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SoSe 2022

Stadt( )Landschaft - Einzelansicht

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar SWS 2
Veranstaltungsnummer 121221203 Max. Teilnehmer/-innen 10
Semester WiSe 2021/22 Zugeordnetes Modul Architektur, M.Sc. PO 2020
Wahlpflichtmodul - Planung
Architektur, M.Sc. PO 18
Wahlpflichtmodul - Planung
Architektur, M.Sc. PO 14
Wahlpflichtmodul - Planung

Urbanistik, M.Sc. PO 2020 4-semestrig
Wahlpflichtmodul
Urbanistik, M.Sc. PO 2020 2-semestrig
Wahlpflichtmodul
Urbanistik, M.Sc. PO 17 4-semestrig
Wahlpflichtmodul
Erwartete Teilnehmer/-innen
Rhythmus einmalig
Hyperlink  
Sprache deutsch
Belegungsfristen
Termine Gruppe: [unbenannt]
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
Mi. 11:00 bis 12:30 wöch. 20.10.2021 bis 02.02.2022  Bauhausstraße 9c - Arbeitsraum 001     01.12.2021: online
05.01.2022: online via BBB
Einzeltermine anzeigen
Mi. 11:00 bis 12:30 Einzel am 15.12.2021 Geschwister-Scholl-Str.8A - Oberlichtsaal 213      
Gruppe [unbenannt]:
Zur Zeit keine Belegung möglich
 


Zugeordnete Personen
Zugeordnete Personen Zuständigkeit
Garkisch, Andreas, Prof., Dipl.-Ing. verantwortlich
N.N., 
Kraus, Michael , Dipl.-Ing.
Studiengänge
Abschluss Studiengang Semester Leistungspunkte
Master Architektur (M.Sc.), PV14 1 - 3 3
Master Urbanistik (M.Sc.), PV 17, 4-Semester 1 - 3 3
Master Architektur (M.Sc.), PV18 1 - 3 3
Master Architektur (M.Sc.), PV2020 1 - 3 3
Master Urbanistik (M.Sc.), PV 2020, 2-Semester 1 - 2 3
Master Urbanistik (M.Sc.), PV 2020, 4-Semester 1 - 3 3
Zuordnung zu Einrichtungen
Entwerfen und StadtArchitektur
Inhalt
Beschreibung

Charting the Possibility of Cohabitation

Die europäische Architektur basiert immer noch auf dem Versuch, durch Gebäude eine Innenwelt zu konstruieren, welche von ihrer Umwelt größtenteils entkoppelt ist. Die heutige Stadt kann als solch eine kontrollierte Innenwelt gelesen werden. Die Idee dieser Stadt fundiert noch immer in der athenischen Polis: Ein Ort, an dem Tiere und Pflanzen sowie Sklaven und Frauen ausgeschlossen waren und ihnen jegliches Teilhaben abgesprochen wurde. Ähnliche Muster der Trennung lassen sich ebenso in den heutigen Städten finden. Es besteht nach wie vor der Gedanke, dass die Stadt, sowie die menschlichen Städter:innen, der Sphäre der Kultur zugeordnet werden und damit der Sphäre der Natur, der Pflanzen und Tiere, gegenüberstehen.

Heute wissen wir, dass eine Abgrenzung des menschlichen Habitats nicht möglich ist, dass alle Lebensformen, die den Planeten bewohnen, einander auf komplexe Weise beeinflussen. Die Stadt gehörte nie nur den Menschen, auch Tiere und Pflanzen waren immer schon Stadtbewohner:innen. Aufgrund der räumlichen Vielfalt von Architektur eröffnet der Stadtraum gleichermaßen neue Habitate für Pflanzen und Tiere und schafft neue Lebensbedingungen für diese Akteur:innen.

Eine ökologische Stadttransformation kann nicht nur darin bestehen, die Begriffe Ökologie und Stadt miteinander zu verbinden, sondern sie muss die beiden Komponenten von Grund auf anders denken und wahrnehmen. Die Beziehung des Menschen zu Habitat, Pflanzen und Tieren gilt es neu zu organisieren und die lange bestehenden Unterscheidungen und Abgrenzungen aufzulösen. Gegenwärtiges Handeln, wie es Donna Haraway1 benennt, bedeutet, mit den sozialen, ökonomischen, ökologischen und politischen Widersprüchen zu arbeiten, welche in den heutigen Städten sichtbar werden. Es gilt, neue Systeme von Allianzen und Solidaritäten zu erproben, sowie eine gegenseitige Verpflichtung zum Schutz und zur Pflege einzugehen. Spontane Landschaften einer verwilderten urbanen Natur müssen als Begegnungsräume in der Stadt verstanden werden. Auch Gebäude, Freiflächen, Parks, Innenhöfe, Balkone, Dachterrassen, Gehwege, Überwege können ein Zusammenleben ermöglichen und essenziell für unerwartete Formen von Sozialität sein. Cohabitation bedeutet also nicht nur, dass ein anderes menschliches Zusammenleben möglich ist, sondern dass alle Lebensformen in der Stadt zusammen existieren können.

Den Umgang mit den nicht-menschlichen Lebensformen im urbanen Raum zu erlernen, soll mit einer sensiblen Wahrnehmung des städtischen Raumes beginnen. Was bedeutet diese Blickverschiebung für die Akteur:innen? Wie bedingen sich Stadt und Natur gegenseitig? Welche von Menschen erschaffenen städtischen Infrastrukturen bieten neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen? Was bedeutet Natur, Landschaft, Garten im städtischen Kontext? Wo lassen sich in der heutigen Stadt bereits Formen von Cohabitation ausmachen?

Um über diese neuen Sachverhalte diskutieren zu können, bedarf es neuer Visualisierungsverfahren für eine Stadt, in der nicht-menschlichen Lebensformen eine bedeutende Rolle zugesprochen wird und ein solidarisches Zusammenleben möglich wird. Wie können wir als Architekt:innen, Raumplaner:innen und Künstler:innen die Präsenz von Pflanzen, Tieren, Böden, Gewässern darstellen und im Diskurs sichtbar machen? Das Seminar gibt Raum für eine intensive Auseinandersetzung mit der Vielschichtigkeit städtischer Räume und ihren Akteur:innen. Visuelle Bestandsaufnahmen unterschiedlicher Maßstäbe und Medien beginnen einen gemeinsamen Versuch, die Komplexität nicht-menschlicher Lebensformen zu ergründen und diese in passende Gestaltungswerkzeuge für ein neues Zusammenleben in der Stadt zu übersetzen.

Bemerkung

Für Bachelor und Master Architektur

Voraussetzungen

Zulassung zu einem der genannten Sttudiengänge, Einschreibung!

Zielgruppe

Bachelor und Master Architektur!


Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2021/22 , Aktuelles Semester: SoSe 2022

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