| Beschreibung |
Wir beginnen das Semester in Weimar in Übergangsräumen zwischen Stadt und Peripherie, Dorf und Industriebrache, Haus und Landschaft und bewegen uns gegen den Strom - quer zur Belvederer Allee - um Stadtraum zu erkunden. Aus drei Perspektiven setzen wir uns mit unserer Umwelt auseinander und sammeln erste Erfahrungen mit Methoden zum Aufspüren und Festhalten gebauter und gewachsener Räume. Um Neues sichtbar zu machen, nutzen wir das Format der Walks, eine in den 70er Jahren kultivierte Methode zur Feldforschung im entschleunigten Modus des Spazierens. Wie auf einer Expedition, also langsam, beobachtend, querfeldein, neben ausgetretenen Pfaden und vor allem abseits des Planungstisches. Wir durchwandern und erkunden unerschlossenes Terrain zwischen Falkenburg und Papiergraben, um innerhalb dieser Stadtnaturen Freiräume für Spiel, Sport und Freizeit sichtbar zu machen und anhand kleiner Improvisationen in-situ und ad-hoc zu reflektieren. Bauformen aber auch Unscheinbares werden dabei zur Schnittstelle zwischen Umwelt und Gestaltung, großem und kleinem Maßstab. Diese Feldarbeit bildet die Grundlage für das an den Einführungskurs anschließende Projekt, das sich Räumen für Spiel, Sport und Wellbeing als Gemeinressourcen unserer Lebenswelt widmet. |