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WiSe 2022/23

Die Kunst des Recycling - Einzelansicht

  • Funktionen:
Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar SWS 2
Veranstaltungsnummer 4447558 Max. Teilnehmer/-innen 30
Semester WiSe 2015/16 Zugeordnetes Modul
Erwartete Teilnehmer/-innen
Rhythmus
Hyperlink  
Weitere Links http://www.uni-weimar.de/de/medien/professuren/geschichte-und-theorie-der-kulturtechniken/home/
Termine Gruppe: [unbenannt]
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
Di. 15:15 bis 16:45 wöch. von 20.10.2015  Berkaer Straße 1 - Seminarraum 003      
Gruppe [unbenannt]:
 
 
Studiengänge
Abschluss Studiengang Semester Leistungspunkte
Master MediaArchitecture (M.Sc.), PV11 1 - 3 3
Master Medienwissenschaft (M.A.), PV13 - 6
Master Kulturwissenschaftliche Medienforschung (M.A.), PV 10 - 6
Master Architektur (M.Sc.), PV14 1 - 3 3
Zuordnung zu Einrichtungen
Medienkultur
Geschichte und Theorie der Kulturtechniken
Inhalt
Beschreibung

Recycling ist nicht nur ein Phänomen unserer modernen Zivilgesellschaft, in der Abfälle in den Kreislauf der Wiederverwertung zurückgeführt werden, sondern Recycling gehört zu den ältesten künstlerischen Techniken überhaupt. Bereits in der Antike wurden Skulpturen tausendfach „recycelt“, das heißt immer wieder hergestellt, um einen größeren Wirkungskreis zu erreichen. Bis ins 19. Jahrhundert wurde das Wissen über Kunstwerke nicht durch die Originale selbst verbreitet, sondern durch Kopien. Holzschnitzer, Kupferstecher, Radierer und später Lithographen vervielfältigten die Werke berühmter Künstler oder die Künstler legten sie bereits als Kupferstich (Dürer) oder Radierung (Rembrandt) an. Während jedoch Holzschnitt, Kupferstich, Radierung oder Lithographie manuelle Reproduktionstechniken sind, so hat sich durch die technischen Verfahren der Fotografie und des Films, später dann durch Video und noch stärker durch die Digitalisierung auch der Wesenscharakter der Kunstwerke geändert. Dabei wurde insbesondere die Frage nach dem Original eines Kunstwerkes (neu) gestellt, was die theoretische Auseinandersetzung mit dem Orginalitätsbegriff von Kunstwerken beflügelte. Doch neben den neuen Reproduktionstechniken Fotografie und Film waren es vor allem neue künstlerische Verfahren wie die Collage, die im 20. Jahrhundert ein neues Materialverständnis und in diesem Zusammenhang einen neuen Kunstbegriff hervorgebracht haben. Denn durch die Collage wurde es möglich, nun auch kunstfremde Gegenstände, das heißt alltägliche Produkte in die Kunst zu integrieren oder wie Marcel Duchamp später in seinen Ready Mades durch Designierung oder durch Umgestaltung (siehe L.H.O.O.Q.) zu Kunst aufzuwerten. Aber auch Fake und die Appropriation Art in den 1970er Jahren gehören zu den Früchten einer Recycling-Kultur im 20. Jahrhundert, die die Vorstellung vom Original unterlief und somit den Autonomiestatus der Kunst angriff. Kunst hat sich unter verschiedenen Recyclingtechniken bis heute immer weiter ausdifferenziert.

Im Seminar sollen nicht nur Kenntnisse über die verschiedenen Reproduktionsmedien von ihren Anfängen bis ins digitale Zeitalter vermittelt werden, sondern es soll sich vor allem auch mit den im Kontext des Recyclings stehenden Begriffen wie Original, Kopie, Remake, Remix, Sampling, Culture Jamming, Fake, Plagiat, Fälschung, Reproduktion etc. auseinandergesetzt und verschiedene Formen des Recyclings in der Kunst untersucht werden. Ergänzt wird das Seminar durch Exkursionen nach Jena zu den „Schrottskulpturen“ Frank Stellas oder in die Graphische Sammlung der Klassikstiftung. Weimar sowie in thematische Ausstellungen in der Umgebung.

engl. Beschreibung/ Kurzkommentar

The Art of Recycling

Never have artists recycled as many art works as they do today. However, recycling is not a new artistic technique but a relevant practice in the production of art works. As far back as the days of antiquity artists already recycled their sculptures many times to spread their artistic ideas. Until the 19th century art works were copied for distribution. With new technical inventions such as photography and movies the idea of an original became obsolete. And even with the technique of the collage, non-artistic materials from everyday life became part of an art work and modified the comprehension of an autonomous art object as the result of an individual artistic process. This course seeks to reflect various practices of recycling in fine art, such as reproduction, remixing, culture jamming, sampling, coyping etc..

Literatur

Déjà vu. Die Kunst der Wiederholung von Dürer bis Youtube, Ausstellungskatalog Kunsthalle Karlsruhe, Heidelberg 2012.

Leistungsnachweis

Regelmäßige Teilnahme, aktive Mitarbeit, Übernahme einer Sitzungsmoderation und Anfertigen einer schriftlichen Projektarbeit

Zielgruppe

MA/Kulturwiss. Medienforschung, MA/MW


Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2015/16 , Aktuelles Semester: WiSe 2022/23

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