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Fakultät Medien

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Studiengang Medienkultur und gemeinsames Studienprogramm "Europäische Medienkultur"

 


Prof. Dr. Lorenz Engell

Niklas Luhmann: Soziale Systeme
"Die Instabilität des Sinnes liegt in der Unhaltbarkeit seines Aktualitätskerns; die Restabilisierbarkeit ist dadurch gegeben, daß alles Aktuelle nur im Horizont von Möglichkeitsanzeigen Sinn hat. Und Sinn haben heißt eben: daß eine der anschließbaren Möglichkeiten als Nachfolgeaktualität gewählt werden kann und gewählt werden muß, sobald das jeweils Aktuelle verblaßt, ausdünnt, seine Aktualität aus eigener Instabilität selbst aufgibt. Die Differenz von Aktualität und Möglichkeit erlaubt mithin eine zeitlich versetzte Handhabung und damit ein Prozessieren der jeweiligen Aktualität entlang von Möglichkeitsanzeigen. Sinn ist somit die Einheit von Aktualisierung und Virtualisierung, Re-Aktualisierung und Re-Virtualisierung als ein sich selbst propellierender (durch Systeme konditionierbarer) Prozeß.
Wie dies läuft, wird erst voll verständlich, wenn man ....."
Niklas Luhmann, Soziale Systeme, Frankfurt/M.: Suhrkamp 1984, S. 100.

 2 Hauptseminar
Richtet sich an: MK, Hauptstudium
Dienstag, 09.00-11.00 Uhr, Raum 014, Bauhausstraße 11

Semesterapparat


Prof. Dr. Joseph Vogl

Einführung in die Medienkultur
Neben der Einführung in Techniken und Formen wissenschaftlichen Arbeitens verfolgt das Seminar ein doppeltes Ziel: Es soll einerseits in grundlegende Positionen und Methoden von Medientheorie und Medienanalyse einführen, andererseits Daten und Perspektiven der Mediengeschichte vermitteln.

Das Seminar ist Teil des Studienprojekts für Anfänger.

4 Proseminar
Richtet sich an: MK, Erstsemster
Donnerstag, 14.00-17.30 Uhr, Raum 014, Bauhausstraße 11

Semesterapparat


Claus Pias, M. A.

Fast Rewind: Computerspiele 1972-1710
In Spielemuseen mit dem dilettantischen Charme privater Erotikmuseen, in high- und low-brow-Computerzeitschriften und vor allem im Internet: überall wird derzeit die Geschichte der Computerspiele geschrieben. Als "Urpflanze" muß dabei die Veröffentlichung der Heimversion von PONG herhalten, und die anschließende Genealogie wird chronologisch aufbereitet und hermeneutisch befragt. Warum könnte nicht alles auch ganz anders sein? Das US-Militär definiert seit gut drei Jahrzehnten ein Computerspiel als Spiel, das von Computern (und eben nicht von menschlichen Spielern) gespielt wird. Warum sollte die Wiederkehr des Menschen in die Rückkopplungsschleife nicht vielmehr das Ende der Computerspiele, gewissermaßen ihre Décadence, datieren? Das Seminar wird sich entlang der Typologie von verwalten, entscheiden und planen über den Kalten Krieg, die beiden Weltkriege, die Arbeitswissenschaft, die Experimentalpsychologie, die Logistik und die preußischen Sandkästen zurückbewegen bis zu Leibniz' Ökonomie der Virtualität.

Teil des Studienprojekts "Spiele" von Neitzel/Pias

2 Proseminar
Richtet sich an: M
Donnerstag, 11.00-12.30 Uhr, Raum 004, Bauhausstraße 15


Britta Neitzel, M. A.

Videospiele oder: Sich beim Geschichten-Spielen zusehen
In Zusammenhang mit Videospielen hört und liest man immer wieder von der Story oder der Geschichte der Spiele. Eine nach einigem Nachdenken seltsam anmutende Kombination, denn wer erzählt bei einem Videospiel eigentlich eine Geschichte?
Spiele werden in erster Linie gespielt und erzählen gemeinhin keine Geschichten. Das Seminar geht der Frage nach, wie sich der Akt der Narration und auch die Geschichte durch die Ersetzung des Erzählens durch das Spielen verändert.

