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Vorlesungsverzeichnis Wintersemester 1997/98

Medienkultur


Proseminare


a) Medienwissenschaften

Britta Neitzel M. A.

S 4

Bilder sprechen nicht ...

... sie müssen erst dazu gebracht werden.

Im Seminar sollen Grundlagen der Filmanalyse vermittelt und eingeübt werden, die es ermöglichen, Filme in Sprache zu übersetzen bzw. über sie zu sprechen und sie zu interpretieren. Auf dieser Basis werden anhand exemplarisch ausgewählter Filme Möglichkeiten der Einordnung der Filme in ästhetische, (film)historische, soziale u.a. Bedeutungskontexte erprobt.

Mindestvoraussetzung zur Teilnahme am Seminar ist die Bereitschaft zur Lektüre englischsprachiger Texte.

Richtet sich an: M

Dienstag, 13.30-16.45 Uhr, Bauhausstraße 15, Raum 004

Teil des Projektes "Bonnie & Clyde"


Dr. Wolfgang Ernst

2 S

Die zwei Körper des Königs

Foucault und die Bilder
Im Einleitungskapitel seiner "Ordnung der Dinge" gibt Michel Foucault eine furiose Deutung von Diego Velzquez' Königsporträt Las Meninas als mise-en-abime aller Interpretation. Im Seminar soll nicht nur die dahinterstehende politische Theologie des Bildes entdeckt werden, sondern anhand der sich anschließenden Fachkontroversen auch die Bildgrenze der Diskurstheorie ausgelotet werden. Fluchtpunkt dieser Untersuchungen, die auch Foucaults Schrift zu René Magrittes Gemälde "Das ist keine Pfeife" einschließt, soll die Problematik der Bildarchivierung bilden, die unter digitalen Bedingungen Foucaults Begriff des "Archivs" neu faßt.

Richtet sich an: M

Montag, 17.00 - 18.30 Uhr, Bauhausstraße 15, Raum 002


Claus Pias M. A.

2 S

Apparate des Archivs

Thema des Seminars sind Institutionen und Gerätschaften, die bestimmte Dinge speicherbar machen, diese speichern, nach Algorithmen ordnen und verwalten und verschiedene Abfragemöglichkeiten bereitstellen. Wir werden dieses weite Gebiet - in Ergänzung zum bildorientierten Foucault-Teil des Projektes - historisch angehen und uns von der Wunderkammer über das Museum bis zu digitalen Bildarchiven und der Pattern Recognition bewegen. Sicherlich wird es dabei auch einige Seitenblicke zu Textarchiven geben.

Von den Teilnehmern werden Kurzreferate zu einzelnen Themen erwartet.

Mindestvoraussetzung: Einführung in die Technik wissenschaftlichen Arbeitens

Richtet sich an: G, M

Teilnehmer: obligatorisch für Projektteilnehmer, ansonsten unbegrenzt

Montag, 18.30-20.00 Uhr, Bauhausstraße 15, Raum 003

(Teil des Studienprojekts Medienarchäologie)


Claus Pias M. A.

2 S

Surfin' Shakespeare

Die Deutsche Shakespeare-Gesellschaft (Weimar, Bochum, München) möchte im Internet präsent sein, und ich möchte diesen Auftrag zu einem Seminar machen. Allerdings gehört "Shakespeare" zu den ältesten und beliebtesten Dateiinhalten (Alta Vista: 132.334 Treffer, Yahoo: 239 Sites). Es ist daher dringend notwendig, die bisherigen Angebote kritisch zu sichten, sich über Sinn und Sinnlichkeit sogenannter "Netzpräsenz" Gedanken zu machen, dann ein inhaltliches und gestalterisches Konzept zu erstellen und dieses auch gelungen umzusetzen. Am Ende des Semsters sollen die fertigen Seiten in die Web-Wirklichkeit entlassen werden.

