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SoSe 2024

Klang und Affekt - Einzelansicht

  • Funktionen:
Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar SWS 2
Veranstaltungsnummer 420150006 Max. Teilnehmer/-innen
Semester SoSe 2020 Zugeordnetes Modul B. A. Projektmodul: Medienphilosophie 2
Erwartete Teilnehmer/-innen
Rhythmus einmalig
Hyperlink https://www.uni-weimar.de/de/medien/professuren/medienwissenschaft/philosophieavmedien/
Sprache deutsch
Termine Gruppe: [unbenannt]
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
Fr. 13:30 bis 15:00 wöch. von 15.05.2020  Bauhausstraße 11 - Seminarraum 015      
Gruppe [unbenannt]:
 
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Lederle, Sebastian , Dr.phil.
Studiengänge
Abschluss Studiengang Semester Leistungspunkte
B. A. Medienkultur (B.A.), PV19 - 3
Zuordnung zu Einrichtungen
Philosophie und Ästhetik
Inhalt
Beschreibung

Neben Verkörperung und Immersion spielt Affektivität als eine Kategorie, mit der sich bestimmte Wahrnehmungsformen und Wahrnehmungsvollzüge beschreiben lassen, eine immer größere Rolle, sowohl in der Forschung als auch in den Formen, wie mediale Kultur wahrgenommen wird. Besonders was den Bereich akustischer Phänomene im weitesten Sinne - Ton, Klang, Geräusch und deren (inter)mediale Mischformen - betrifft, kommt der Affektion als emotional-pathisches Eingebundensein und Eingebundenwerden in (non)digitale Alltagsvollzüge und dem dazugehörenden Mediengebrauch besondere Relevanz zu. So gut wie nie herrscht Stille, absolute Stille ist nur als Grenzwert denkbar, auffallende Stille ist ein Kontrastphänomen. Auch ist unklar, was als Gegenteil von Stille betrachtet werden kann, da es keine eindeutigen, trennscharfen Grenzlinien im Bereich des Akustischen und zu den anderen perzeptiven Registern wie Sehen, Tasten, Riechen oder Schmecken gibt. Es gibt keine vorab bestehende, statische Ordnung des aksutsichen Feldes, die in jedem Fall klare Zuordnungen zuließen: Lärm funktioniert als oftmals unerwünschtes Gegenteil zu Stille. Sobald es aber eigens zu Gehör gebracht wird, wird dank der Re-Präsentation die negative Bewertung eingeklammert. Ein anderes prominentes Beispiel ist die Positivierung des Rauschens als artistisches Verfahren und ontologische Grenzzone. Auch ist Stille nicht gleich Stille: Schweigen moduliert bereits die grundlegende akustische Affektion, das hörende In-der-Welt-sein. Ebenso ist die in einer Partitur notierte Pause für das Gelingen eines Stücks ganz wesentlich. Auch deutet etwa die Kakophonie als tradierter Kandidat für das Gegenteil von Musik darauf hin, dass das akustisch-affektive Arrangement kein neutral-objektiv zu vermessendes Feld ist, sondern mit evaluativen und normativen Aspekten verbunden ist, die dieses Feld genauso strukturieren und gliedern wie die scheinbar rein akustischen Qualitäten und Vollzügen. Es ist also nicht alles voller Klang und Ton, da die Differenz zur Klang- und Tonlosigkeit für die Perzeption selbst wiederum konstitutiv ist und auf die akustische Dimension menschlicher sinnlicher Praxis hinweist. Die akustische Mitarbeit an allen Verichtungen und Akten ist dabei sowohl als mitlaufende Latenz als auch als Elemente einer eigenen Verhandlung anzusehen, sei diese performativ, diskursiv, pragmatisch-technisch oder künstlerisch. Klang wird im Gegensatz zu einer isolierenden und hierarchisierenden Sinneslehre als umkämpftes Ereignis verstanden, das eingetragen ist in ein intermediales Kräftefeld.

Es wird bis auf weiteres mit allen Teilnehmer*innen über Moodle kommuniziert so weit dies möglich ist. Um Online-Präsenz an den für das Seminar vorgesehenen Zeiten wird gebeten. Das Passwort zur Selbsteinschreibung bei Moodle lautet 'Klang'. Informationen zu Aufbau und Ablauf folgen via Moodle vor der ersten Seminarsitzung.

Literatur

Wird zu Beginn der LV bekannt gegeben.

Leistungsnachweis

Regelmäßige Teilnahme, Vorbereitung und Diskussion der Texte, 1 Sprechstundenbesuch zur Besprechung der Seminararbeit, Abfassen einer fristgerecht abgegebenen Seminararbeit

Zielgruppe

B. A. Medienkultur/Medienwissenschaft


Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2020 , Aktuelles Semester: SoSe 2024

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