Dieses komplexe Thema erfordert eine mehrfache Fokussierung. Es gilt, sich mit Fragen

  • der allgemeinen Konzeptionierung von Erzählung in der Erzähltheorie, sowohl aus dem literaturwissenschaftlichen Bereich als auch aus der Filmwissenschaft,
  • der Möglichkeiten der visuellen Darstellung von Geschichten,
  • der Zeitbezüge von Geschichte und Erzählung und Spiel,
  • der Interaktion
  • und des Spielens,

auseinanderzusetzen.
Und diese Konzeptionen auf Videospiele zu beziehen.

Das Seminar wird sich dabei zum Teil auf gemeinsame Lektüre stützen, zum Teil auf Referate.

Teil des Studienprojekts Spiele von Neitzel/Pias

4 Proseminar
Richtet sich an: M
Freitag, 09.30-13.00 Uhr, Raum 015, Bauhausstraße 11


Claus Pias, M. A.

"jungalt Wien"
so hat William M. Johnston die kulturhistorische Membran des kalendarischen Effekts namens "1900" genannt. Unzeitgemäß nach der Forschungsschwemme der 80er aber aktuell angesichts des Jahrhundertrecycling vor dem nächsten Datum geht es also um das Wien des letzten Fin de siécle. Als Stichworte mögen genügen: U-Bahn und Traumdeutung, Lebensreform und Weltuntergang, Linie und Geschlecht, Antisemitismus und Gesamtkunstwerk, Mathematik und Sprachkritik, Empiriokritizismus und Feuilleton. Für den Strand empfehlen sich Stefan Zweig und Robert Musil, für den Schreibtisch eher Janik/Toulmin: "Wittgenstein's Vienna", H. Szeemann: "Austria im Rosennetz", C. Schorske: "Wien. Geist und Gesellschaft im Fin de siècle".

Teil des Forschungsprojekts "1900" von Prof. Vogl

2 Hauptseminar
Richtet sich an: M
Mittwoch, 15.15-16.45 Uhr, Raum 014, Bauhausstraße 11 


Dr. Anja Kreutz

Einführung in die Film- und Fernsehanalyse
Ziel dieser Einführungsveranstaltung ist die Bereitstellung eines Instrumentariums für die Analyse audiovisueller Produkte. Das Seminar vermittelt theoretisch einen Überblick über die alle relevanten Analysemethoden und prüft gleichzeitig ihre praktische Verwendbarkeit an konkreten Film- und Fernsehbeispielen. Die Veranstaltung ist für Erstsemester obligatorisch.

Teil des Projektes "Einführung in die Medienkultur" (J. Vogl)

2 Proseminar
Richtet sich an: M, Erstsemester
Montag, 15.15-16.45 Uhr, Raum 014, Bauhausstraße 11


Dr. Sabine Boscheinen

Einführung in die Textanalyse
Das Seminar soll grundlegende Methoden und Techniken der Interpretation und Analyse (literarischer) Texte vermitteln.

Teil des Projektes "Einführung in die Medienkultur" (J. Vogl)

2 Proseminar
Richtet sich an: M, Erstsemester
Montag, 11.00-12.30 Uhr, Raum 014, Bauhausstraße 11


 

Dipl.-Ing. Jörg Brauns

Schauplätze®
Eine Historiographie der (visuellen) Medien um1900 ist unvollständig ohne die Beschreibung der Orte, an denen Filme gesehen, Kunstwerke betrachtet, Waren bestaunt und Bücher gelesen wurden. In einer ungeheuren Zahl entstanden spätestens seit der Mitte des 19. Jahrhunderts solche Orte und Räume, teils historische Vorbilder aufgreifend, teils als Neuerfindungen: Kinos, Museen, Warenhäuser, Passagen, Weltausstellungspaläste, Bibliotheken, Theater - "Traumhäuser des Kollektivs" (Benjamin). Im Seminar sollen diese "Schauplätze" anhand paradigmatischer Bauten und der einschlägigen Standardliteratur (Asendorf, Benjamin, Crary, Oettermann, Pevsner, Schivelbusch, Segeberg) untersucht und vorgestellt werden. Welche Grenzziehungen finden zwischen Illusions- und Realräumen statt? Wie wird die Aufmerksamkeit der Betrachter gelenkt? Wie wirkt sich die Dominanz des Visuellen aus? Als methodisches Werkzeug soll dabei vor allem ein Begriff fungieren: Dispositiv.

