Prof. Dr.-Ing. Michael Herrmann

Herzlich Willkommen auf der Website der Professur »Konstruktives Entwerfen und Tragwerkslehre« (Fakultät Architektur und Urbanistik und Fakultät Bau und Umwelt).

Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung und Vermittlung wissenschaftlich fundierter Entwurfsstrategien und -werkzeuge unter dem Paradigma Energie. Erreicht werden soll dabei eine möglichst hohe Annäherung an die Forderung »Nachhaltigkeit von Bauwerken«.

Semesterprojekt Wintersemester 2026/27

Matrix der Materie | Pavillon am Weimarer Schloss

Die Bauwende ist mehr als eine technische Herausforderung: Sie betrifft ebenso den Umgang mit Ressourcen, gesellschaftliche Teilhabe und die Kultur des Bauens. Architektonische Pilotprojekte können diesen Wandel sichtbar und erfahrbar machen, indem sie neue Bauweisen erproben und zugleich Orte der Begegnung, der kritischen Diskussion und des Wissenstransfers schaffen. Sie verbinden Forschung und Lehre mit Handwerk, Zivilgesellschaft und öffentlichem Leben und übertragen die Fragestellungen der Bauwende in eine konkret erfahrbare Architektur.

Vor diesem Hintergrund soll am Weimarer Schloss ein temporärer Pavillon entstehen, der die Themen des „Grünen Labors“ aufgreift und weiterentwickelt. Mit Matrix der Materie entsteht ein gemeinsames Lern-, Informations- und Transferprojekt für die Klassik Stiftung Weimar, die Bürgerschaft und die Bauhaus-Universität Weimar. Zugleich soll der Pavillon einen sichtbaren Auftakt und Ankunftsort schaffen: Er öffnet den introvertierten Schlosshof nach außen, macht auf die dortigen Aktivitäten aufmerksam und dient als Treffpunkt, Bühne, Aufenthalts- und Spielort sowie als Raum für Veranstaltungen.

Ziel des Projektmoduls ist die Entwicklung eines prototypischen Pavillons aus biobasierten und regenerativen Materialien. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Material, Tragwerk, Fügung, Form und Herstellung zu einer architektonisch und konstruktiv schlüssigen Gesamtstruktur verbunden werden können. Parametrisches Entwerfen, Robotik und lebenszyklusbasierte Planung können dabei als Bestandteile eines durchgängigen Entwurfs- und Fertigungsprozesses eingesetzt werden.

Als gebauter Demonstrator verbindet der Pavillon forschungsgeleitete Lehre mit gesellschaftlicher Praxis. Studierende arbeiten interdisziplinär, setzen eigene Schwerpunkte und erproben neue Formen der Zusammenarbeit. So entsteht ein temporäres und öffentlich sichtbares Experimentierfeld für die Bauwende, das den Schlosshof aktiviert und einen neuen Ort für Ankunft, Begegnung, Austausch und Veranstaltungen in Weimar schafft.