»Thinking - Making: Architecture as a Cognitive & Physical Expression«

Denken - Tun - Gestalten!

Sind Kopfarbeit und Handarbeit ein Gegensatz? Oder hat die physische Arbeit eine Bedeutung für die geistige Tätigkeit? Wir wollen die systematische Trennung in der Arbeitskultur von Handarbeit und Kopfarbeit hinterfragen und räumliche Antworten geben.

Zu Beginn des Kurses gehen wir von einer absoluten Trennung von Kopfarbeit und Handarbeit aus und nähern uns über den Kurs hinweg anderen Strategien.

1. Schreibdenken und Lernen am Material:
Kleinere Übungen, die Selbstreflektion zu Denken und Tun ankurbeln, Lernen am Material in Analogie zu dem von Johannes Itten konzipierten Vorkurs der damaligen Bauhauslehre (ab 1919).

2. Kabinett des Denkens (Kopfarbeit):
Inhalte zur historischen Entwicklung der Arbeitskultur sowie zu zeitgenössischen und zukunftsorientierten Debatten, Analyse bereits gebauter Architekturen zu Denkräumen und deren Merkmale, Vor-Ort-Besichtigungen von Studierzimmern und Bibliotheken in der Region Thüringen.

Gestaltung eines »Kabinett des Denkens« (ohne manuelle Fertigkeiten): Raum für immaterielles Gedankengut und geistige Tätigkeit, Arbeitsmethoden: Modellierung in einfachen 3D Programmen, Produktion im 3D Druckverfahren.

3. Kabinett des Tuns (Handarbeit):
Analyse von bereits gebauten Architekturen zu Manufakturen und deren Merkmalen, Vor-Ort-Besichtigungen z.B.  Bauhaus-Werkstätten und Materialbibliothek

Gestaltung eines »Kabinett des Tuns« (alle manuellen Fähigkeiten erlaubt): Raum für handwerkliche Tätigkeit, Arbeitsmethoden. Umsetzung in Guß-Verfahren (Schulung des inversiven Denkens durch den Bau einer Schalung als Negativ).

4. Statement zum Verhältnis zwischen Denken und Tun:
Gegenüberstellung der Erfahrungen und der jeweiligen Veräußerungen des Denkens und Tuns, Formulierung der Erkenntnisse zum Verhältnis zwischen Kopf- und Handarbeit im Gestaltungsprozess  in individuellen Statements, Abschlusspräsentation während der Open.Ateliers.

Im Kurs entwickeln die Teilnehmenden ein Bewusstsein für Kopfarbeit und Handarbeit, erlernen Arbeitsmethoden (z.B. Schreibdenken und Lernen am Material) und erweitern ihr Wissen zur Geschichte von Arbeitskulturen, mittels Besichtigungen und Analyse gebauter Referenzen. Zudem erlangen
sie Kenntnisse zu architektonischem Raum als Ausdruck von Denken und Tun sowie Fertigkeiten im 3D Druckverfahren und Gußmethoden.
Diese Kompetenzen sind anwendbar auf alle Design-Professionen, akademische Studien und Berufe.

Die Kurssprache ist Englisch.

Sie wünschen eine persönliche Beratung? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Der Kurs richtet sich an Bachelor- sowie an Masterstudierende aus den Bereichen Architektur und Design.

Nötiges Equipment & Vorkenntnisse: 

  • Material: z.B. Notizbuch, Zeichenstifte, Digitalkamera etc.
  • Kenntnisse: Raumverständnis, Modellbaufertigkeiten, Zeichenfähigkeiten, Lust auf Handwerk & Kopfarbeit, Interesse an Gestaltung und Architektur

Die Kurssprache ist Englisch. Daher sind gute Englischkenntnisse erforderlich.

Katharina Bonhag-De Rosa | www.bonhagderosa.de

Nach ihrem Abschluss als Dipl.-Ing. Innenarchitektin an der Akademie der Bildenden Künste in München, arbeitete Katharina Bonhag-De Rosa in unterschiedlichsten Architekturbüros in Berlin.

Ihr Weg führte sie nach Weimar, wo sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Bauhaus-Universität in Lehre und Forschung im In- und Ausland arbeitete.

Neben ihrer Funktion als Mitgründerin der Bonhag-De Rosa Architekt Innenarchitekt PartGmbB arbeitet Katharina Bonhag-De Rosa aktuell an ihrer Promotion zum Thema Gedächtnis und Raum - mnemotektonische Codes in gebauter Form.


Maurizio De Rosa | www.bonhagderosa.de

Nach seinem Abschluss an der Queensland University of Technology im australischen Brisbane kam Maurizio De Rosa für seine Arbeit als Architekt nach Europa.

Nach Anstellungen in Barcelona und Berlin studierte er an der Technischen Universität Berlin Denkmalpflege, was er mit Auszeichnung abschloss. Neben seiner Tätigkeit als Mitgründer der Bonhag-De Rosa Architekt Innenarchitekt PartGmbB realisiert er seit vielen Jahren eigene Projekte im In- und Ausland.

1. Anmeldung

Füllen Sie zunächst die Anmeldung aus. Bitte beachten Sie die Hinweise.

2. Dokumente

Bitte reichen Sie folgende Unterlagen bis zum 1. Juni 2019 als angehängte pdf-Datei per E-Mail ein:

  • Lebenslauf: max. 2 Seiten
  • Englisch-Sprachzertifikat: mindestens Niveaustufe B1 oder vergleichbar
  • Motivationsschreiben: Warum wollen Sie an diesem Kurs teilnehmen? - max. 500 Wörter
  • Portfolio: Stellen Sie auf frei wählbare Weise zwei zur Thematik des Kurses passende Projekte vor

 Berücksichtigen Sie dabei folgende Punkte:

  • alle Dokumente in einer pdf-Datei (max. 5 MB)
  • E-Mail mit dem Betreff »Bewerbung Thinking Making«
  • Name der pdf-Datei »Thinking_Making_Name_Vorname«
NUR VOLLSTÄNDIGE UND KORREKT BEZEICHNETE BEWERBUNGEN WERDEN BERÜCKSICHTIGT!

3. Auswahlverfahren

Bis zum 3. Juni 2019 werden die Bewerber/innen über die Auswahl per E-Mail informiert. Im Falle einer Zusage und der positiven Rückmeldung Ihrerseits erhalten Sie zeitnah die Rechnung, die Sie innerhalb von zehn Tagen begleichen müssen. Andernfalls wird Ihr Platz an weitere Bewerber auf der Warteliste vergeben. 

Sollten Sie ein VISUM benötigen, empfehlen wir Ihnen, sich schon jetzt über die Formalitäten zu informieren und einen Termin bei der zuständigen Botschaft zu vereinbaren.

Die Teilnehmerzahl ist auf 18 Personen begrenzt.

Die Kursgebühr beträgt 700 EURO

500 EURO für Studierende & Alumni
300 EURO für BUW-Studierende

Die Kursgebühr enthält:

  • Orientierung & Betreuung
  • Kurs laut Beschreibung
  • (Lehr-)Materialien
  • Teilnehmerausweis
  • gratis Nutzung der Weimarer Stadtbusse und Thüringer Regionalzüge
  • Zertifikat
  • Internetzugang an der Bauhaus-Universität Weimar
  • Bibliotheksnutzung
  • Rahmenprogramm (außer Exkursionen)
  • freier Eintritt in Museen der Klassik Stiftung Weimar 

 

Bitte beachten Sie unsere AGB (Zulassungsbedingungen, Rücktrittsbedingungen etc.)

Bewerbungsfrist abgelaufen