Zur Vorbereitung des Seminars ist daher die Lektüre zweier Aufsätze notwendig: Paech, Joachim: Eine Dame verschwindet. Zur dispositiven Struktur apparativen Erscheinens. In: Gumbrecht, Hans Ulrich; K. Ludwig Pfeiffer (Hg.), Paradoxien, Dissonanzen, Zusammenbrüche. Frankfurt (Suhrkamp) 1991.(Ku 118099); Jean-FranVois Lyotard: Die Malerei als Libido-Dispositiv. In: Essays zu einer affirmativen Ästhetik. Berlin (Merve) 1982. (Ku Bo LyotJea/8)

Teil des Forschungsprojektes "1900" von Prof. Vogl

2 Hauptseminar
Richtet sich an: M, Hauptstudium
Donnerstag, 13.30-15.00 Uhr, Raum 013, Bauhausstraße 11


Semesterapparat


Dipl. Germanistin Catherine Saracco

Immemory I
Es ist sicherlich niemandem entgangen, daß das Thema "Gedächtnis" zur Zeit Konjunktur hat.
Allerdings stellt man fest, daß die Frage des kulturellen Gedächtnisses vor einem Paradox steht: einerseits nehmen die Speicherkapazitäten eine unüberschaubare Dimension an und sind dabei unser kulturelles Gedächtnis umzuformen, andererseits wird die gegenwärtige Relation zwischen Gesellschaft, Individuen und Medien unter dem Aspekt der Gedächtnislosigkeit beschrieben.
Auf der Basis von Gedächtnistheorien (Bergson, Benjamin, Heinz von Foerster, Vilèm Flusser, Aleida Assmann, Bernard Stiegler...) gliedert sich das Seminar in vier Reflexionsstränge:

  • Verfaßtheit des Gedächtnisses in der Informationsgesellschaft. Dabei wird der Schwerpunkt auf die Problematisierung des Umschlagens einer medial bedingten Gedächtnislosigkeit in eine Industrialisierung des Gedächtnisses (Archivproduktion, zeitgenössische Gedächtnispolitik) gelegt;
  • Analyse der Differenz zwischen Gedächtnisorganisation der analogen technischen Speichermedien des 19. Jahrhunderts einerseits und der vernetzten digitalen Medien des ausgehenden 20. Jahrhunderts;
  • Analyse der Konsequenzen der Überführung des kulturellen Gedächtnisses in elektronische Speicher bezüglich der Fragen der Verwaltung, Konservierung, Zugänglichkeit und ökonomischen Rentabilität;
  • Praktische Anwendung der Gedächtnisthematik auf die Frage der Archivierung audiovisueller Bilder.

Hinweis: Teile des Seminars werden auf Französisch stattfinden müssen, da einige französische Gedächtnistheoritiker noch nicht in deutscher Sprache verfügbar sind.

2 S
Richtet sich an: M, EMK
Dienstag, 13.30-15.00 Uhr, Raum 015, Bauhausstraße 11

Semesterapparat


Oliver Fahle, Mag.

Nach der Orgie - Das Denken Jean Baudrillards
Wollte man den gegenwärtigen Stand der Dinge benennen, so würde ich sagen, wir befinden uns nach der Orgie. Die Orgie ist der explosive Augenblick der Moderne, der Augenblick der Befreiung in allen Bereichen. Politische Befreiung, sexuelle Befreiung, Entfesselung der destruktiven Kräfte, Befreiung der Frau, des Kindes, der unbewußten Triebkräfte, Befreiung der Kunst. Hochjubeln aller Repräsentations- und Antirepräsentationsmodelle. Es war eine totale Orgie des Realen, des Rationalen, des Sexuellen, des Kritischen und Antikritischen, des Wachstums und der Wachstumskrise. Wir sind alle Wege der Produktion und virtuellen Überproduktion der Objekte, der Zeichen, Botschaften, Ideologien und Vergnügungen gegangen. Heute ist alles befreit, das Spiel ist gespielt, und wir stehen gemeinsam vor der entscheidenden Frage: "WAS TUN NACH DER ORGIE?""
Nun, uns zunächst noch einmal fragen, wie es zu dieser Orgie gekommen ist, ob sie wirklich stattgefunden hat und ob wir wirklich beteiligt waren, oder ist auch das wieder an uns vorbeigerauscht? Jean Baudrillard ist einer der produktivsten Denker des Modernen, und allzu leichtfertig und bequem wird er oft einfach als Verkünder des Verschwindens der Wirklichkeit in der Simulation abgetan. Über seine medientheoretischen Thesen hinaus aber hat Baudrillard über eine Reihe weiterer Phänomene nachgedacht, die das Seminar in gleicher Weise beschäftigen sollen: die Konsumgesellschaft, Werbung und Objekte, Politik, Verführung, Foucault, Amerika, das Virtuelle ...

