| Beschreibung |
In diesem Praxis- und Forschungsmodul, das Teil des MA-Projektmoduls Medienökonomik ist, bearbeiten die Studierenden eine reale strategische und forschungsbezogene Fragestellung im Kontext alternativer Plattformmodelle. Ausgangspunkt ist die Frage, wie öffentliche, kooperative und gemeinwohlorientierte Plattformen als mögliche Antworten auf die Herausforderungen dominanter globaler Plattformen verstanden, analysiert und weiterentwickelt werden können. Im Zentrum stehen dabei sowohl die theoretische Einordnung als auch die empirische Untersuchung konkreter Praxisprobleme in Zusammenarbeit mit dem Partner der Beyond Platform Initiative. Das Praxis- und Forschungsmodul beschäftigt sich so mit einer entscheidenden Frage im Plattformwettbewerb: Können europäische oder deutsche Alternativen zu Big Tech bestehen? Oder wird der Markt so stark von Netzwerkeffekten, Economies of Scale und Scope bestimmt, dass kleinere und neue Wettbewerber in einer sehr wenig aussichtsreichen Situation sind. Während der DMA die großen Plattformen reguliert, geht es hier darum, wie alternative Plattformen im Wettbewerb bestehen können. Ziel des Moduls ist es, die Funktionslogiken, Potenziale und Grenzen alternativer Plattformansätze systematisch zu erschließen und kritisch zu reflektieren. Dazu erhalten die Studierenden zunächst einen inhaltlichen und methodischen Einstieg über Inputs zu den Grundlagen der Plattformökonomie, zu öffentlichen(-rechtlichen) Plattformen sowie zu gemeinwohlorientierten Plattformen, ergänzt um eine Wiederholung zentraler qualitativer und quantitativer Forschungsansätze. Auf dieser Basis erarbeiten sie sich das Praxisfeld zunächst in einem „Reverse Engineering“-Ansatz: Sie analysieren die Struktur, Zielsetzungen und offenen Entwicklungsfragen der Beyond Platform Initiative und setzen sich mit ihren theoretischen und organisatorischen Grundlagen auseinander. Anschließend bearbeiten die Studierenden in Gruppen konkrete, vom Praxispartner vorgegebene Problemstellungen, etwa zu Nutzer:innenbedürfnissen, Governance-Fragen, Skalierungsbarrieren oder Kooperationspotenzialen. Zur Bearbeitung dieser Fragen entwickeln sie eigene empirische Zugänge, beispielsweise in Form von Interviews, Umfragen oder vergleichenden Fallanalysen. Die Ergebnisse werden theoretisch eingeordnet, empirisch abgesichert und in konkrete Handlungsempfehlungen übersetzt. Inhalte Grundlagen der Plattformökonomie, öffentlicher Plattformen, PSM-Plattformen und gemeinwohlorientierter Plattformen. Theoretische und empirische Einordnung alternativer Plattformmodelle. Analyse der Zielsetzungen, Potenziale und Herausforderungen der Beyond Platform Initiative. Reverse Engineering eines laufenden Praxisprojekts als Ausgangspunkt für Forschung und Entwicklung. Entwicklung und Anwendung geeigneter empirischer Methoden, z. B. Interviews, Umfragen oder qualitative Fallanalysen. Bearbeitung konkreter Problemstellungen aus der Praxis in Kooperation mit dem Praxispartner. Ableitung von strategischen, organisatorischen und inhaltlichen Handlungsempfehlungen. Transfer von Forschungsergebnissen in anwendbare Impulse für die Weiterentwicklung alternativer Plattformmodelle |