Das Seminar versteht sich nicht zuletzt als Experiment der Zusammenarbeit von Medienkultur und -gestaltung. Spätestens nach der Konzeptphase wird die Verantwortung für bestimmte Teilbereiche (Text, Images, Buttons, Links, CGI usw.) auf einzelne Gruppen übergehen. Die Seminarsitzungen werden dann hauptsächlich der Präsentation, Diskussion und Koordination der laufenden Arbeiten dienen.

Mindestvoraussetzung: HTML ist hilfreich

Richtet sich an: M

Teilnehmer: max. 20

Dienstag, 18.30-20.00 Uhr, Bauhausstraße 15, Raum 102


Dipl.Theaterwiss. Claas Cordes

2 S

Die Improvisation von Macht: Terror, Theater und Medien

Improvisation ist nach dem amerikanischen Literaturwissenschaftler Stephen Greenblatt die Doppelfähigkeit, aus dem Unvorhergesehenen das Beste zu machen und vorhandene Information in ein eigenes Szenario umzuwandeln. Damit basiert Improvisation auf dem menschlichen Einfühlungsvermögen, d. h. auf der Fähigkeit, sich selbst in der Lage der oder des anderen zu sehen. Ein solches Rollenspiel setzt voraus, daß es zwischen der eigenen und der anderen Weise zu denken, zwischen der vertrauten und fremden Weltanschauung ausreichend Ähnlichkeiten gibt. Vor dem Hintergrund dieser kulturellen Technik der Improvisation soll das Phänomen Terror als historisches, politisches, theatrales und mediales Ereignis betrachtet werden.

Richtet sich an: M

Dienstag, 18.30-20.00 Uhr, Bauhausstraße 15, Kinosaal


Dr.phil. Sabine Boscheinen

2 S

Sprechen und Schreiben

Die Begriffe "Sprechen und Schreiben" benennen Kommunikationsformen, die auf unterschiedliche Weise Sinn generieren, ausgehend von Platons Schriftkritik im Phaidros und im "siebten Brief" sollen weitere Kommunikationsbedingungen und Versprachlichungsstrategien im Medium Literatur erörtert werden und über Sinnkonstituionsmomente bei Kommunikationsformen nachgedacht werden.

Literatur vorab lesen: Koch, Peter Östereicher, Wulf

Gesprochene Sprache in der Romania: Französisch, Italienisch, Spanisch Tübingen: Niemeyer 1990 Aufsatz „Sprache der Nähe, Sprache der Distanz Mündlichkeit und Schriftlichkeit im Spannungsfeld von Sprachtheorie und -geschichte" in: Romanistisches Jahrbuch 36 - 1985, S. 15 - 43 Ong, Walter: Orality und Literacty: The technologizing of the world, London: Methueu 1987

Richtet sich an: M

Donnerstag, 13.30-15.00 Uhr, Bauhausstraße 15, Raum 102


Dr.phil. Sabine Boscheinen

2 S

Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten

Richtet sich an: 1. Fachsemester Fakultät Medien

Dienstag, 11.00-12.30 Uhr, Bauhausstraße 15, Raum 003


Catherine Saracco

2 S

Mais qui sont-ils?

Wer sind die bedeutendsten zeitgenössischen Denker der Medien und der Kommunikation in Frankreich? Angefangen mit den hierzulande bekannten Medientheoretikern, wie Virilio, Bourdieu oder Baudrillard bis hin zu nicht weniger wichtigen Denkern wie Regis Debray, Michel Serres oder Philippe Queau, sollen die herausragenden geistigen Strömungen besprochen werden, die sich heute in Frankreich hervortun. Anhand ausgewählter Passagen werden die jeweiligen Diskursen durch Texterklärungen und vergleichende Analysen erläutert. Dabei wird es auch u.a darum gehen, ein Feld der Wissenschaft zu hinterfragen, das die Kontexte mehrerer Wissensgebiete durchläuft, was dazu führt, die Frage der Medien und der Kommunikation durch allgemeinere Fragen der kulturellen Vermittlung und der Ethik u.s.w zu ergänzen. Nicht alle dieser zeitgenössischen Denker sind ins Deutsche übersetzt worden, was die Lektüre einiger Werke auf französisch erfordert.

