| Beschreibung |
Wer kuratiert, recherchiert, sammelt, ordnet, wählt aus und eignet sich Recherchematerialien, Inhalte, künstlerische Arbeiten oder kulturelle Praxen an – und sortiert oder arrangiert diese nach einem Konzept, so dass eine ganz spezielle Gestaltung des Raumes entsteht. Bei der Arbeit mit Klang ergeben sich dabei für das Kuratieren und Ausstellen besondere Herausforderungen, denn was stelle ich eigentlich aus, wenn ich Klang ausstelle? Die Lautsprecher, Kopfhörer oder Kabel? Wie inszeniere ich die immaterielle Qualität von Klängen in einem Raum? Und welche materiellen Voraussetzungen müssen dabei berücksichtigt werden? Wie ordne ich verschiedene Arbeiten sinnvoll an, wie beeinflussen diese sich und wie interagieren sie mit ihrem Ausstellungsort?
Das Modul untersucht, wie radio- und klangkünstlerische Arbeiten sowie Recherche- und Archivmaterialien als räumliche und installative Audioformate entwickelt werden können. Das Modul wird inhaltlich eng verzahnt mit dem Projektmodul „Radiokunstwerkstatt und Sendehalle Weimar” angeboten: Ziel des Moduls ist die gemeinsame Erarbeitung eines Ausstellungskonzepts für die Sendehalle, das auf den im Projektmodul entwickelten Arbeiten beruht. Das Modul ist jedoch auch offen für Studierende, die mit einer vorhandenen Arbeit oder Idee teilnehmen wollen.
Gemeinsam hören und diskutieren wir verschiedene klangkünstlerische Positionen und Ausstellungsformen, erarbeiten uns durch Texte ein theoretisches Grundlagenverständnis und tasten uns in praktischen Übungen an das räumliche Inszenieren heran. Eine Anmeldung mit einer kurzen Interessensbekundung und Motivation bitte bis 5.10.2026 an jason.langheim@uni-weimar.de. |