red Line is also sending a signal to the state government of North Rhine-Westphalia and its Prime Minister Laschet: His proposal to replace the Bröckel nuclear power plant in Tihange with lignite power is the sale of our home for RWE coal and the betrayal of all climate protection targets at federal, state and international level.

We call for a complete phase-out of nuclear energy. We demand that no more fuel elements be delivered from Germany to Tihange with immediate effect. We demand an ambitious coal phase-out law and thus the rescue of the Hambach forest and climate. The clearing of the forest

In 1978, the energy group RWE (then Rheinbraun) bought the forest from the surrounding communities. Since then it has been cleared to mine lignite. Of the once 5,500 hectares of forest, only one tenth remains. Every year RWE has the permission to clear 70 ha of forest. The clearing work may only take place from October to March, although RWE has repeatedly cleared illegally in recent years. If the open-cast mining progresses as planned, the remaining forest will be completely destroyed in three years.

The occupiers Five years ago, people pulled the first platform into the trees of the forest to occupy it. Then as now we are a mixed bunch. Each*r here has different motives, motivations and ideas of action, but we are all united by the desire to counteract the exploitation of man and nature. People with different lifestyles live and work here: some have been living for years without papers and money, others study while they live here and others work for pay half of the year and spend the other half here. The place is characterized by the fact that many different people come and go, build and create, fight and live. And "us" does not only include the occupiers. Without the large network of supporters* it would never have been possible to maintain the occupation. This network includes lawyers and doctors, residents with warm showers and a big heart, and countless people who may not live here but do a lot from home to fight against lignite and for a fairer world.

https://hambacherforst.org/besetzung/



Seit über fünf Jahren engagieren sich Menschen auf der Hambacher Forst Besetzung gegen die dreckige Braunkohle und für eine klimagerechte Welt ohne Ausbeutung.

Ich war für einen Tag dabei, erst bei der Aktion "Sei die Rote Line" & später noch beim 47. Waldspaziergang (Michael Zobel).

Ursprünglich wollte ich mit einer Gruppe von Schüler der Freien Regenbogen Schule Erfurt für eine Kunstaktion in den Wald fahren. Anfänglich gab es auch offnen Ohren für das Projekt, aber je näher der Termin kam, um so größer wurden die Bedenken. Letztendlich hat die Schule das Projekt abgesagt. Das Hauptargument (Befürchtung) war, die Kinder würden dabei instrumentalisiert. Nun habe ich beschlossen einen Film über den Wald zu machen und den Kindern und der Schule zu zeigen.


hier geht´s zum Film:https://youtu.be/B4Gg3N0qAxo

Hintergrund Infos zur Aktion, zum Wald und zu den Besetzern

Initiative "Buirer für Buir" schreibt:

Zwischen Morschenich, den Baggern und dem Hambacher Wald werden wir erneut ein eindrucksvolles Zeichen setzen. Rot gekleidet, mit roten Transparenten und Bannern sagen wir "bis hierher und nicht weiter", wie 2016 und 2017 werden viele Menschen im und um den Wald unterwegs sein, rot, unüberseh- und unüberhörbar.

Die Rote Linie setzt aber nicht nur ein Zeichen gegen die Fortsetzung der verheerenden Braunkohle-Verstromung durch RWE und die damit verbundene Zerstörung des Hambacher Waldes - die Rote Linie setzt auch ein Zeichen an die Landesregierung NRW und deren Ministerpräsident Laschet: Sein Vorschlag, das Bröckel-Atomkraftwerk in Tihange durch Braunkohlestrom zu ersetzen ist der Verkauf unserer Heimat für RWE-Kohle und der Verrat an allen Klimaschutzzielen in Bund, Land und der Weltgemeinschaft.

Wir fordern den vollständigen Ausstieg aus der Kernenergie. Wir fordern, dass aus Deutschland ab sofort keine Brennelemente mehr nach Tihange geliefert werden. Wir fordern ein ambitioniertes Kohleausstiegsgesetz und damit die Rettung von Hambacher Wald und Klima. Die Rodung des Waldes

1978 kaufte der Energiekonzern RWE (damals Rheinbraun) den Wald von den umliegenden Gemeinden. Seit dem wird er gerodet, um Braunkohle abzubauen. Von dem einst 5.500 ha großen Wald ist nur noch ein Zehntel übrig. Jedes Jahr hat RWE die Erlaubnis 70 ha Wald zu roden. Die Rodungsarbeiten dürfen nur von Oktober bis März stattfinden, allerdings hat RWE in den letzten Jahren auch wiederholt illegal gerodet. Wenn der Tagebau wie geplant voranschreitet, dann ist der Restwald in drei Jahren komplett vernichtet.

Die Besetzer Vor fünf Jahren haben Menschen die erste Plattform in die Bäume des Waldes gezogen, um ihn zu besetzen. Damals wie heute sind wir ein bunt zusammen gemischter Haufen. Jede*r hier hat im einzelnen andere Beweggründe, Motivationen und Aktionsvorstellungen, aber uns verbindet alle der Wunsch Ausbeutung von Mensch und Natur entgegenzuwirken. Hier leben und wirken Menschen mit den verschiedensten Lebensentwürfen: einige leben seit Jahren ohne Papiere und Geld, andere studieren während sie hier leben und wieder andere lohnarbeiten die Hälfte des Jahres und verbringen die andere Hälfte hier. Der Ort wird dadurch geprägt, dass viele verschiedene Menschen kommen und gehen, bauen und kreieren, kämpfen und leben. Und zu „uns“ gehören nicht nur die Besetzer*innen. Ohne das große Netzwerk an Unterstützer*innen wäre es nie möglich gewesen die Besetzung aufrecht zu erhalten. Dieses Netzwerk umfasst Anwält*innen und Ärzt*innen, Anwohner*innen mit warmen Duschen und einem großen Herz, und unzähligen Menschen die zwar nicht hier wohnen, aber von zu Hause aus vieles tun um gegen Braunkohle und für eine gerechtere Welt zu kämpfen.

https://hambacherforst.org/besetzung/