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SoSe 2021

Von Einsen und Nullen. Grund und Repräsentation des Digitalen - Einzelansicht

  • Funktionen:
Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar SWS 2
Veranstaltungsnummer Max. Teilnehmer/-innen 20
Semester SoSe 2021 Zugeordnetes Modul M.A.-Studienmodul Kulturtechniken
Erwartete Teilnehmer/-innen
Rhythmus einmalig
Hyperlink https://www.uni-weimar.de/de/medien/professuren/medienwissenschaft/geschichte-und-theorie-der-kulturtechniken/willkommen/
Sprache deutsch
Termine Gruppe: [unbenannt]
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
Di. 15:15 bis 16:45 wöch. von 13.04.2021     

Online via Moodle

 
Gruppe [unbenannt]:
 
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Hiller, Moritz , Magister Artium
Studiengänge
Abschluss Studiengang Semester Leistungspunkte
Master Medienwissenschaft (M.A.), PV 2020 - 3
Zuordnung zu Einrichtungen
Geschichte und Theorie der Kulturtechniken
Medienkultur
Inhalt
Beschreibung

Zu den wohl wirkmächtigsten Bildern, die uns eine Vorstellung von all dem geben, was ,digital‘ ist, gehören die endlosen Aneinanderreihungen von Einsen und Nullen. Ob in populären Darstellungen oder wissenschaftlichen Diskursen: Der Binärcode, der eine historische Grundlage der Digitaltechnik war, ist zum Symbol ,des Digitalen‘ schlechthin geworden. Scheinbar unauflöslich verknüpft mit dem Dualsystem sind – in solchen Texten, die als grundlegend für die Entwicklung digitaler Computer gelten, aber auch in ihren philosophischen, psychoanalytischen oder medienwissenschaftlichen Interpretationen – seit jeher Dichotomien, die unser Wissen strukturieren und Kulturen produzieren: Präsenz und Absenz, Sein und Nichts, Mann und Frau … Und diese Dichotomien, so die These, werden in und mit unserem Bild vom Wesen des Digitalen laufend reproduziert. Dieses Rückkopplungsverhältnis ist umso denkwürdiger, als dass, was im Formalismus der Logik so eindeutig zweiwertig strukturiert ist, sich bereits schaltungstechnisch ganz anders darstellt: Die logische Null etwa wird in den Bauteilen eines Computers mitnichten durch die rigide Abwesenheit elektrischer Spannung implementiert (sondern mit Eingangsspannungen in einem Toleranzbereich bis 0,8 V). Diese Diskrepanz gilt es, im Seminar für eine kritische Bewertung unserer Vorstellungen vom Digitalen herauszuarbeiten. Diskutiert werden historische Quellen wie zeitgenössische Positionen (von etwa Leibniz, Shannon, Lacan und Plant). Ausgehend davon fahndet das Seminar nach den Ursprüngen der Einsen und Nullen des Binärcodes, verfolgt ihre logische und technische Entwicklung bis zum heutigen Digitalcomputer und fragt nach den – teils reduzierenden, teils schlicht falschen – Zuschreibungen solcher Dichotomien, die das Digitale heimsuchen und auf einen Begriff festlegen, der schon (schaltungs-)technisch seiner anhaltenden Dekonstruktion ausgesetzt ist.

Voraussetzungen

Für die Teilnahme ist eine Anmeldung im Moodle-Kurs (oder über Email: moritz.hiller@uni-weimar.de) erforderlich.

Zielgruppe

MA Medienwissenschaft


Strukturbaum
Die Veranstaltung wurde 1 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2021 gefunden:
Kulturtechniken  - - - 1

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