Einerseits ist der Vorplatz der Universitätsbibliothek ein zentraler Campus-Ort und ein funktionaler Durchgangsraum. Andererseits ist er vollständig asphaltiert und die Nutzung von PKW-Stellplätzen dominiert. In Zusammenarbeit mit der Freiraumstudie Campus, einem Teilprojekt von TRAFO 2030, beschäftigt sich das Seminar mit einer möglichen Umgestaltung und fokussiert sich dabei besonders auf die unterschiedlichen Perspektiven der diversen Akteurs- und Nutzer*innengruppen. Neben übergeordneten Themen wie Aufenthaltsqualität und Klimaanpassung geht es darum mögliche Konflikte zu identifizieren, sowie erste Entwürfe und Lösungsansätze zu entwickeln. Interdisziplinarität | Der Kurs ist für alle Fachrichtungen und Studienniveaus geöffnet, da eine nachhaltige und inklusive Umgestaltung des Campus für alle Studierenden hohe Relevanz besitzt. Teilnehmende fungieren dabei als partizipative Stakeholder. Das zentral urbanistisch-architektonische Thema wird unter anderem durch relevante ästhetische und ingenieurswissenschaftliche Perspektiven ergänzt. Die Analyse von diversen Interessen und Konflikten, sowie eine argumentativ fundierte Lösungsfindung stellen zentrale überfachliche Kompetenzen dar. Inputs zu Städtebau und Freiraumplanung bringen Teilnehmende auf ein gemeinsames Niveau und werden durch eigenständige thematische Vertiefungen ergänzt. Lernergebnisse und Kompetenzerwerb | Die Teilnehmenden können die Inhalte der städtebaulichen und freiraumplanerischen Inputs auf den Kontext des Untersuchungsgebiets anwenden. Die Teilnehmenden können den Raum, als auch die unterschiedlichen Interessen und Bedürfnisse der diversen Nutzer*innen analysieren, sowie sich daraus ergebende Konflikte erkennen. Die Teilnehmenden sind in der Lage die diversen Interessen und Bedürfnisse mithilfe von fachlich fundierten Argumenten zu beurteilen. Die Teilnehmenden sind dazu in der Lage auf Basis der thematischen Inhalte, Analyse und Beurteilung, eigene Lösungsansätze und Ideen für eine mögliche Bewältigung der Konflikte zu entwickeln. Didaktisches Konzept | Der Kurs findet als Präsenzseminar mit wöchentlichen Sitzungen im Umfang von 4 SWS bis Januar statt. Zusätzliche Termine werden mit der Studie abgestimmt. Das Seminar verbindet theoretische Inhalte, eigene Datenerhebung und praktische Anwendung. In Phase Eins finden Inputs zu Städtebau und Freiraumplanung statt. Bei Begehungen des Untersuchungsortes sollen Teilnehmende sich individuell über ein frei gewähltes grafisches Format (wie Mapping, Collage, Zeichnung) mit dem Raum auseinandersetzen. In Phase Zwei sollen Akteur*innengespräche in den Sitzungen stattfinden, als auch individuell in Gruppen die Perspektiven der diversen Nutzer*innen erarbeitet werden. Über Workshopformate werden erst die Ergebnisse zusammengetragen, woraufhin die Konflikte herausgearbeitet und diskutiert werden. In Phase Drei sollen in Gruppen Lösungsansätze entwickelt werden, begleitet durch weiteren intensiven Austausch. Die Zeit nach dem Jahreswechsel dient der unabhängigen Arbeit an der Prüfungsleistung. |