Eine Frage steht bei diesem Denken stets im Hintergrund: Was hat die Moderne mit unserer Welt und uns gemacht?

2 S
Richtet sich an: M, G
Donnerstag, 10.00-13.00 Uhr, Raum 014, Bauhausstraße 11


Semesterapparat


Dipl.-Theaterwiss. Claas Cordes

Performance: Theorie und Praxis
Für das experimentelle Theater der siebziger und achtziger Jahre ist der Begriff Performance paradigmatisch. Es wäre allerdings falsch, die Theater- und Kunstform Performance genauso wie den Begriff nur auf diesen Zeitraum und diese Thematik einzuschränken. Zum Teil verortet die Theorie Ursprünge der Performance bei den Dadaisten, Futuristen und Surrealisten, beim russischen Konstruktivismus und beim Bauhaus. Manche Theoretiker entdecken das Performative bereits bei Caravaggio und Leonardo da Vinci. Und daß nicht nur der Diskurs über die Performance bis in die Gegenwart reicht, zeigt ein Blick auf Theaterpraxis und Kunstbetrieb. So wie die zeitliche Eingrenzung des Phänomens problematisch ist, problematisieren sich auch die Begriffe, wird eine Bestimmung der Performance probiert. Sehr offen könnte formuliert werden, Performance sei der Versuch, die konzeptuellen und formalen Ideen des kreativen Prozesses zum Sprechen zu bringen. Konkret kann über so manche Perfomance gesagt werden, sie sei eine postdramatische Form des Theaters, oder die postmoderne, medial geprägte Spielart der Theateravantgarde, oder eine auf die Erschließung neuer, unkonventioneller Räume ausgerichtete Variante der Aktionskunst... - Je mehr Antworten eine erste Annäherung versucht, desto mehr Fragen wirft sie auf. Das Seminar will in der Lektüre theoretischer Texte zur Performance und in der analytischen Vergegenwärtigung einzelner Performances, aber auch im Ausprobieren performativer Strategien weitere Fragen aufwerfen und einige Antworten probieren.

2 S
Richtet sich an: M
Montag, 17.00-18.30 Uhr, Raum 014, Bauhaustraße 11


Semesterapparat


Dr. Frank Kessler

Lektürekurs Christian Metz
Teil des Projektes "Europäische Filmtheorie seit 1945"

2 Proseminar
Richtet sich an: M
Dienstag, 09.15-10.45 Uhr, Raum 015, Bauhausstraße 11


Dr. Frank Kessler

Filmtheorie und -analyse: Moderner europäischer Spielfilm
Teil des Projektes "Europäische Filmtheorie seit 1945"

2 Proseminar
Richtet sich an: M
Dienstag, 11.00-12.30 Uhr, Raum 015, Bauhausstraße 11


Dr. Wolfgang Schäffner

Medien des Imaginären
Angesichts der vielfältigen Visualisierungsformen in den neuen Medien stellt sich die Frage nach dem eigentümlichen Status des Bildes. Das Seminar verfolgt an exemplarischen Beispielen unterschiedliche Schauplätze und Medien der Sichtbarkeit und versucht zugleich deren historische Genese zu skizzieren. Insbesondere soll es um die Frage gehen, wie vor allem im Gegensatz zur Schrift pikturale und geometrische Elemente auf der zweidimensionalen graphischen Fläche eine Sichtbarkeit erzeugen, die sich "auf einen Blick", als Bild, als Karte, als Diagramm, als Graphik oder Film zeigt. Von perspektivischen Bildern, die in der Malerei die Illusion eines dreidimensionalen Raumes erzeugen, über Land- und Seekarten, die weite Räume darstellen, die kein menschliches Auge je gesehen hat, über Geräte, die als Bildmaschinen eine spezifische Ordnung des Imaginären entwerfen, bis zur Problematik des Bewegungsbildes, das vom Lebensrad und Stroboskop zu Film und Computeranimation führt, reichen die Künste und Techniken der Bilderzeugung, die untersucht werden sollen. Dabei stehen vor allem Fragen nach ihrer sozialen Funktion im Vordergrund, wie sich z.B. perspektivische Bilder und Karten als zwei fundamental unterschiedliche Machtdispositive begreifen lassen, oder wie Visualisierungen der Wissens-produktion eigentümliche Evidenz verleihen sollen.