Richtet sich an: M

Donnerstag, 09.15.-10.45 Uhr, Bauhausstraße 15, Raum 102


Prof. Dr. phil. habil. Rainer Schönhammer

2 S

Medien-Wahrnehmung

Wie erweitern/verändern Medien - vom Photoapparat bis zum Computer - die menschlichen Wahrnehmungen? Wie greifen sie in den Gefühlshaushalt der Individuen und ihr Phantasieleben ein? Wie steht es mit dem sozialpsychologischen Kontext?

Es geht darum, die berühmte These, die Medien selbst (statt der transportierten Inhalte) seien die Botschaft, an den diversen Medien durchzuspielen. Dafür wird die Psychologie des medial ergänzten Menschen jeweils ins Verhältnis zur Wahrnehmung/Innenleben des "nackten Affen" gesetzt.

Themen: Photographie, Comic, Kino, Telefon, akustische Konserven, Radio, TV, Computer/"Neue Medien".

Richtet sich an: M

Blockseminar Beginn: 6.11.97

Donnerstag, ab 15.15 Uhr, Bauhausstraße 15, Raum 102,



b) Medienmanagement

Prof. Dr. Matthias Maier

4 S

Medienmanagement

Das Seminar dient dazu, die Inhalte der Vorlesung „Medienmanagement„ zu vertiefen. Dazu werden anhand von Projektaufgaben und Fallbeispielen unterschiedliche Einsatzfelder und Einsatzformen für neue Medien und die damit zusammenhängenden Managementaufgaben näher betrachtet.

Richtet sich an: M

Mittwoch, 15.15-18.30 Uhr,Bauhausstraße 15, Raum 102


Dipl. Medienberaterin Anne Werthmann

2 S

Medienberufe

Als zukünftige Medienschaffende sollten die Studierenden sich frühzeitig über Berufsbilder und Einstiegsmöglichkeiten informieren. Im Seminar werden Bewerbungstraining, Selbsteinschätzung und Methoden des Personalmanagements erarbeitet. Vorträge von Gastreferenten aus verschiedenen Medienberufen und -branchen werden das Seminar ergänzen.

Richtet sich an: alle Fakultäten

Freitag, 13.30-15.00 Uhr, Bauhausstraße 15, Raum 102


Dipl. Medienberaterin Anne Werthmann

2 S

Projektmanagement

Engagierte Leute, knappes Budget, wenig Zeit: die Kunst, Kulturprojekte zu organisieren. Die Planung und Durchführung von Kulturprojekten wird exemplarisch für das Projektmanagement vorgestellt. Mit diesen Methoden werden die Projekte der Fakultät begleitet. Eine Abstimmung darüber wird in der zweiten Semesterwoche stattfinden. Die Anwendung von Projektmanagement-Programmen, z.B. PowerProjekt oder MS-Projekt wird erarbeitet.

Richtet sich an: alle Fakultäten

Freitag, 11.00-12.30 Uhr, Bauhausstraße 15, Raum 102


Dipl. Kfm. Wolfgang Hennes

Blockseminer

Angewandtes Medienmanagement in Firmen und Medienunternehmen

Das Seminar soll grundlegende Aspekte des Medienmanagements in der Praxis aufzeigen, wobei aus zwei Perspektiven vorgegangen wird: Zum einen geht es um das unternehmensbezogene Management der Medien, in denen Unternehmen sich präsentieren bzw. die von Unternehmen genutzt werden (Internet, CD-ROM etc.) und zweitens um das Management von bzw. in Medienunternehmen, wie Fernseh- und Radiosender, Printmedien, Nachrichtenagenturen etc. Besuche und Gespräche bei Medien- und Multimediaunternehmen zum Beispiel bei der Telekom AG, Deutschen Welle, WDR, Sat1, TL, dpa, Reuters, Deutschlandradio, Bundespressekonferenz, General-Anzeiger sowie dem Pressezentrum des Deutschen Bundestages sollen Einblicke in praktisches Medienmanagement ermöglichen.

