Zur Seitennavigation oder mit Tastenkombination für den accesskey-Taste und Taste 1 
Zum Seiteninhalt oder mit Tastenkombination für den accesskey und Taste 2 
Switch to english language

Liebe Studierende,
um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und uns alle zu schützen, ist der Beginn der Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2020 verschoben. Der Lehrbetrieb in Präsenzform wird mit sofortiger Wirkung ohne Ausnahme eingestellt. Die Lehr- und Arbeitsräume für Studierende sind geschlossen. Detaillierte Hinweise entnehmen Sie bitte unserer Corona-Website: www.uni-weimar.de/coronavirus
Wir freuen uns, Ihnen natürlich weiterhin die Online-Serviceangebote des bison-Portals zur Verfügung stellen zu können. Auch möchten wir Sie darauf hinweisen, dass enorme Anstrengungen unternommen werden, um die Lernplattform moodle für online-Angebote auszubauen.
Bitte folgen Sie in Ihrem eigenen Interesse und dem anderer Menschen den Anweisungen und Hinweisen von Land, Stadt und Universität. Schützen Sie sich und andere und bleiben Sie gesund! Wir freuen uns auf Sie, sobald der Semesterbetrieb wieder aufgenommen werden kann.
Ihre Nachfragen erreichen uns gern über studium@uni-weimar.de
Ihr Dezernat Studium und Lehre

Ab sofort (27. April 2020) können Sie auf das aktualisierte Veranstaltungsverzeichnis des Sommersemesters 2020 zugreifen.

Startseite    Anmelden     
Logout in [min] [minutetext]
SoSe 2020

Klang und Affekt - Einzelansicht

  • Funktionen:
Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar SWS 2
Veranstaltungsnummer Max. Teilnehmer/-innen
Semester SoSe 2020 Zugeordnetes Modul B. A. Projektmodul: Medienphilosophie 2
Erwartete Teilnehmer/-innen
Rhythmus einmalig
Hyperlink https://www.uni-weimar.de/de/medien/professuren/medienwissenschaft/philosophieavmedien/
Sprache deutsch
Termine Gruppe: [unbenannt]
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
Fr. 13:30 bis 15:00 wöch. von 15.05.2020  Bauhausstraße 11 - Seminarraum 015      
Gruppe [unbenannt]:
 
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Lederle, Sebastian , Dr.phil.
Studiengänge
Abschluss Studiengang Semester Leistungspunkte
Bachelor Medienkultur (B.A.), PV19 - 3
Zuordnung zu Einrichtungen
Philosophie audiovisueller Medien
Medienkultur
Inhalt
Beschreibung

Neben Verkörperung und Immersion spielt Affektivität als eine Kategorie, mit der sich bestimmte Wahrnehmungsformen und Wahrnehmungsvollzüge beschreiben lassen, eine immer größere Rolle, sowohl in der Forschung als auch in den Formen, wie mediale Kultur wahrgenommen wird. Besonders was den Bereich akustischer Phänomene im weitesten Sinne - Ton, Klang, Geräusch und deren (inter)mediale Mischformen - betrifft, kommt der Affektion als emotional-pathisches Eingebundensein und Eingebundenwerden in (non)digitale Alltagsvollzüge und dem dazugehörenden Mediengebrauch besondere Relevanz zu. So gut wie nie herrscht Stille, absolute Stille ist nur als Grenzwert denkbar, auffallende Stille ist ein Kontrastphänomen. Auch ist unklar, was als Gegenteil von Stille betrachtet werden kann, da es keine eindeutigen, trennscharfen Grenzlinien im Bereich des Akustischen und zu den anderen perzeptiven Registern wie Sehen, Tasten, Riechen oder Schmecken gibt. Es gibt keine vorab bestehende, statische Ordnung des aksutsichen Feldes, die in jedem Fall klare Zuordnungen zuließen: Lärm funktioniert als oftmals unerwünschtes Gegenteil zu Stille. Sobald es aber eigens zu Gehör gebracht wird, wird dank der Re-Präsentation die negative Bewertung eingeklammert. Ein anderes prominentes Beispiel ist die Positivierung des Rauschens als artistisches Verfahren und ontologische Grenzzone. Auch ist Stille nicht gleich Stille: Schweigen moduliert bereits die grundlegende akustische Affektion, das hörende In-der-Welt-sein. Ebenso ist die in einer Partitur notierte Pause für das Gelingen eines Stücks ganz wesentlich. Auch deutet etwa die Kakophonie als tradierter Kandidat für das Gegenteil von Musik darauf hin, dass das akustisch-affektive Arrangement kein neutral-objektiv zu vermessendes Feld ist, sondern mit evaluativen und normativen Aspekten verbunden ist, die dieses Feld genauso strukturieren und gliedern wie die scheinbar rein akustischen Qualitäten und Vollzügen. Es ist also nicht alles voller Klang und Ton, da die Differenz zur Klang- und Tonlosigkeit für die Perzeption selbst wiederum konstitutiv ist und auf die akustische Dimension menschlicher sinnlicher Praxis hinweist. Die akustische Mitarbeit an allen Verichtungen und Akten ist dabei sowohl als mitlaufende Latenz als auch als Elemente einer eigenen Verhandlung anzusehen, sei diese performativ, diskursiv, pragmatisch-technisch oder künstlerisch. Klang wird im Gegensatz zu einer isolierenden und hierarchisierenden Sinneslehre als umkämpftes Ereignis verstanden, das eingetragen ist in ein intermediales Kräftefeld.

Es wird bis auf weiteres mit allen Teilnehmer*innen über Moodle kommuniziert so weit dies möglich ist. Um Online-Präsenz an den für das Seminar vorgesehenen Zeiten wird gebeten. Das Passwort zur Selbsteinschreibung bei Moodle lautet 'Klang'. Informationen zu Aufbau und Ablauf folgen via Moodle vor der ersten Seminarsitzung.

Literatur

Wird zu Beginn der LV bekannt gegeben.

Leistungsnachweis

Regelmäßige Teilnahme, Vorbereitung und Diskussion der Texte, 1 Sprechstundenbesuch zur Besprechung der Seminararbeit, Abfassen einer fristgerecht abgegebenen Seminararbeit

Zielgruppe

B. A. Medienkultur/Medienwissenschaft


Strukturbaum
Die Veranstaltung wurde 2 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2020 gefunden:
Medienphilosophie 2  - - - 1
Medienphilosophie 2  - - - 2

BISON-Portal Startseite   Zurück Kontakt/Impressum Datenschutz