| Beschreibung |
Der Kurs untersucht die Darstellung von Endzeit- und Apokalypsevorstellungen aus jüdisch-christlicher Tradition sowie dystopischer Zukunftsbilder in der Musikgeschichte. Ausgangspunkt sind zentrale biblische Texte und ihre Wirkung auf musikalische Werke verschiedener Epochen. Anhand ausgewählter Beispiele – von mittelalterlicher Kirchenmusik über barocke Oratorien bis hin zu romantischen und modernen Kompositionen, darunter das Quatuor pour la fin du temps von Olivier Messiaen oder Der Sturz des Antichrist von Viktor Ullmann – wird analysiert, wie Themen wie Gericht, Erlösung, Zerstörung, gesellschaftlicher Verfall und Zukunftsangst musikalisch gestaltet werden. Neben der musikalischen Analyse werden auch die theologischen, kulturellen und historischen Kontexte berücksichtigt. Ein besonderer Fokus liegt auf der Verbindung und Transformation religiöser Endzeitmotive in säkularen, dystopischen Klangwelten der Gegenwart. |
| Zielgruppe |
Die Veranstaltung steht als »Geöffneten Lehrveranstaltungen« der Hochschule für Musik Franz Liszt (HfM) allen Bachelor- und Masterstudierenden sowie Promovierenden der Fakultäten Architektur und Urbanistik, Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, Kunst und Gestaltung sowie Medien im Rahmen des »Interdisziplinären Lehrangebots« offen. Bitte halten Sie vor der Anmeldung Rücksprache mit Ihrer Fachstudienberatung und klären Sie, ob diese Veranstaltung in ihrem Curriculum anerkannt werden kann. Bei Bedarf schließen Sie vor Veranstaltungsbeginn ein Learning Agreement (DE/EN) ab. |