2 Hauptseminar
Richtet sich an: M
Freitag, 13.30-15.00 Uhr, Raum 014, Bauhausstraße 11, 14tägig, Beginn: 22.10.99


Stefan Heidenreich

Spiele, Netze, Geld
In digitalen Medien zeichnet sich hinter dem Zusammenschluß von Spielen, Netzen und Geldverkehr eine neue kulturelle Form ab. Spielereignisse, imaginäre Werte und "Images" sind über den Kanal des Netzes und seine Kapazitäten mit Geldverkehr, Usern und deren Schnittstellen verknüpft.
Hinter dem Aktualitätswert von Trends und neuen Spielen soll ein theoretischer Ansatz gesucht werden, der dazu taugt, Muster zu erkennen und mögliche Schnittmengen zu sehen. Modelle aus den Bereichen Medientheorie, Spieltheorie, Systemtheorie und Filmgeschichte werden befragt, was sich in ihren Begriffen über eine entstehende digitale Kultur sagen, worin sie historische Vorbilder hat und wie sie funktionieren kann.

Teil des Studienprojekts "Spiele" (B. Neitzel, C. Pias)

2 Proseminar
Richtet sich an: MK, Grundstudium
Donnerstag, 14.00-17.15 Uhr, Raum 015, Bauhausstraße 11


Diplom-Medienberaterin Anne Werthmann
N.N.

"Marktforschung"
Das Seminar befaßt sich mit grundlegenden Fragen und Methoden der Marktforschung. Nach einer Einführung in Grundlagen der Marktforschung werden verschiedene Konzepte, Formen und Methoden der Datenerhebung und Datenanalyse in der Marktforschung betrachtet. Im Rahmen der Veranstaltung erfolgt eine Einführung in SPSS. Aufbauend auf diesen Grundlagen werden verschiedene Datenerhebungen und Datenanalysen vorgenommen, die im Zusammenhang mit dem Entwurf von Marketingkonzepten für Regionalnetzwerke mit den Schwerpunkten Kunst, Kultur, Medien und Tourismus erforderlich sind. Die Veranstaltung kann als Seminar im Rahmen des Projektes "Netzwerk für Kunst, Kultur, Medien und Tourismus" gewählt werden.

4 S
Richtet sich an: MK und MG, sowie Kulturmanagement im Grund- oder Hauptstudium.
Mittwoch, 09.15-12.30 Uhr, Raum 015, Bauhausstraße 11

Semesterapparat


Prof. Dr. Matthias Maier

Erlebnisgesellschaft und Erlebsnisproduzenten
Die Veranstaltung "Erlebnisgesellschaft und Erlebsnisproduzenten" kann als Seminarveranstaltung im Rahmen des Studienprojektes "Netzwerk für Kunst, Kultur, Medien und Tourismus" besucht werden. Die Veranstaltung soll dazu beitragen, kultursoziologische Konzepte und Analysen zur Erlebnisgesellschaft zu betrachten und mögliche Bezüge zum Studienprojekt zu erarbeiten. Die Analyse der Erlebnisgesellschaft stützt sich vor allem auf die kultursoziologischen Betrachtungen von Gerhard Schulze. Dabei werden Grundzüge der Erlebnisorientierung und damit zusammenhängende Lebensstiltypen, alltagsästhetische Schemata und Milieubeschreibungen betrachtet. Ziel der Veranstaltung ist es, Strategien für Erlebnisproduzenten in einem Regionalnetzwerk für Kunst, Kultur, Medien und Tourismus zu erarbeiten.
Basisliteratur: Schulze (1997), Die Erlebsnisgesellschaft - Kultursoziologie der Gegenwart, Frankfurt/Main/New York 1997.

