


Mein Projekt untersucht die Wechselwirkungen von Selbstbild, Fremdbild und der Angst vor dem Vergessenwerden im Kontext medial geprägter Schönheitsideale. Ausgangspunkt war die Frage, wie gesellschaftliche Erwartungen, soziale Medien und der Blick anderer unsere Wahrnehmung des eigenen Körpers beeinflussen. Im Zentrum steht eine performative Installation aus Malerei, Video und Live-Performance. Eine großformatige Malerei von drei Frauen nach einer Nasenoperation wird durch videografisch dokumentierte Performances überlagert, die auf Bild, Wand und Körper projiziert werden. In den Videos bewege ich mich mit einer künstlich erzeugten „zweiten Haut“ aus Frischhaltefolie, Klebestreifen und Make-up durch öffentliche Räume. Durch Übertreibung, Selbstinszenierung und Irritation werden
Mechanismen von Sichtbarkeit, Schönheit und sozialer Anerkennung sichtbar gemacht.

Screenshot aus dem videografischen Projektteil
Ausgangspunkt meines Arbeitsprozesses war die Malerei „Nasen OP“, die sich mit Schönheitsoperationen und medialen Schönheitsidealen beschäftigt. Im weiteren Verlauf stellte ich mir die Frage, wie sich diese Themen körperlich und räumlich erfahrbar machen lassen. Dafür verlagerte ich mein Projekt vom malerischen in den öffentlichen Außenraum. Dabei filmte ich mich alleine oder mit Hilfe von Luise beim Anlegen meiner neuen Haut. Die größte Herausforderung bestand darin, die eigene Scham und die Angst vor den Reaktionen anderer Menschen auszuhalten. Die videografische Dokumentation wurde außerdem in der post production mit Songs von beispielsweise CharlieXCX unterlegt. Die Musik von ihr verbindet die Selbstinszenierung zu einer Ästhetik des Übermaßes, die Themen wie Sichtbarkeit, Weiblichkeit und Identitätsentwürfe verhandelt.
In meiner Ausstellung bin ich dann noch einen Schritt weitergegangen und bewegte mich von der filmisch begleiteten
Performance in eine Live Darstellung im Ausstellungsraum "11m3" in der Karl-Liebknecht-Straße in Weimar. Dort setzte
ich ebenfalls Songs von Charlie, Ikkimel oder auch Shoki287 ein um übersteigerte, laute und eine bewusst künstliche
Atmosphäre zu erzeugen. Extensions, ein neuer Arsch und T*tten komplementierten mein neues Selbst. Dabei jedoch nie zufrieden, bis zur Extase optimierend.

Setup Präsentation
Für die Umsetzung meines Projekts verband ich künstlerisch-praktische und wissenschaftlich-forschende Methoden
miteinander. Künstlerisch-praktisch entwickelte ich eine großformatige Malerei als Ausgangspunkt, die videografisch
dokumentierte Performance im öffentlichen Raum sowie die Live Performance bei der Präsentation meiner Arbeit. Bei
den Videos arbeitete ich mit Selfie-Perspektiven, Projektionen und Schnitttechniken. Ergänzend nutzte ich Wiederholung, um unterschiedliche Situationen und Reaktionen im Alltag zu erproben und zu dokumentieren. Wissenschaftlichforschend erfolgte die Auseinandersetzung durch Literaturrecherche zu Performativität, Selbstbild, Body Art und Theorien von Butler, Fischer-Lichte und Goffman. Diese theoretischen Ansätze dienten als Reflexionsrahmen für die praktische Arbeit und wurden kontinuierlich mit den eigenen Erfahrungen im Prozess verschränkt. So entstand ein dialogischer Arbeitsprozess zwischen Theorie, performativer Handlung und visueller Umsetzung.
In meiner Arbeit kamen verschiedene künstlerische Strategien zum Einsatz, die darauf abzielen, Selbst- und
Fremdbilder im Spannungsfeld von Öffentlichkeit, Körper und medialer Darstellung sichtbar zu machen. Zentral ist die Strategie der Übertreibung, durch die Schönheitsideale künstlich gesteigert und als Konstruktion erkennbar
werden. Ebenso spielt die Maskierung eine wichtige Rolle: Die aus Frischhaltefolie, Klebestreifen und Make-up erzeugte „zweite Haut“ fungiert als temporäre Identität und verweist auf die Wandelbarkeit von Selbstbildern. Durch
die Selfie-Perspektive wird der Blick der Kamera selbst Teil der Inszenierung und spiegelt die Logik sozialer Medien.
Die Arbeit nutzt außerdem Grenzüberschreitungen im öffentlichen Raum, um alltägliche Orte in Bühnen der
Performance zu verwandeln. Wiederholung und Variation dienen dazu, unterschiedliche Reaktionen zu erfassen und
den Prozesscharakter der Identitätsbildung zu betonen.

