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Bauhaus
Spring
School
10.03 - 19.03.22

Die Fähigkeit der Ortsveränderung oder öffentliche Multifikationsräume für Orte in Bewegung

Die Pandemie hat gezeigt, wie wichtig naturnahe und öffentliche Räume mit Aufenthaltsqualität sind. Diese braucht es nicht nur in Städten als Regenerations-, Begegnungs- und Kommunikationsorte, sondern hier gilt es diese aufzuwerten sowie sie neu zu erfinden, um damit den öffentlichen Raum sozialer zu gestalten.

Über den spielerischen Zugang werden an einem modularen Baukastensystem Form- und Nutzungsvarianten entwickelt, die über das anfängliche Spiel mit den Maßstäben zu Kleinstarchitekturen führen. Diese dienen als Impulsgeber für den Raum und inhaltsbezogenen Schwerpunkt mit selbstdefinierten, nach Fachrichtung bezogenen Schwerpunkten.

Ziel ist es einerseits mittels eines Modulbausystems ortsspezifisch Mehrwert für variierende Nutzungen Aufenthaltscharakter zu schaffen. Auf der anderen Seite ist das Modulsystem so konzipiert, dass technische Komponenten darin integriert werden können, um mit ortsspezifischen und vorhandenen Ressourcen die Autarkie dieses auf die wechselnden Anforderungen reagierenden Ortes zu ermöglichen.

Die Vermittlungs- und Entwurfsmethode ist einmalig und wird zurzeit an der Bauhaus-Universität Weimar künstlerisch, wissenschaftlich erforscht.

 

Das angebotene Seminar ist in drei Schritten aufgebaut:

  1. Über die experimentelle, analytische Auseinandersetzung mit dem spezifischen Ort und Übersetzung in diverse Raummodelle, werden Raumtheorien und Entwurfskonzepte vermittelt und untersucht.
  2. Die Raumanalyse am Modell bis hin zum Maßstab 1:1 am Standort
  3. Darstellung des Entwurfes mit künstlerischen Darstellungsmethoden und -techniken

 

Lernziele des Kurses

  • Praktizieren einer sinnlich ästhetischen Raumanalyse im Maßstabsvergleich;
  • Übersetzung, Übertragung, Überprüfung von Annahmen in abstrakten Modell in Bezug auf die tatsächliche Wahrnehmung am Standort;
  • Gefühl für Maßstäblichkeit und räumliche Proportionierung;
  • User Experience;
  • Erproben und Hinterfragen des Entwurfsprozesses im Maßstab 1:1

 

HINWEIS:
Dieser Kurs enthält eine 5-tägige Präsenzphase in Weimar vom 10. März bis zum 18. März 2022.

Alle, die sich für das Thema interessieren, sind herzlich willkommen!

Julia Heinemann ist Architektin, Künstlerin, Designerin und Pädagogin. Seit 2017 ist sie Mitglied des Teams der Fakultät Architektur und Urbanistik an der Bauhaus-Universität Weimar, wo sie als Mitarbeiterin und Doktorandin an den Lehrstühlen für Tragwerksplanung und Darstellungsmethodik arbeitet, lehrt und forscht. 

Als Architektin arbeitete sie u.a. für Architekturbüros in Den Haag, Berlin und Regensburg. Julia Heinemann ist die Erfinderin des mit dem reddot ausgezeichneten ganzheitlichen Lehr- und Lernwerkzeugs PLATTENBAU, das Kommunikationsprozesse und Vermittlungsarbeit um die Dimension des Raumes erweitert.
 

BLENDED-KURS

Teil I:
18. Februar & 25. Februar
Online-Phase

Teil II:
10. März bis 18. März 2022
Präsenzphase (Vorort in Weimar)

3 ECTS

Sprache

Die Kurssprache ist Englisch.