Zur Seitennavigation oder mit Tastenkombination für den accesskey-Taste und Taste 1 
Zum Seiteninhalt oder mit Tastenkombination für den accesskey und Taste 2 
Switch to english language
Startseite    Anmelden     
Logout in [min] [minutetext]
WiSe 2021/22

Visionen des Mediozäns - Einzelansicht

  • Funktionen:
Grunddaten
Veranstaltungsart Plenum SWS 4
Veranstaltungsnummer Max. Teilnehmer/-innen 30
Semester WiSe 2021/22 Zugeordnetes Modul Projektmodul Medienphilosophie 1 - Medienökologie: Vom Anthropozän zum Mediozän
Erwartete Teilnehmer/-innen
Rhythmus einmalig
Hyperlink https://www.uni-weimar.de/de/medien/professuren/medienwissenschaft/medienphilosophie/willkommen/
Sprache deutsch
Termine Gruppe: [unbenannt]
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
Do. 09:15 bis 12:30 wöch. von 21.10.2021     

Weimarhalle

 
Gruppe [unbenannt]:
 
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Engell, Rudolf Georg Lorenz, Prof., Dr.phil.habil.
Studiengänge
Abschluss Studiengang Semester Leistungspunkte
Bachelor Medienkultur (B.A.), PV19 - 12
Zuordnung zu Einrichtungen
Medienkultur
Medienphilosophie
Inhalt
Beschreibung

Der Planet ist existenziell bedroht. Vor allem aber ist die menschliche Spezies von der Auslöschung (durch die Lebens- und Wirtschaftsweise einiger ihrer Angehöriger) bedroht. Den Planeten als solchen interessiert das vermutlich gar nicht so sehr. Aber uns interessiert es! Extinction Rebellion! Was können wir als Medienwissenschaftler*innen hier spezielles beitragen? Wir können die richtigen Fragen stellen: Was wäre denn der Planet ohne Medien, die ihn überhaupt beobachtbar, wahrnehmbar, z.B. sichtbar, messbar, beherrschbar, regulierbar machen? Was wäre er ohne den Blick durchs Fernrohr, den Blick zurück aus dem All? Was wäre das Klima ohne die Medien der Wissenschaft? Was wären die Katastrophen ohne ihre Imaginationen und Dramatisierungen auf der Leinwand und in den Massenmedien? Was wäre das Artensterben ohne das Internet der Tiere? Was wäre die politische Mobilisierung gegen das Aussterben der Menschen ohne Soziale Medien und ohne Massenmedien? Und welchen Anteil an der Zerstörung des Planeten haben denn die Medien bitteschön zugleich selbst, an der mörderischen Extraktionspolitik um des Koltans und anderer seltener Erden willen; an der unfassbar ausbeuterischen Lithiumgewinnung in den Anden, um der Akkus willen; am Sand- und Kupferbedarf, an der wahnwitzigen Kühlung der Serverparks in Wüstengegenden? Und was wäre der Mensch, um dessen Auslöschung es geht, ohne „seine” Medien, vom Feuerstein bis zum Mobiltelefon? Vermutlich nicht sehr viel. Ohne Medien kann man weder den Planeten (samt Klima, Geologie, Artenvielfalt usw.) noch die Menschen irgendwie begreifen, also auch ihren Untergang nicht. Und letzteren gewiss nicht verhindern. Leben wir tatsächlich gar nicht im Anthropozän, sondern im Mediozän?

Literatur

Zeitschrift für Medien- und Kulturforschung, 9/1/2018: The Mediocene (Open Access)

Bemerkung

Bitte melden Sie sich gleich im zugehörigen Moodle an (elearning)! Der Moodle-"Raum" bildet für den Fall, dass das Seminar als Onlineversion startet, die Basis der gesamten Kommunikation und Organisation für das Seminar. Dort finden Sie Materialien, allgemeine Hinweise und die Termine des Seminars.

Leistungsnachweis

Projektarbeit

Zielgruppe

B.A. Medienkultur


Strukturbaum
Die Veranstaltung wurde 1 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2021/22 gefunden:

BISON-Portal Startseite   Zurück Kontakt/Impressum Datenschutz