| Beschreibung |
Die Lehrveranstaltung ermöglicht Studierenden, einen realen Baustein eines hochschulübergreifenden Bildungsfestivals für Nachhaltigkeit zu entwickeln und in die Umsetzung zu überführen. In interdisziplinären Teams bearbeiten sie einen frei wählbaren Gestaltungsbereich (z. B. Raumgestaltung, Barrierefreiheit, digitale Infrastruktur, Community-Building oder Marketing) und überführen ihn in ein tragfähiges Konzept. Der Kurs verbindet konzeptionelles Denken, kreative Gestaltung und gemeinsame Verantwortung zu einem praxisnahen Lernprozess, dessen Ergebnisse 2027 auf dem Campus der TU Dresden sichtbar werden. Interdisziplinarität | Der Kurs ist interdisziplinär angelegt: Studierende aus unterschiedlichen Fachrichtungen arbeiten gemeinsam an einem ausgewählten Themenbereich. Die Themen sind bewusst so gewählt, dass sie für verschiedene Disziplinen anschlussfähig sind. Durch die Zusammenarbeit im Team fließen die unterschiedlichen fachlichen Perspektiven in die Bearbeitung des Themenfeldes ein. Vermittelt werden auch überfachliche Kompetenzen wie kollaboratives Arbeiten, Problemlösefähigkeit, Reflexionsfähigkeit, Selbstorganisation, Kommunikations- und Präsentationskompetenz sowie der Umgang mit komplexen, offenen Aufgabenstellungen. Die Studierenden lernen, Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen im Team zu treffen und ihre Ideen in realen Kontexten umzusetzen. Lernziele und Kompetenzerwerb | Nach Abschluss des Moduls sind Studierende in der Lage, einen konkreten Gestaltungsbereich des Festivals zu erfassen, dessen Bedeutung für das Gesamtvorhaben zu analysieren und relevante Bedarfe sowie Rahmenbedingungen in ein umsetzbares Konzept zu überführen. Sie wenden Methoden der Bedarfs‑, Zielgruppen‑ und Vergleichsanalyse an, strukturieren Informationen und leiten begründete Entscheidungen ab. Auf dieser Basis entstehen kreative und realisierbare Konzepte oder Prototypen. Zugleich stärken die Studierenden ihre Team‑ und Kommunikationsfähigkeit, arbeiten partizipativ und interdisziplinär und wenden Prinzipien des Projektmanagements an. Sie lernen ihre eigene Idee zu visualisieren, zu kommunizieren und überzeugend zu präsentieren, reflektieren ihren Lernprozess sowie ihre Haltung zu Nachhaltigkeit und gemeinschaftlichem Arbeiten. Die Studierenden erleben, dass ihre Arbeit reale Wirkung entfaltet und in die Planung eines realen Nachhaltigkeitsfestivals 2027 einfließt. Didaktisches Konzept | Die Lehrveranstaltung folgt dem Challenge-based-Learning-Ansatz mit den Phasen Engage (Teams wählen Schwerpunkt und formulieren eine konkrete Challenge), Investigate ( Recherchen, Analysen vergleichbarer Formate + Zielgruppenanalyse) und Act (tragfähiges Konzept oder ein Prototyp entsteht). Das didaktische Design kombiniert überwiegend selbstorganisierte Lern- und Arbeitsphasen im Team mit Peer-Feedback und Zwischenpräsentationen, die klare Meilensteine setzen, Entwicklungsstände sichtbar machen und frühzeitige Nachjustierungen ermöglichen. Im gesamten Prozess übernimmt die Lehrperson eine unterstützende Rolle, stellt die Rahmenbedingungen und Infrastruktur bereit, moderiert Prozesse, gibt Feedback und begleitet die Teams mit minimaler Steuerung. In dieser Verzahnung entsteht ein strukturierter, zugleich flexibler Lernprozess, der kollaboratives, forschendes und praxisorientiertes Arbeiten fördert. |
| Leistungsnachweis |
Die Prüfungsleistung besteht aus einer komplexen, praxisorientierten Arbeitsleistung, die von den Studierenden in Teams entwickelt und im Vorfeld mit der Lehrperson abgestimmt wird. Je nach thematischer Ausrichtung kann diese Leistung unterschiedliche Formate annehmen – beispielsweise ein Konzept, ein Prototyp, eine Marketingkampagne oder ein fachlicher Beitrag im Rahmen des Bildungsfestivals. Entscheidend ist, dass die Studierenden ein kohärentes, nachvollziehbar begründetes Ergebnis erarbeiten, das den Anforderungen des Challenge-Based Learning entspricht. Die Bewertung erfolgt anhand eines standardisierten Bewertungsrasters. Unabhängig vom gewählten Themenfeld dokumentieren alle Teams die Problem- und Bedarfsanalyse, die Entwicklung und Begründung ihrer Lösung, mindestens eine Feedback- oder Erprobungsschleife sowie einen realistischen Umsetzungsplan. |