Malerei "Nasen-OP"
Abschlussarbeit "vergessen werden - sich im Selbst- und Fremdbild bewegend"
Künstlerisch-praktische Hausarbeit
zur Ersten Staatsprüfung für das Lehramt an
Gymnasien
März 2026
laralemonade

Mein Projekt untersucht die Wechselwirkungen von Selbstbild, Fremdbild und der Angst vor dem Vergessenwerden im Kontext medial geprägter Schönheitsideale. Ausgangspunkt war die Frage, wie gesellschaftliche Erwartungen, soziale Medien und der Blick anderer unsere Wahrnehmung des eigenen Körpers beeinflussen. Im Zentrum steht eine performative Installation aus Malerei, Video und Live-Performance. Eine großformatige Malerei von drei Frauen nach einer Nasenoperation wird durch videografisch dokumentierte Performances überlagert, die auf Bild, Wand und Körper projiziert werden. In den Videos bewege ich mich mit einer künstlich erzeugten „zweiten Haut“ aus Frischhaltefolie, Klebestreifen und Make-up durch öffentliche Räume. Durch Übertreibung, Selbstinszenierung und Irritation werden
Mechanismen von Sichtbarkeit, Schönheit und sozialer Anerkennung sichtbar gemacht.

Screenshot aus dem videografischen Projektteil
Ausgangspunkt meines Arbeitsprozesses war die Malerei „Nasen OP“, die sich mit Schönheitsoperationen und medialen Schönheitsidealen beschäftigt. Im weiteren Verlauf stellte ich mir die Frage, wie sich diese Themen körperlich und räumlich erfahrbar machen lassen. Dafür verlagerte ich mein Projekt vom malerischen in den öffentlichen Außenraum. Dabei filmte ich mich alleine oder mit Hilfe von Luise beim Anlegen meiner neuen Haut. Die größte Herausforderung bestand darin, die eigene Scham und die Angst vor den Reaktionen anderer Menschen auszuhalten. Die videografische Dokumentation wurde außerdem in der post production mit Songs von beispielsweise CharlieXCX unterlegt. Die Musik von ihr verbindet die Selbstinszenierung zu einer Ästhetik des Übermaßes, die Themen wie Sichtbarkeit, Weiblichkeit und Identitätsentwürfe verhandelt.
In meiner Ausstellung bin ich dann noch einen Schritt weitergegangen und bewegte mich von der filmisch begleiteten
Performance in eine Live Darstellung im Ausstellungsraum "11m3" in der Karl-Liebknecht-Straße in Weimar. Dort setzte
ich ebenfalls Songs von Charlie, Ikkimel oder auch Shoki287 ein um übersteigerte, laute und eine bewusst künstliche
Atmosphäre zu erzeugen. Extensions, ein neuer Arsch und T*tten komplementierten mein neues Selbst. Dabei jedoch nie zufrieden, bis zur Extase optimierend.

Setup Präsentation
Für die Umsetzung meines Projekts verband ich künstlerisch-praktische und wissenschaftlich-forschende Methoden
miteinander. Künstlerisch-praktisch entwickelte ich eine großformatige Malerei als Ausgangspunkt, die videografisch
dokumentierte Performance im öffentlichen Raum sowie die Live Performance bei der Präsentation meiner Arbeit. Bei
den Videos arbeitete ich mit Selfie-Perspektiven, Projektionen und Schnitttechniken. Ergänzend nutzte ich Wiederholung, um unterschiedliche Situationen und Reaktionen im Alltag zu erproben und zu dokumentieren. Wissenschaftlichforschend erfolgte die Auseinandersetzung durch Literaturrecherche zu Performativität, Selbstbild, Body Art und Theorien von Butler, Fischer-Lichte und Goffman. Diese theoretischen Ansätze dienten als Reflexionsrahmen für die praktische Arbeit und wurden kontinuierlich mit den eigenen Erfahrungen im Prozess verschränkt. So entstand ein dialogischer Arbeitsprozess zwischen Theorie, performativer Handlung und visueller Umsetzung.
In meiner Arbeit kamen verschiedene künstlerische Strategien zum Einsatz, die darauf abzielen, Selbst- und
Fremdbilder im Spannungsfeld von Öffentlichkeit, Körper und medialer Darstellung sichtbar zu machen. Zentral ist die Strategie der Übertreibung, durch die Schönheitsideale künstlich gesteigert und als Konstruktion erkennbar
werden. Ebenso spielt die Maskierung eine wichtige Rolle: Die aus Frischhaltefolie, Klebestreifen und Make-up erzeugte „zweite Haut“ fungiert als temporäre Identität und verweist auf die Wandelbarkeit von Selbstbildern. Durch
die Selfie-Perspektive wird der Blick der Kamera selbst Teil der Inszenierung und spiegelt die Logik sozialer Medien.
Die Arbeit nutzt außerdem Grenzüberschreitungen im öffentlichen Raum, um alltägliche Orte in Bühnen der
Performance zu verwandeln. Wiederholung und Variation dienen dazu, unterschiedliche Reaktionen zu erfassen und
den Prozesscharakter der Identitätsbildung zu betonen.

Malerei "Nasen-OP"
Abschlussarbeit "vergessen werden - sich im Selbst- und Fremdbild bewegend"
Künstlerisch-praktische Hausarbeit
zur Ersten Staatsprüfung für das Lehramt an
Gymnasien
März 2026
laralemonade