Richtet sich an: M

Blockseminar am Semesterende, siehe Aushang


c) Veranstaltungen des Studienganges Kulturmanagement der Hochschule für Musik

Dr. Matthias Meier

2 V

Volks- und Betriebswirtschaftliche Modelle/Grundlagen

Ziel der Lehrveranstaltung ist es, betriebswirtschaftliche und ökonomische Grundlagen zu vermitteln und in die ökonomischen Besonderheiten von von Kulturereignissen, Kulturveranstaltungen sowie des Kulturmanagement einzuführen.
Ausgangspunkt der Betrachtung bildet die Feststellung, daß Kulturereignisse und Kulturveranstaltungen aus Sicht der Betriebswirtschaftslehre und der Ökonomie "sonderbare Eigenschaften" besitzen. (...)

Die Veranstaltung zu den betriebswirtschaftlichen und ökonomischen Grundlagen des Kulturmanagements befaßt sich sowohl mit einer Theorie des Marktes und der privaten Güter als auch mit der Theorie des Marktversagens bzw. der Theorie öffentlicher Güter. Zudem werden die ökonomischen Besonderheiten von öffentlichen und privaten Unternehmen, die darin verankerten Verfügungsrechte und daraus resultierende Besonderheiten für Managementaufgaben betrachtet.
Die TeilnehmerInnen der Veranstaltung erhalten dadurch Einblicke in betriebswirtschaftliche und ökonomische "Spielregeln" des Kulturmanagements.

Donnerstag, 13.45 - 15.15 Uhr; Hausknechtstraße 7; HS


Bettina Masuch

Kunst-/Kulturgeschichte und -theorie

Thema:
Tanztheater - Entwicklungen im zeitgenössischen Tanz von Pina Bausch bis in die Gegenwart

Freitag, 8.30 - 14.00 Uhr im Wechsel mit "Allgemeine Grundlagen des Kulturmanagements" und "Trends"

Hausknechtstraße 7

1. Seminarblock: 17.10.97


Dr. Joachim Kreutzkam

Grundlagen des Kulturmanagement

Freitag, 8.30 - 14.00 Uhr im Wechsel mit "Kunst-/Kulturgeschichte und -theorie" und "Trends"

Hausknechtstraße 7

1. Seminarblock: 10.10.97


Dr. Brandel

Rechtsgrundlagen im Kulturbereich

Bauhausstraße 15, SR 102

Dienstag, 13.30 - 15.00 Uhr

Seminarbeginn: 14.10.97


Dr. Ingeborg Siggelkow

PD Dr. Hartmut Salzwedel

Soziale Regeln: Sekten und Psychokulte

Block 1: 14.11., 9.00 - 18.00 Uhr; 15.10., 9.00 - 16.00 Uhr
Block 2: 09.01., 9.00 - 18.00 Uhr; 10.01., 9.00 - 16.00 Uhr

Bauhausstraße 15, Raum 005


Dirk Schütz

Trends

Freitag, 8.30 - 14.00 Uhr, im Wechsel mit "Allgemeine Grundlagen des Kulturmanagement" und "Kunst-/Kulturgeschichte und -theorie"

1. Seminarblock: 24.10.97

Hausknechtstraße 7, HS


Dirk Schütz, Karsten Mohr

Projekt Besucherforschung/Marktforschung

Ort: siehe Aushänge


Frau Holfeld

Rhetorik - Grundkurs

Bauhausstraße 15


Frau Holfeld

Rhetorik - Aufbaukurs

Bauhausstraße 15


Frau Finke

Sprecherziehung - Grundkurs

Tiefurter Allee 6


Frau Finke

Sprecherziehung - Aufbaukurs

Tiefurter Allee 6


Veranstaltungen der Kunst- und Kulturwissenschaften entnehmen Sie bitte den Angeboten der Fakultäten Gestaltung und Architektur, Stadt- und Regionalplanung



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