| Beschreibung |
Musik und Mythos sind eng miteinander verwoben. Es existiert eine Reihe theoretischer Abhandlungen und Analysen, vor allem im europäisch-abendländischen Kontext. In dieser Vorlesung stehen jedoch die Mythen der indigenen Bevölkerung Amazoniens im Mittelpunkt. Den Anfang bilden die Analysen und Darstellungen von Claude Lévi-Strauss, der mit seinen anthropologisch-strukturellen Perspektiven die Denkweisen der Menschen dieser Region untersuchte. Dabei verwendete er zwar die musikalische Rahmung seines Werkes als Analogie, ging jedoch auf die Rolle der Musik im Zusammenhang mit den Mythen der Indigenen nicht ein. Demnach wird sich im Laufe der Vorlesung zunehmend auf die Anhaltspunkte zur Instaurierung indigener Musik konzentriert, die u. a. zeigen, dass die Aufführung von Mythen eine eigene musikalische Praxis darstellt, die eng an das Ritual und somit an den Ritualbegriff geknüpft ist. Des Weiteren zeigt sich anhand der Mythen, wie die Denkweise gegenüber Klang und somit die eigenständigen und sehr differenten Klangontologien herausgearbeitet werden können, die im Prozess der Sicht- und Hörbarmachung musikalischer Phänomene stehen. |
| Zielgruppe |
Die Veranstaltung steht als »Geöffneten Lehrveranstaltungen« der Hochschule für Musik Franz Liszt (HfM) allen Bachelor- und Masterstudierenden sowie Promovierenden der Fakultäten Architektur und Urbanistik, Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, Kunst und Gestaltung sowie Medien im Rahmen des »Interdisziplinären Lehrangebots« offen. Bitte halten Sie vor der Anmeldung Rücksprache mit Ihrer Fachstudienberatung und klären Sie, ob diese Veranstaltung in ihrem Curriculum anerkannt werden kann. Bei Bedarf schließen Sie vor Veranstaltungsbeginn ein Learning Agreement (DE/EN) ab. |