2 S
Richtet sich an: MK und MG, Kulturmanagement im Grund- oder Hauptstudium.
Mittwoch, 15.15-16.45 Uhr, Raum 015, Bauhausstraße 11

Semesterapparat


Prof. Dr. Matthias Maier
Diplom-Medienberaterin Anne Werthmann

Marketingkonzepte für Netzwerke in Kunst, Kultur, Medien und Tourismus
Im Seminar "Marketingkonzepte für Netzwerke in Kunst, Kultur, Medien und Tourismus" werden Inhalte der Vorlesung "Marketingmanagement" vertieft und Bausteine von Marketingkonzepten für Regionalnetzwerke entwickelt. Ziel der Veranstaltung ist es, die gegenwärtigen Potentiale einer Region in den Bereichen Kunst, Kultur, Medien und Tourismus zu analysieren, mögliche Entwicklungspotentiale und Vernetzungskonzepte zu skizzieren sowie Marketingstrategie und zielgruppenorientierte Marketingskonzepte zu entwerfen. Die Veranstaltung kann als Seminar im Rahmen des Projektes "Netzwerk für Kunst, Kultur, Medien und Tourismus" gewählt werden.

4 S
Richtet sich an: MK und MG, Kulturmanagement im Grund- oder Hauptstudium
Donnerstag, 09.15-12.30 Uhr, Raum 015, Bauhausstraße 11

Semesterapparat


Prof. Dr. Matthias Maier

Marketing, neue Medien und Online-Marketing
Das Seminar befaßt sich mit der Bedeutung und den Einsatzmöglichkeiten neuer Medien im Marketing. Dabei wird untersucht, welchen Einfluß neue Medien auf die Wertschöpfungsfunktionen und Geschäftsmodelle von Unternehmen und auf die Austauschbeziehungen zwischen Unternehmen und Marktpartnern haben. Es werden unter anderem folgende Themen behandelt: Online-Marketing, 1:1-Marketing, Nutzerprofile, Nutzermodellierung, Collaborative Filter, Push-Technologien, Softwareagenten, Content Aggregatoren, personalisierte Portal-Sites, digitales und interaktives Fernsehen und Marketing, Marktforschung mit digitalen Medien. Im Rahmen der Veranstaltung sollen auch Marketingkonzepte für das Regionalmarketing unter Einsatz neuer Medien entwickelt werden. Die Veranstaltung kann als Seminar im Rahmen des Projektes "Netzwerk für Kunst, Kultur, Medien und Tourismus" gewählt werden.

2 S
Richtet sich an: MK und MG, Kulturmanagement im Grund- oder Hauptstudium
Mittwoch, 13.30-15.00 Uhr, Raum 015, Bauhausstraße 11

Semesterapparat


Markus Schulz, M. A.

John Dewey und der amerikanische Pragmatismus
John Dewey (1859-1952) ist Mitbegründer des amerikanischen Pragmatismus und gilt als einer der herausragendsten Denker des 20. Jahrhunderts. Der Lektürekurs konzentriert sich auf eine Auswahl der wichtigsten Texte von Dewey, insbesondere The Public and its Problems (1927, dt. Die Öffentlichkeit und ihre Probleme), The Quest for Certainty (1929, dt. Die Suche nach Gewißheit) und Art as Experience (1934, dt. Kunst als Erfahrung). Gründliches Lesen soll eine kritische Rekonstruktion von Deweys Theorie der Politik, der Erfahrung und der gesellschaftlichen Kommunikation ermöglichen. Der Kurs bietet damit eine exemplarische Einführung in das vielfältige Lebenswerk Deweys und in die Denkweise des Pragmatismus, dessen gegenwärtige Renaissance Richard Bernstein einmal damit erklärt hat, daß er Antworten auf die Fragen bereithalte, die durch die Postmoderne gestellt werden.

(annerkannt als Seminar in den allgemeinen Kunst-und Kulturwissenschaften)

2 S
Richtet sich an: M, Studierende in fortgeschrittenen Semestern
Teilnehmerzahl: 12
Dienstag, 13.30-15.00 Uhr und Mittwoch, 18.45-20.15 Uhr, Raum 014, Bauhausstraße 11
Blockseminar 20.10.-2.12.99, zweimal wöchentlich

Semeaterapparat


Markus Schulz, M. A.

