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WiSe 2019/20

Gegen die Unveränderlichkeit. Bertolt Brechts "fröhliche Kritik" in Text, Schauspiel, Bild und Ton - Einzelansicht

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar SWS 2
Veranstaltungsnummer 419140020 Max. Teilnehmer/-innen
Semester SoSe 2019 Zugeordnetes Modul B. A. Studienmodul Gegenentwürfe: Bertolt Brecht, Gilles Deleuze
Erwartete Teilnehmer/-innen
Rhythmus einmalig
Hyperlink https://www.uni-weimar.de/de/medien/professuren/medienwissenschaft/europaeische-medienkultur/personen/jun-prof-dr-phil-eva-krivanec/
Sprache deutsch
Termine Gruppe: [unbenannt]
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
Di. 17:00 bis 18:30 wöch. von 09.04.2019  Bauhausstraße 11 - Seminarraum 013      
Gruppe [unbenannt]:
 
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Krivanec, Eva , Dr.phil. Mag.phil.
Studiengänge
Abschluss Studiengang Semester Leistungspunkte
Bachelor Medienwissenschaft (B.A.), PV13 - 3
Bachelor Medienkultur (B.A.), PV17 - 3
Bachelor Medienkultur (B.A.), PV15 - 3
Zuordnung zu Einrichtungen
Europäische Medienkultur
Medienkultur
Inhalt
Beschreibung

Bertolt Brecht ist seit den großen Ehrungen anlässlich seines 100. Geburtstags 1998 von einem häufig missverstandenen, aber öffentlich präsenten und auch noch kontrovers diskutierten "Klassiker" zu einem im deutschsprachigen Raum fast gespenstisch Abwesenden geworden, zu einem Autor, dessen Stücke zwar noch im Repertoire einiger Stadt- und Staatstheater zu finden sind, auch da und dort als Schullektüre präsent sind, dessen weit verzweigtes und vielschichtiges, mit allen Medien und Ausdrucksformen experimentierendes Werk aber zunehmend zur Sache einzelner Kenner_innen und Spezialist_innen wurde.
Dass Brecht nicht seinem Klischee eines "Besserwissers und Moralisten" entspricht, ist selbst schon fast ein Gemeinplatz. Nicht nur deshalb lohnt die intensive Lektüre gerade derjenigen Texte Brechts, die als hyperdidaktisch und ideologisch verschrieen sind, etwa seiner Lehrstücke, vor allem dann, wenn man zu verstehen versucht, wie Brecht mit diesen Stücken und seinen (Laien-)Schauspieler_innen arbeiten wollte.
Brechts Arbeiten, gleich welches Medium sie gebrauchen, ob Theaterproduktion, Ballade, Einakter, Radiostück, Film, Gedicht, publizistischer Text, Tagebuchnotiz oder theoretische Abhandlung, sind immer DENKENDE Arbeiten, und zwar in Inhalt UND Form und es sind Arbeiten, die diesen Denkprozess bewusst ausstellen, an ihm teilhaben lassen wollen und ihn dem Publikum zur Fortsetzung anbieten.
Folgen wir diesem Denken quer durch alle künstlerischen Ausdrucksformen und Genres, so zeigt sich - wie Hans-Thies Lehmann es formuliert - eine "idée fixe", die das Werk durchzieht: "das Wasser, das fließt, die permanente Veränderung, der Wechsel der Dinge". Nichts was ist, muss so bleiben. Und diese Aussage birgt die Verantwortung für eine radikale und "fröhliche" Kritik an den herrschenden Verhältnissen, die immer auch einen Teil (strategischen) Einverständnisses in sich trägt. In Brechts Betonung eines permanenten Werdens und seinem Faible für instabile Subjektivitäten (inklusive sich selbst) liegt ein überraschendes Naheverhältnis zum Denken von Gilles Deleuze, das deren Kopplung in diesem Studienmodul angeregt hat.

Literatur

Beliebige Theaterstücke, Prosatexte und Gedichte von Bertolt Brecht; Hans-Thies Lehmann: Brecht lesen, Berlin: Verlag Theater der Zeit 2016.

Leistungsnachweis

schriftliche Hausarbeit in einem der beiden SE des Moduls; verpflichtende Lektüre der Texte; Diskussion; Sitzungsmoderation bzw. mündliche Präsentation

Zielgruppe

B. A. Medienkultur, EMK, Kunst und Gestaltung, Bauhaus-Semester


Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2019 , Aktuelles Semester: WiSe 2019/20

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