Grundlagen der Soziologie
Dieser Einführungskurs bietet einen Überblick über die Theorien, Methoden und zentralen Themen der Soziologie. Der Kurs beginnt mit einer geschichtlichen Betrachtung der Ursprünge der Soziologie und ihrer weiteren Entwicklung als akademische Disziplin. Daran anschließend werden die wissenschaftlichen Methoden der Sozialforschung besprochen und grundlegende Begriffe diskutiert, wie Gesellschaft, Individuum, Gruppe, Sozialisation, Handlung, Kommunikation, Konflikt, Macht, Sozialstruktur und Lebenswelt. Die Institution der Medien und deren Rolle in der Gesellschaft werden vertieft berücksichtigt. Besondere Beachtung finden auch die Bedingungen und Dynamiken gesellschaftlichen Wandels sowie die zunehmende globale Interdependenz des sozialen Lebens. Ziel des Kurses ist, Studierenden im Grundstudium die Möglichkeit zu bieten, sich mit grundlegenden Begriffen, Denkweisen und Methoden der Soziologie vertraut zu machen.

2 S
Richtet sich an: M
Mittwoch, 17.00-18.30 Uhr und Donnerstag, 17.00-18.30 Uhr, Raum 014, Bauhausstraße 11
Blockseminar 20.10.-3.12.99, zweimal wöchentlich

Semesterapparat


Dr. Sabine Boscheinen

"Und Sie, nicht wahr, Lieber, vergessen auch die geschriebenen Worte um der stummen willen" oder "Hier ist der automatische Anrufbeantworter... ich bin nicht zu hause und sie können mir auch keine Nachricht hinterlassen":

Kommunikation zwischen Tele-Pathos und Tele-Pathologie

Wiewohl es Unterschiede im Hinblick sowohl auf Materialität und Bekanntheitsgrad der ersten Aussage, des via Brief mitgeteilten Wunsches von Ilse Erdmann an Rainer-Maria Rilke und der Aufforderung des telefonischen Anrufbeantworters gibt, haben beide Aussageformationen einen gemeinsamen Nenner. Sowohl Brief als auch Telefon sind Medien der Tele-Kommunikation. Sie ermöglichen Kommunikation mit dem Abwesenden gemäß ihrer Standards und Materialität(en) über räumliche Distanzen hinweg und sind dabei die eigentlichen, (un)heimlichen, Produzenten der Kommunikation und ihrer Texte.
Texte wollen aber nicht nur produziert werden, sondern setzen dabei auf die Zugänglichkeit und Erreichbarkeit des Empfängers. Telefonanrufe wie auch Briefe sanktionieren die Kommunikation zwischen Sender und Empfänger aber nicht unbedingt immer positiv, sondern können zu einem Störfall oder zu Störungen in der zwischenmenschlichen Kommunikation führen, weil sie beispielsweise fehlterminiert sind oder schlechte Nachrichten übermitteln. Zudem gestaltet sich Kommunikation über den Brief oder über das Telefon im wesentlichen über die Sprache, deren immanente Logik des Unausgesprochenen immer das Risiko läuft, Mißverständnisse zu produzieren. Dennoch, dabei der Unwahrscheinlichkeit des Gelingens von Kommunikation tapfer die Stirn bietend und aller Kommunikationsrisiken zum Trotz, folgen wir unseren privaten Anliegen und den Anforderungen des Alltags, erledigen unsere Briefkorrespondenz, versuchen uns gegenseitig telefonisch zu erreichen und hinterlassen zu diesem Zweck nötigenfalls auch Botschaften und Nachrichten auf unbekannten Größen, wie dem Anrufbeantworter.

Textgrundlage für das Seminar ist der Briefwechsel von Rainer-Maria Rilke mit Ilse Erdmann und sein "Gespräch in Briefen" mit Marina Zwetajewa. Des weiteren wollen wir uns zu gegebener Zeit mit Filmen befassen, in denen dem Telefon und dem Telefonieren ein besonderes Augenmerk zukommt, um die Störungen und die Möglichkeiten des Gelingens oder des Scheiterns von Kommunikation auch am audiovisuellen Material zu beobachten und nachzuzeichnen

2 S
Dienstag, 15.15 -16.45 Uhr, Bauhausstr. 11, Raum 014
Richtet sich an: höhere Fachsemester


Semesterapparat


Simon Ruf, M. A.

Einführung in die gender studies
Das Seminar wird grundlegende Texte aus dem Bereich feministischer Theorie und Kultur- bzw. Medienwissenschaft bearbeiten.

2 S
Richtet sich an: M
Freitag, 11.00-12.30 Uhr, Raum 013, Bauhausstraße 11

Semesterapparat

 

 


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